FilmArmie Hammer: Rollen fernab seiner Persönlichkeit reizen ihn besonders

Armie Hammer - On the Basis of Sex NYC premiere - DEC 2018 - AVALON
Armie Hammer liebt es, Figuren zu spielen, die „weit von einem selbst entfernt“ sind.
Der 39-jährige Schauspieler ist demnächst in dem Film ‚Citizen Vigilante‘ zu sehen – seiner ersten Hauptrolle seit ‘Tod auf dem Nil‘ aus dem Jahr 2022 –, in dem er Sanders spielt, einen „Untergrund-Selbstjustizler, der es auf Gewaltverbrecher, Vergewaltiger und korrupte Richter abgesehen hat“.
Es ist wohl die gewalttätigste Rolle, die er bisher übernommen hat, aber Hammer sagte, es mache „mehr Spaß“, Figuren zu spielen, mit denen er sich nicht vergleichen könne. Er erklärte gegenüber ‚Comingsoon‘: „Als Schauspieler macht es mehr Spaß, eine Figur zu spielen, die einem selbst nicht ähnlich ist. Ich lebe in einer Welt voller Grautöne. Dieser Typ tut das nicht. Ein bisschen darin zu sein und die Gelegenheit zu haben, ein so klar definiertes Gefühl für Recht und Unrecht zu entwickeln, auch wenn es völlig subjektiv und keine allgemeingültige Sache ist.“
Er fügte hinzu, dass es noch mehr Spaß mache, an einem Film zu arbeiten, der „eine ganz bestimmte Sichtweise“ habe. „Ich muss dieser Sichtweise nicht zustimmen, um die Rolle zu spielen. Ich sage immer, ich war kein Zwilling, als ich ‚The Social Network‘ gedreht habe. In ‚Call Me by Your Name‘ bin ich nicht schwul. Man darf all diese Dinge tun, die außerhalb der eigenen Komfortzone liegen, und genau das macht für mich den Reiz aus. Das ist der Saft, den man aus der Zitrone herauspresst“, so der Darsteller weiter.
Wenn es um die Vorbereitung auf eine Rolle wie die des Sanders geht, sagte Hammer, er betreibe „viel Recherche“ und schließe sich der Haltung der Schauspiellehrerin Stella Adler hinsichtlich der Herangehensweise an. Er erklärte: „Ich schließe mich eher dem Ansatz von Stella Adler an, bei dem man zuallererst lernen muss, wer man selbst ist, und ein sehr klares Gespür dafür haben muss, was man denkt und wie man sich dabei fühlt. Erst dann kann man sich mit der Psychologie der Figur auseinandersetzen und herausfinden, wie sie über Dinge denkt und wie sie sich dabei fühlt. Auf diese Weise kann man eine klare Abgrenzung zwischen sich selbst und der Figur schaffen, damit man nicht versehentlich zu viel von sich selbst einfließen lässt.“
Ein weiterer Film, der bei dem Schauspieler demnächst anläuft, ist der Mafia-Film ‚Night Driver‘, dessen Dreharbeiten ihm nach eigenen Angaben „so viel Spaß“ gemacht haben.







