StarsFühlt sich Senta Berger manchmal einsam?

Senta Berger - 02.02.17 - Düsseldorf - Eventpress Golejewski BangShowbiz
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Senta Berger - 02.02.17 - Düsseldorf - Eventpress Golejewski

Bang ShowbizBang Showbiz | 20.09.2026, 10:00 Uhr

Senta Berger spricht offen über das Älterwerden, den Verlust ihres Ehemanns Michael Verhoeven und die Momente, in denen sie die Einsamkeit spürt.
In der WDR-Talkshow ‚Kölner Treff‘ gab die 86-jährige Schauspielerin Einblicke in eine Lebensphase, die für sie nicht immer leicht ist. Hinter Berger liegen bewegte Monate. Anfang des Jahres musste sie nach einem Sturz längere Zeit das Bett hüten. Gleichzeitig galt es, den Tod ihres Mannes zu verkraften. Michael Verhoeven starb vor zwei Jahren. Fast sechs Jahrzehnte waren die beiden miteinander verheiratet. Die gemeinsame Zeit habe auch geprägt, wie sie heute auf das Älterwerden blickt.

Berger war zuletzt zudem beruflich wieder eng mit ihrem Sohn Simon verbunden. Gemeinsam arbeiteten sie an ‚Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke‘. Für ihre Rolle in dem Film wurde sie in diesem Jahr mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Dabei hätte sie das Engagement zunächst beinahe abgelehnt. Erst ihr Mann soll sie dazu ermutigt haben, die Aufgabe anzunehmen. Überhaupt habe Verhoeven eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt – auch bei ihrem eigenen Verständnis von Emanzipation. Berger betonte im ‚Kölner Treff‘, dass ihr Mann selbst emanzipiert gewesen sei. Sie habe schon früh verstanden, dass sie diesen Weg nur mit einem Partner gehen könne, der ihr auf Augenhöhe begegne.

Heute beschäftigt sie zudem die gesellschaftliche Entwicklung. Dass alte Rollenbilder und aggressive Auseinandersetzungen wieder stärker sichtbar würden, bereite ihr Sorgen. Besonders der Umgangston in sozialen Netzwerken störe sie. Berger kritisierte dort verbreitetes „Bashing“, Beschimpfungen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Ob sie sich selbst einsam fühle? Nur selten, erklärte die Schauspielerin. Dennoch sei der Verlust ihres Partners beim Blick auf das eigene Alter nicht auszublenden. „Ich bin Witwe, das darf ich nicht vergessen, wenn mir das Altern jetzt schwerfällt.“ Zu zweit hätten sie das Älterwerden mit viel Humor genommen. Seit Verhoevens Tod falle ihr dieser Prozess schwerer. Manchmal gelinge es ihr, den Gedanken beiseite zu schieben, dass sie sich im letzten Lebensabschnitt befinde. Doch gelegentlich werde sie morgens von der Realität eingeholt: „Ich bin so alleine und ich werde bald 86.“ Dann seien es ihre Kinder, die sie wieder ins Hier und Jetzt holten.