MusikKeith Duffy behauptet, Ronan Keating habe große Boyzone-Tour blockiert – und spricht über frühere Spannungen

Boyzone - London Palladium 2019 - McVirn Etienne/Avalon
Der Boyzone-Star findet es schade, dass sein Bandkollege keine Lust auf eine größere Tour hatte.
Keith Duffy behauptet, dass Boyzone eine große Tournee angeboten worden sei, bevor Ronan Keating die Idee abgelehnt habe.
Die Boyband – zu der außerdem Michael Graham und Shane Lynch gehören – wird am 5. und 6. Juni für zwei Konzerte im Emirates Stadium in London auf die Bühne zurückkehren. Es sind die ersten Live-Auftritte der Gruppe seit ihrer fünftägigen Konzertreihe im London Palladium im Jahr 2019. Keith erklärte, er würde gerne weitere Konzerte mit seinen „Brüdern“ spielen, doch Ronan habe deutlich gemacht, dass er eine größere Tour aufgrund anderer Verpflichtungen und seines Familienlebens nicht für „gesund“ halte.
Im Gespräch mit der Zeitung ‚The Sun‘ enthüllte Keith: „Unsere langjährigen Veranstalter und Agenten boten uns riesige Tourneen mit 40 Terminen an. Ich war mehr als bereit, das zu machen, aber ich hatte keine Kontrolle darüber und traf die Entscheidungen nicht.“ Der Sänger ergänzte, dass jedes Bandmitglied der Tour zustimmen müsse. „Sie kostet viel Zeit und Energie, und alle müssen sich voll darauf einlassen. Ich war zu hundert Prozent bereit für eine Boyzone-Tour“, betonte er.
Für ihn sei das der richtige Weg gewesen. „Aber Ronan wollte das nicht. Er wollte nur ein paar Stadionkonzerte spielen und es dabei belassen“, äußerte er sich enttäuscht. Zugleich zeigte er Verständnis dafür, dass der ‚When You Say Nothing at All‘-Interpret seine eigene Karriere habe. „Er hat unglaublich viel um die Ohren. Er arbeitet bei ‚The Voice Australia‘ und ‚The Voice of Germany‘ und lebt zwischen Dubai und Australien. Für ihn passt das momentan einfach nicht“, erklärte Keith.
Abseits von Boyzone tritt der 51-Jährige mit Boyzlife auf, seinem Duo mit dem ehemaligen Westlife-Mitglied Brian McFadden. Dort genieße er es, Mitspracherecht zu haben. „Ich bin Co-Manager der Marke. Wir entscheiden gemeinsam, was wir tun, wohin wir gehen, wie lange wir unterwegs sind, was wir aufnehmen. Wir schreiben und produzieren zusammen“, sagte er. Über Boyzone äußerte sich Keith deutlich kritischer: „Ich hatte dort nie Kontrolle – weder darüber, ob wir uns trennen, zusammenbleiben, pausieren oder ins Studio gehen.“ Das habe ihn frustriert und verletzt.
Zudem behauptete er, einige Mitglieder seien früher „kleingemacht und beleidigt“ worden und hätten im Hintergrund stehen müssen, während andere die Hauptgesangsparts übernahmen. „Boyzone galt historisch immer als die Stimme von Stephen Gately und Ronan Keating“, so Keith.







