„Vogue“-Chefin Anna Wintour nie ohne Sonnenbrille: Das ist das Geheimnis dahinter

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 11.07.2022, 18:45 Uhr
Anna Wintour lächelt
Anna Wintour bei den Australian Open

IMAGO / PanoramiC

Für „Vogue“-Chefin Anna Wintour ist die Oversize-XXL-Sonnenbrille weit mehr als nur ein modisches Accessoire oder eine optische Notwendigkeit. Hinter den dicken Gläsern steckt viel mehr.

Anna Wintour (72) ist ohne Zweifel eine der bekanntesten Figuren der Modewelt — und selbst eine wahre Style-Ikone. Neben ihrem legendären Pagenschnitt ist die übergroße, dunkle Sonnenbrille eines ihrer Markenzeichen. Der Grund, warum die „Vogue“-Chefin nie ohne verdunkelte Gläser das Haus verlässt, ist aber ein anderer, als man vielleicht annehmen möchte.

Anna Wintour: Der wahre Grund für die dunklen Gläser

Nein, Anna Wintour hat keine Überempfindlichkeit gegenüber der Sonne. Oder gegenüber den Blitzlichtern von Paparazzi. Sie trägt die dunklen Gläser auch nicht, weil sie damit vielleicht die eine oder andere Dioptrie verstecken möchte. Die dunkle Sonnenbrille ist also keine getarnte Lesebrille … sondern in Wirklichkeit das perfekte Pokerface!

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Anna Wintour trägt deshalb Sonnenbrille, weil sie nicht will, dass man in sie reinschauen kann — oder durch ihre Augen Aufschluss auf ihre Gefühle bekommen kann. Sitzt Wintour mit dunkler Sonnenbrille am Laufsteg, kann niemand so richtig ihre Emotionen lesen. Und das erleichtert ihr Leben ungemein.

Das sagt Anna Wintour selbst über ihr Markenzeichen

Anna Wintour selbst erklärte 2009 gegenüber dem Sender „CBS News“ über ihre dunklen Gläser: „Sie sind wirklich nützlich. Ich meine, ich kann in einer Show sitzen, und wenn ich mich zu Tode langweile, merkt das niemand. Und wenn ich es genieße, merkt es auch niemand“.



Somit ist ihre Sonnenbrille weit mehr als ein modisches Accessoire — oder ein Schutz gegen Sonne und UV-Strahlen. „Ich denke also, dass sie inzwischen wirklich eine Rüstung geworden sind“, meint sie. Sonnenbrillen seien „unglaublich nützlich, weil man verhindert, dass andere wissen, woran man denkt“, summierte sie einmal.

Anna Wintour: Der Inbegriff der Geradlinigkeit

Nur auf etwas legt Anna Wintour noch mehr Wert als auf Sonnenbrillen: auf Ehrlichkeit und journalistische Integrität. „Ich glaube, die Leute respektieren Ehrlichkeit. Wenn man allen ständig erzählt, dass alles wunderbar ist, was sollen sie dann glauben?“, sagte sie in einem Vogue-Feature im Jahr 1993.

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„Unsere Leser sind nicht so dumm. Wir bringen Dinge in das Magazin, die wir wichtig sind oder die Mode voranbringen“, so Wintour weiter. Scheint, als hätte sich diese Geradlinigkeit über Jahrzehnte bezahlt gemacht.