FilmNeue Richtung: Jesse Eisenberg lehnte Rückkehr als Mark Zuckerberg in ‚The Social Reckoning‘ ab

Jesse Eisenberg - A Real Pain Premiere during the 68th BFI London Film Festival London - Getty
Jesse Eisenberg hat erklärt, warum er die Gelegenheit ausschlug, seine Rolle als Mark Zuckerberg in Aaron Sorkins kommendem Film 'The Social Reckoning' wieder aufzunehmen. Der Film ist die Fortsetzung des Erfolgsfilms 'The Social Network' aus dem Jahr 2010.
Jesse Eisenberg hat sich gegen eine Rückkehr als Zuckerberg entschieden, weil er sich „in seinem Leben in eine andere Richtung entwickelt“.
Der 42-jährige Schauspieler verkörperte den Facebook-Gründer im Film ‚The Social Network‘ von 2010. Nun erklärte er, dass er mit dieser Figur abschließen wolle. Deshalb wird die Rolle des Zuckerberg in Aaron Sorkins Fortsetzung nun von Jeremy Strong übernommen.
Bei der Premiere von ‚Minions and Monsters‘, in dem Eisenberg der Figur Dort seine Stimme leiht, sagte er gegenüber ‚Variety‘: „Es ist eine Ehre, überhaupt mit Aaron sprechen zu dürfen, denn er ist so wortgewandt, charmant und unglaublich klug.“ Die beiden Stars hätten mehrere Tage lang darüber gesprochen, den Film gemeinsam zu machen. Jesse fügte hinzu: „Aaron spricht genauso wunderbar, wie er schreibt. Wenn man mit ihm nicht zusammenarbeitet, hat man fast das Gefühl, als würde man ganz Amerika enttäuschen.“ Der Star aus ‚A Real Pain‘ fügte aber hinzu: „Ich habe ihm einfach gesagt, dass ich mich in meinem Leben in eine andere Richtung entwickle. Ich möchte einfach nicht länger mit dieser Figur in Verbindung gebracht werden. Meine Gründe, den Film nicht machen zu wollen, haben jedoch überhaupt nichts damit zu tun, wie großartig der Film ist, sein wird oder wahrscheinlich bereits jetzt schon ist.“
Sorkin hatte Anfang des Monats verraten, dass er drei Tage lang versucht habe, Eisenberg von einer Rückkehr als Zuckerberg zu überzeugen, ehe ihm klar geworden sei, dass seine Bemühungen vergeblich waren. Der Schöpfer von ‚The West Wing‘ sagte gegenüber ‚Vanity Fair‘: „Ich hatte das Gefühl, die Rolle gehöre ihm, und er hatte sich mit ihr bereits mehr als bewährt. Er wollte einfach nicht länger mit Mark Zuckerberg gleichgesetzt werden. Er hat seine Probleme mit diesem Mann. Es gefällt ihm nicht, wenn Kinder ihn auf Flughäfen ansprechen und ihm Visitenkarten mit der Aufschrift ‚I’m CEO, b****‘ zum Unterschreiben hinhalten.“
‚The Social Reckoning‘, der im Oktober erscheinen soll, erzählt die Geschichte der Whistleblowerin Frances Haugen, gespielt von Mikey Madison. Haugen veröffentlichte Zehntausende interne Dokumente, aus denen hervorging, dass Facebook sich der schädlichen Auswirkungen seiner Plattform auf die Gesellschaft bewusst gewesen sein soll. Die Oscar-Preisträgerin erklärte, sie habe es sehr genossen, die „sanften Seiten“ ihrer Figur herauszuarbeiten. Der Star aus ‚Anora‘ sagte: „An ihr war überhaupt nichts Hartes – sie bestand nur aus sanften Seiten. Es hat mir großen Spaß gemacht, ihre zurückhaltenden Eigenheiten, ihre Maushaftigkeit und ihre ständige nervöse Abwägung jeder einzelnen Situation auszuarbeiten – ohne dass sie jemals wirklich zur Ruhe kommt.“







