MusikLewis Capaldi will keinen Hits mehr hinterherjagen

Lewis Capaldi - Glastonbury 2025 - Avalon BangShowbiz
Lewis Capaldi - Glastonbury 2025 - Avalon BangShowbiz

Lewis Capaldi - Glastonbury 2025 - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 24.05.2026, 12:10 Uhr

Der Sänger will sich künftig weniger darauf konzentrieren, charttaugliche Songs zu produzieren.

Lewis Capaldi findet, dass seine Fans „Besseres verdienen“, als dass er nur noch auf der Jagd nach Hits ist.
Der schottische Sänger wurde von seinen Freunden Sam Fender und Grian Chatten dazu inspiriert, seine Musik wieder stärker als Kunst zu betrachten und bewusster mit seiner Arbeit im Studio umzugehen. Im Gespräch mit ‚Billboard UK‘ sagte er: „[Sam und Grian] sprechen über Musik als Kunst – und ich weiß, das klingt verdammt verrückt von jemandem, der selbst Musiker ist – aber sie geben wirklich einen verdammten Mist auf alles, was sie veröffentlichen.“ Das sei für ihn sehr inspirierend.

„Was sie mir vermittelt haben, ist, sich im Studio wirklich Zeit zu nehmen und endlich wieder richtig darauf zu achten, was ich sage und wie die Songs klingen“, fügte der ‚Someone You Loved‘-Interpret hinzu. Rund um sein zweites Album habe er sich so sehr darauf konzentriert, einen Hit zu landen, „dass ich Sachen einfach schnell zusammengeschustert und Songs an Produzenten weitergegeben habe“. So wolle er nie wieder vorgehen. „Ich will nie wieder irgendetwas halbherzig machen. Die Leute, die meine Musik hören, verdienen Besseres – und ich selbst auch“, betonte der 29-Jährige.

Lewis fühlt sich inzwischen „glücklich und sicher“ genug, um zuzugeben, dass er momentan selbst nicht genau weiß, wie seine Zukunft aussehen wird. Für sein nächstes Album möchte er jedoch mit neuen Leuten zusammenarbeiten und an „jedem einzelnen Aspekt der Produktion“ beteiligt sein – ohne beim Aufnahmeprozess Kompromisse einzugehen. „Ich fühle mich so verwirrt und verloren wie noch nie zuvor in meiner Karriere. Aber das ist eigentlich etwas sehr Gutes; ich habe das Gefühl, absolut keine Ahnung zu haben, was ich verdammt nochmal tue“, gestand er.

Nachdem Lewis mit Burnout und dem Tourette-Syndrom zu kämpfen hatte, erhielt er Unterstützung von Künstlern wie David Gray und Elton John. Diese Hilfe möchte er nun an andere Musiker weitergeben, die ähnliche Schwierigkeiten erleben. So kontaktierte er auch Lola Young, als sie im vergangenen Jahr mit ihrer plötzlich wachsenden Bekanntheit zu kämpfen hatte. „Lola ist großartig, sie ist unglaublich“, schwärmte der ‚Before You Go‘-Künstler. „Ich habe ihr eine lange Nachricht geschickt, in der ich schrieb: ‚Du musst darauf nicht antworten, aber ich weiß, wie du dich fühlst.'“