MusikSchaffen die Grammys die Kategorie ‚Best Asian Pop‘ wieder ab?

BTS in Busan 2026 - BIGHIT MUSIC (HYBE) BangShowbiz
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BTS in Busan 2026 - BIGHIT MUSIC (HYBE)

Bang ShowbizBang Showbiz | 15.08.2026, 13:00 Uhr

Die Recording Academy denkt offenbar darüber nach, den erst kürzlich eingeführten Grammy für ‚Best Asian Pop‘ wieder abzuschaffen.
Hintergrund ist die anhaltende Kritik an der neuen Kategorie, die zuletzt durch die Entscheidung der K-Pop-Gruppe BTS zusätzlichen Auftrieb bekam. Die sieben Musiker wollen ihre Musik für die kommenden Grammy Awards nicht einreichen. Harvey Mason Jr., Chef der Recording Academy, erklärte laut ‚Billboard‘, dass er die Kritik ernst nehme. Die Organisation sei dazu da, „allen Menschen in der Musik zu dienen“. Dazu gehöre auch, dafür zu sorgen, dass keine Künstlergruppe übersehen oder missverstanden werde. Nach zahlreichen Gesprächen mit Beteiligten in den vergangenen zwei Wochen sei deutlich geworden, dass einige Musiker die neue Kategorie kritisch sehen. Trotz der Absicht, die Grammys inklusiver zu gestalten, hätten Künstler den Eindruck, dass ‚Best Asian Pop‘ ihre Musik nicht so repräsentiere, wie sie es sich wünschen. „Als Musiker nehme ich mir das zu Herzen“, sagte Mason Jr. laut ‚Billboard‘.

Im vergangenen Monat hatten RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook gemeinsam bekannt gegeben, dass sie ihre Musik in diesem Jahr nicht für eine Grammy-Nominierung einreichen werden. Alle sieben veröffentlichten dieselbe Erklärung auf ihren jeweiligen Instagram-Accounts. „Wir haben beschlossen, unsere Musik in diesem Jahr nicht für die Grammys einzureichen. Wir hoffen, dass unsere Musik für das gehört und geliebt wird, was sie ist, und nicht nach Region oder Sprache unterteilt wird“, erklärten die Mitglieder. Gleichzeitig bedankten sie sich bei ihren Fans und allen Menschen, die sie stets unterstützt hätten. BTS gehört seit 2019 zu den stimmberechtigten Mitgliedern der Recording Academy. Die Entscheidung der Gruppe sorgte deshalb für besondere Aufmerksamkeit.

Mason Jr. zeigte sich zunächst enttäuscht über den Schritt, betonte aber, dass er ihn als Musiker nachvollziehen könne. Gleichzeitig wollte er ein Missverständnis ausräumen: Die Kategorie ‚Asian Pop‘ sei nicht geschaffen worden, um K-Pop-Künstler auszugrenzen. Vielmehr solle sie die Vielfalt und das enorme Wachstum der Popmusik aus Asien würdigen. „Mehr Kategorien bedeuten, dass die Arbeit von mehr Künstlern anerkannt wird“, erklärte er. Die neue Auszeichnung sei niemals dazu gedacht gewesen, Musiker voneinander zu trennen, sondern vielmehr dazu, den Kreis der Künstler zu erweitern, die von den rund 15.000 Grammy-Wählern wahrgenommen würden. Darüber hinaus stellte Mason Jr. klar, dass eine Einreichung in einer Genre-Kategorie keine Teilnahme an den wichtigsten allgemeinen Grammy-Kategorien ausschließt. Künstler können demnach weiterhin für ‚Record of the Year‘, ‚Album of the Year‘ und ‚Song of the Year‘ berücksichtigt werden – unabhängig davon, ob sie zusätzlich in ‚Asian Pop‘, Jazz oder Country antreten.