Anna Wintour: 7 Dinge, die wir von der Vogue-Chefin lernen können

Desireé OostlandDesireé Oostland | 02.11.2021, 20:37 Uhr
Anna Wintour wird 72: Was wir von der Vogue-Chefredakteurin lernen können
Anna Wintour wird 72: Was wir von der Vogue-Chefredakteurin lernen können

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Happy Birthday, Fashion Icon Anna Wintour! Anlässlich ihres Geburtstages, werfen wir einen Blick auf die wertvollsten Tipps, die wir von der großen Modeikone in den letzten Jahren mitnehmen konnten

Die Königin der Modeszene, mit dem eisigen Lächeln und der XXL-Sonnenbrille, wird am 3. November 72 Jahre alt. Seit 1988 ist Anna Wintour Chefredakteurin der US-Vogue und gibt seither zweifellos den Ton in der Modebranche an.

Wer den Film „Der Teufel trägt Prada“ gesehen hat, weiß wie es in ihrem Alltag zugeht und welchen Einfluss ihre Meinung hat: Kollektionen sind nur dann erfolgreich und gelungen, wenn Wintour diese auch so betitelt. Bekannte Designer geben alles, um Annas Anerkennung zu erhaschen. Wenn Vogue über eine Kollektion berichtet, ist sie auch wirklich angekommen.

Was trägt die mächtigste Frau der Modebranche?

Obwohl Anna Wintour keinen eigenen Social Media Account besitzt (Iconic), kennen wir ihren Statement-Look nur zu gut: Charakteristischen Oversize-Sonnenbrille, scharfer Wintour-Bob und femininer, klassischer Stil. Obwohl Wintour ein jährliches Kleidergeld von ihrem Arbeitgeber „Conde Nast“ erhält und in ihrem Job mit der neuesten und trendigsten Mode ausgestattet wird, bleibt sie ihrem eigenen Stil immer treu.

Was sind ihre Tipps für den eigenen, unverwechselbaren Stil?

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1. Schätze die Basics im Kleiderschrank

Basics sind unentbehrlich: Wintour findet, dass Basics vor allem in einer Garderobe „sehr wichtig sind, wenn man eine Frau ist, die viel unterwegs ist und mit einem hektischen Job“. Denn die Basics erlauben einem, immer auf etwas unaufgeregtes zurückgreifen zu können. Sei es der Basis-Trenchcoat, der Basic-Sweater oder die Basis-Schuhe. Hauptsache es ist Basic. Also schlicht, zurückhaltend – ganz ohne Schnickschnack.

Das lässt sich nämlich wunderbar upgraden: „Es ist auch sehr wichtig, ein Stück zu haben, das wirklich Spaß macht und anders ist und mit dem man sich einfach gut fühlt. Wenn es das Budget zulässt, sollte man nach einem unglaublichen Schmuckstück Ausschau halten, denn das ist für mich das Schönste, was eine Frau besitzen kann.“ sagte Wintour in ihrem Vogue-Video-Format „Ask Anna Wintour“.

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2. Finde die Frisur, die dir steht

Auf den ersten Blick hat die Frisur nichts mit der Garderobe zutun. Auf den zweiten Blick aber schon. Denn eine Frisur kann den kompletten Look beeinflussen – ob positiv oder negativ. Sie kann das Gesicht umschmeicheln oder dem eigenen Typ „entschmeicheln“.

Wintour hat schon vor Jahren (mit 15 Jahren!) die perfekte Frisur für ihr Gesicht gefunden und ist ihr seither treu geblieben: Ein Bob mit scharfem Pony. Die größte Veränderung, die der berühmte Bob im Laufe der Jahre erfahren hat, ist die Farbe. Wintours Bob ist mit der Zeit heller geworden. Ein klassischer Schnitt, der nie aus der Mode kommt und um den sie sich nie Sorgen muss. Laut der Vogue Chefredakteurin hat man eine Sorge weniger, wenn man „die eine“ Frisur für sich selbst gefunden hat. Wo sie recht hat.

US-"Vogue"-Chefin Anna Wintour wird befördert. (ili/spot)

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3. Ein schöner Mantel kann alles verändern 

Mit ihren Mänteln setzt Wintour gerne Fashionstatements. Sie bevorzugt Animal Prints, klassische Prints oder auch wunderschöne Blumenstickereien. Die Formen sind jedoch immer noch einfach und klassisch geschnitten. „Ein toller Mantel kann eine Vielzahl von Sünden verbergen“, meint die Journalistin. Wintours Tipp: Er ist der erste Teil eines Outfits, den man wahrnimmt, also sollte jeder in ein spektakulären Stück investieren. Schließlich ist der Winter eine trübe Jahreszeit, die mit einem schönen Mantel wieder etwas bunter wird.

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4. Trage eine Sonnenbrille, um deine Coolness zu unterstreichen

Sonnenbrillen. Die meisten Menschen tragen sie bei Sonnenschein. Doch eine Modeikone wie Anna Wintour trägt sie, wann immer es zum Outfit passt. Die Wetterlage ist dabei egal. Die Chefredakteurin ist berühmt für ihre dunkle, übergroße und klassisch rechteckige Sonnenbrille – ohne wird sie selten gesehen. Ihr Tipp: Die perfekte Fassung für die eigene Gesichtsform finden und eine schlichte Variante wählen. Dann braucht man auch wirklich nur eine Brille.

Shelby Bryan und Anna Wintour bei einer Modenschau im Jahr 2003. (jom/spot)

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5. Keine All-Black-Outfits! (Außer es ist eine Beerdigung)

Auch wenn einige Modeliebhaber drauf bestehen, ausschließlich schwarz zu tragen, ist Anna Wintour kein Fan der „traurigen“ Garderobe. Als sie in einem Interview nach einem Tipp für ein All-Black-Upgrade gefragt wurde, antwortete sie: „Mein Tipp: Trag kein All-Black-Outfit, es sei denn du musst auf eine Beerdigung“. Zu allen anderen Anlässen, sollte man sich nie auf die komplett schwarze Garderobe setzen, sondern immer etwas überraschend auffallendes kombinieren. Zum Beispiel: weiße Cowboyboots!

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6. Die Jeans-Regel

Anna Wintour liebt Jeans! Ihrer Meinung nach, können Jeans zu FAST allen Anlässen getragen werden. Es gibt nur drei Orte, an denen sie nichts verloren hätte: Bei einem Besuch im Buckingham Palace oder einem Termin im weißen Haus. Oder bei dem ersten Treffen mit den Schwiegereltern. Da sind Jeans tabu, meint Wintour.

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7. No-Go: Partnerlook

Wintour selbst sagt, dass sie nur wenige Models und Menschen kennt, die wirklich ihrem eigenen Stil treu geblieben sind und sich nicht von Stylisten verfremdet haben lassen. Jeder Mensch ist ein Individuum, deswegen rät sie auch ausdrücklich von sogenannten Partnerlooks ab. Das würde albern aussehen und könnte niemals beiden Parteien gerecht werden, denn jeder Mensch sollte seinen eigenen Look haben.