StarsJessica Haller spricht offen über Depressionen und ihren Klinikaufenthalt

Jessica Paszka und Johannes Haller - Instagram 2020
jessica haller hat im Podcast ‚M wie Marlene‘ erstmals seit längerer Zeit ausführlich über ihre Depressionen und ihren Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik gesprochen.
Sie wolle mit ihrer Geschichte anderen Menschen Mut machen und deutlich machen, dass es in Ordnung sei, Hilfe anzunehmen, wenn die psychische Belastung zu groß werde. „Ich möchte den Frauen und Männern und jüngeren und älteren Leuten sagen, dass es okay ist, wenn die Seele mal nach Ruhe schreit“, erklärte sie.
Die ehemalige ‚Bachelorette‘ schilderte, dass sie über Jahre hinweg vor allem darauf bedacht gewesen sei, dass es den Menschen in ihrem Umfeld gut gehe. Dabei habe sie ihre eigenen Bedürfnisse zunehmend vernachlässigt. Rückblickend habe sie festgestellt, dass sie ihre Gedanken, Gefühle und körperlichen Warnsignale nicht mehr ausreichend wahrgenommen habe. Nach ihren Angaben litt sie über einen längeren Zeitraum unter starken Rücken- und Kopfschmerzen. Trotz der Beschwerden habe sie ihren Alltag und berufliche Verpflichtungen weitergeführt. In besonders stressigen Phasen habe sie sich medizinisch behandeln lassen, um arbeitsfähig zu bleiben. Heute sehe sie dieses Verhalten kritisch. „Ich habe mich mit Schmerzmitteln betäuben lassen, damit mein Körper hinterherkommt“, sagte sie.
Im Gespräch mit Moderatorin Marlene Lufen machte Haller deutlich, dass sich ihre Depression schleichend entwickelt habe. Die ständigen Schmerzen und das Ignorieren der eigenen Grenzen hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt. Zudem habe sie das Gefühl gehabt, ständig beschäftigt sein zu müssen, um belastenden Gedanken aus dem Weg zu gehen. Der endgültige Zusammenbruch sei schließlich nach einer emotional fordernden Zeit gekommen, in der sie viel Kraft für die Familie ihres Mannes aufgebracht habe. Kurz darauf habe sie gemerkt, dass ihre Reserven erschöpft seien. „Jetzt bin ich komplett leer. Ich bin nicht mehr aus dem Bett gekommen“, erinnerte sie sich.
Schließlich entschied sich Haller für einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Ihren Zustand vor der Behandlung beschrieb sie mit den Worten: „Ich war einfach wie so ein Wrack. Wie so eine Hülle.“ Insgesamt verbrachte sie drei Monate in der Einrichtung. Auch wenn sie bis heute gelegentlich mit Schuldgefühlen kämpfe, bereue sie diesen Schritt nicht. Durch die Therapie habe sie ihre Lebensfreude zurückgewonnen und wieder zu sich selbst gefunden.





