FilmAaron Sorkin war für die Regie von ‚The Social Reckoning‘ nur ‚zweite Wahl‘

Aaron Sorkin - May 2019 - Photoshot - Drama League Awards Ceremony
Aaron Sorkin hat gestanden, dass er selbst seine "zweite Wahl" für die Regie von 'The Social Reckoning' gewesen sei, da er sich David Fincher als Regisseur des Films gewünscht habe.
Aaron Sorkin war selbst seine „zweite Wahl“ für die Regie von ‚The Social Reckoning‘.
Der Drehbuchautor hätte lieber David Fincher erneut hinter der Kamera gesehen, doch ein Exklusivvertrag des Filmemachers mit Netflix machte diese Zusammenarbeit unmöglich. Sorkin schrieb das Drehbuch für den Film, der die Geschichte seines Oscar-prämierten Films ‚The Social Network‘ aus dem Jahr 2010 fortsetzt. Damals führte Fincher Regie. Im Podcast ‚Awards Chatter‘ von ‚The Hollywood Reporter‘ räumte der 65-Jährige ein, dass er sich zunächst einen anderen Regisseur gewünscht hatte.
„Ich war meine eigene zweite Wahl für die Regie“, erklärte er. „Mir wäre es lieber gewesen, David Fincher hätte Regie geführt. Eigentlich würde ich mir wünschen, dass David Fincher bei jedem Film Regie führt. Aber er hat einen Exklusivvertrag mit Netflix, während dieser Film Sony gehört.“ Sorkin zählt zu den erfolgreichsten Drehbuchautoren Hollywoods und hat in den vergangenen zehn Jahren zunehmend selbst Regie geführt. Zu seinen Arbeiten hinter der Kamera gehören ‚Molly’s Game – Alles auf eine Karte‘, ‚The Trial of the Chicago 7‘ und ‚Being the Ricardos‘. Dennoch ist er überzeugt, dass er in der Filmbranche noch viel lernen muss. „Ein großer Teil von mir hat das Gefühl, dass ich erst vor wenigen Minuten ins Filmgeschäft eingestiegen bin und noch so vieles nicht weiß“, gestand er.
Gelegentlich spreche er mit angehenden Drehbuchautoren, die ihn fragten, ob man das Schreiben von Drehbüchern lernen könne. Seine Antwort: Wichtige Aspekte des Drehbuchschreibens ließen sich durchaus vermitteln und erlernen. Andere wiederum seien nicht erlernbar – und genau das meine man normalerweise, wenn man von Talent spreche. „Ich mache mir große Sorgen, dass ausgerechnet die Bereiche der Regie, in denen ich nicht gut bin, zu denen gehören, die man nicht lernen kann“, gestand Sorkin.
Zuvor hatte er bereits mit renommierten Regisseuren wie Rob Reiner, Mike Nichols und Danny Boyle zusammengearbeitet. Auch künftig möchte er von erfahrenen Filmemachern lernen. Gleichzeitig räumte Sorkin ein: „Ich war überrascht, wie wenig ich von der handwerklichen und technischen Seite des Filmemachens aufgenommen hatte. Wie sich herausstellt, fehlt mir jegliches visuelles Gespür.“







