FilmJohn Carpenter: ‚Halloween‘-Franchise wurde ihm ‚aus der Hand genommen‘

John Carpenter - 2018 - Getty
John Carpenter glaubte nicht, dass es „noch irgendeine Geschichte zu erzählen gab“, die eine Fortsetzung von ‚Halloween‘ rechtfertigen würde.
Der Regisseur inszenierte und schrieb 1978 an dem Horrorfilm mit, der dem Publikum Michael Myers vorstellte. 1981 folgte eine Fortsetzung. In einem Interview mit ‚The Guardian‘ räumte John jedoch ein, dass er sich mit der Entscheidung der Filmverantwortlichen, nach dem Erfolg des ersten Films einen Nachfolger zu produzieren, nicht anfreunden konnte. Der Film spielte bei einem Budget von nur 325.000 Dollar weltweit allerdings mehr als 70 Millionen Dollar ein.
Er sagte: „Ich dachte nicht, dass noch irgendeine Geschichte übrig war. Aber sie – also Universal Pictures und die Produzenten – wollten es machen, ob ich nun wollte oder nicht. Was sollte man also tun?“ John schrieb schließlich das Drehbuch zu ‚Halloween II‘, entschied sich jedoch dagegen, bei dem Film Regie zu führen.
Nach dem Original und der Fortsetzung entstanden elf weitere ‚Halloween‘-Filme. Da John sowohl der ursprüngliche Schöpfer des Stoffes als auch der Figuren war, verdiente er weiterhin an jedem Film mit, obwohl er später weder am Drehbuch noch an der Regie beteiligt war. Er sagte: „Universal nahm es mir aus der Hand, aber sie mussten mich jedes Mal bezahlen, wenn sie einen Film machten. Ich sitze auf dem Sofa, und ein Scheck landet in meiner Hand. Was soll daran falsch sein? Ich muss zugeben: Trotz aller Rebellion in der Welt bin ich ein glücklicher Kapitalist.“
John ist inzwischen auch als Musiker erfolgreich. Gemeinsam mit seinem Sohn Cody und seinem Patensohn Daniel Davies geht er auf Tour, spielt seine Filmmusiken und komponiert neue Musik. Gegenüber ‚The Guardian‘ erklärte er jedoch, dass er wegen seiner Zeit in Hollywood keinen Groll hege. Er sagte: „Ich habe großartige Erfahrungen mit Schauspielern gemacht. Ich habe die Zusammenarbeit mit Sam Neill, Jeff Bridges, Kurt Russell und meinen Hauptdarstellerinnen geliebt. Ich liebe sie alle. Ich hatte eine fantastische Zeit. Jetzt mache ich Musik. Ich meine, besser kann es nicht werden. Wirklich nicht.“







