FilmJesse Eisenberg erklärt, warum er bei ‚The Social Reckoning‘ absagte

Jesse Eisenberg - March 2025 - Avalon - Vanity Fair Oscar Party
Jesse Eisenberg erklärt, warum er bei 'The Social Reckoning' absagte.
Jesse Eisenberg wollte nicht erneut in die Rolle von Mark Zuckerberg schlüpfen.
Obwohl ihm das Drehbuch zu ‚The Social Reckoning‘ gefiel und er die Arbeit von Autor Aaron Sorkin schätzt, lehnte der 42-jährige Schauspieler eine Rückkehr ab. Der Grund: Er wollte nicht monatelang über soziale Medien und Technologien sprechen, mit denen er sich nach eigenen Angaben kaum beschäftigt. 2010 verkörperte Eisenberg den Facebook-Gründer in dem Film ‚The Social Network‘. Für die Fortsetzung stand er jedoch nicht zur Verfügung. Gegenüber ‚Deadline‘ erklärte er, dass er den neuen Film bislang noch nicht gesehen habe, da dieser gerade erst erschienen sei. Dennoch habe er bereits zahlreiche Gedanken dazu. „Ich liebe das Drehbuch und ich liebe Aaron Sorkin sehr. Es war eine große Ehre, beim ersten Film dabei zu sein, wenn man ihn denn als ersten Film bezeichnen kann“, sagte Eisenberg. Trotzdem habe er nicht noch einmal mit der Figur in Verbindung gebracht werden wollen. Vor allem die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit habe ihn abgeschreckt. „Ich wollte nicht ein Jahr lang Interviews geben und über etwas sprechen, von dem ich nichts verstehe“, erklärte der Schauspieler. Er nutze die betreffende Plattform selbst nicht und interessiere sich auch privat nicht besonders für diese Art von Technologie. „Ich möchte einfach nicht ihr Repräsentant sein.“ Dass der Film gelungen sein könnte, schließe er damit allerdings nicht aus.
Auch mit der Tech-Branche habe Eisenberg nach eigener Aussage nie etwas zu tun gehabt. Auf die Frage, wie es sich anfühle, sowohl die Rolle als auch die Technologiewelt hinter sich gelassen zu haben, reagierte er mit einer Klarstellung: „Ich war nie Teil der Technologiewelt.“ Zwar sehe er möglicherweise aus wie jemand, der den ganzen Tag vor einem Computer oder Fernseher sitze, tatsächlich sei das aber nicht der Fall.
Drehbuchautor Aaron Sorkin, der später Jeremy Strong für die Rolle des Zuckerberg verpflichtete, hatte zunächst nicht damit gerechnet, dass Eisenberg absagen würde. Wie er gegenüber ‚Entertainment Weekly‘ erzählte, traf er den Schauspieler auf einer Party, als das Drehbuch fast fertig war. Er kündigte an, ihm das Skript einige Wochen später zu schicken. Dass Eisenberg ablehnen könnte, sei ihm damals überhaupt nicht in den Sinn gekommen.
Als die Absage kam, versuchte Sorkin über ein verlängertes Wochenende hinweg, den Darsteller umzustimmen. Dafür erstellte er eigens eine Liste mit Argumenten. Unter anderem verwies er darauf, dass Eisenberg bereits bewiesen habe, wie gut er die Rolle spielen könne, und zählte besondere Szenen auf, die ihn im neuen Film erwartet hätten. Selbst die Aussicht auf eine hohe Gage überzeugte den Schauspieler nicht. Sorkin bezeichnete das scherzhaft als „frustrierend“. Eisenberg lege offenbar wenig Wert auf Geld und wolle seine Kinder nicht mit zu großem finanziellem Wohlstand aufwachsen lassen. Ganz erfolglos blieb Sorkins Überzeugungsarbeit allerdings nicht. Eisenberg habe ihm schließlich gesagt, dass er dessen Meinung stärker ins Wanken gebracht habe, als er erwartet hätte. Für den 65-jährigen Filmemacher war das zumindest ein kleiner Erfolg.







