Film‚Obsession‘-Star Inde Navarrette wollte beim Dreh keine Freundschaften schließen

Inde Navarrette - Los Angeles Special Screening Of Focus Features' "Obsession" - Arrivals - Getty
'Obsession'-Star Inde Navarrette wollte beim Dreh keine Freundschaften schließen.
Inde Navarrette wollte während der Dreharbeiten zu ‚Obsession‘ bewusst keine engen Freundschaften schließen.
Die 25-jährige Schauspielerin verfolgte damit eine ungewöhnliche Strategie, um sich möglichst intensiv auf ihre Rolle als Nikki einzulassen. Bei einer Sondervorführung des Horrorfilms von Regisseur Curry Barker, die am Mittwoch (16. September) im Fine Arts Theatre in Beverly Hills stattfand, sprach Navarrette über ihre Herangehensweise an die Dreharbeiten. „Etwas, das ich an einem Set noch nie zuvor gemacht hatte, war, zu ‚Obsession‘ zu gehen und mir zu sagen: Ich will keine Freunde finden“, erklärte sie. Dabei sei es ihr keineswegs darum gegangen, unfreundlich oder schwierig zu wirken. Vielmehr habe sie ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Arbeit richten wollen. „Ich möchte mich wirklich auf die Arbeit konzentrieren und dieser Rolle gerecht werden“, schilderte Navarrette ihre Gedanken. Für die Schauspielerin war das Projekt besonders wichtig, weil sie darin ihre „erste Gelegenheit gesehen habe, meine Bandbreite zu zeigen“. Sie wollte deshalb verhindern, dass irgendetwas ihre Konzentration beeinträchtigte.
Navarrette erklärte, sie habe befürchtet, dass enge Freundschaften am Set zu einem Problem werden könnten. Wenn sie sich für eine Szene zurückziehen und emotional sammeln müsse, hätte sie möglicherweise Angst gehabt, die Gefühle ihrer Kollegen zu verletzen. Die ungewöhnliche Strategie ging offenbar auf. Navarrette beschrieb die Atmosphäre während des Drehs als „super professionell“. Gerade die Zusammenarbeit mit Barker habe davon profitiert. Wenn sie einige Minuten für sich gebraucht habe oder zu ihm kommen wollte, sei der Umgang miteinander zunächst sehr sachlich und auf die Arbeit fokussiert gewesen. „Jetzt sind wir Freunde. Aber am Anfang war es eher die Frage: Wie können wir diesen Film so gut wie möglich umsetzen?“, sagte sie.
Im Mittelpunkt von ‚Obsession‘ steht Nikki, in die sich ihr Freund Bear, gespielt von Michael Johnston, auf ungewöhnliche Weise verliebt. Barker zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie sehr Navarrette bereit gewesen sei, sich für die Rolle aus ihrer Komfortzone zu bewegen. „Auf der anderen Seite der Kamera stehen eine Menge Menschen. Von ihr zu verlangen, sich vor all diesen Leuten zum Narren zu machen, war eine große Sache“, sagte der Regisseur. Ihm sei es deshalb wichtig gewesen, die Stimmung am Set spielerisch zu halten und dafür zu sorgen, dass sich alle Beteiligten wohlfühlten. Zugleich habe Navarrette die Figur der Nikki deutlich verändert. Barker hatte sie ursprünglich als „sehr süßes Mädchen von nebenan“ geschrieben. Bereits beim gemeinsamen Vorsprechen sei ihm jedoch aufgefallen, dass Navarrette eine deutlich frechere und selbstbewusstere Seite mitbrachte. „Inde hat etwas eingebracht, das ziemlich offensichtlich schon beim Chemie-Lesen da war und irgendwie frech war“, erklärte Barker. Dadurch sei auch die Beziehung zwischen Nikki und Bear anders geworden. „Was das wirklich bewirkt hat, war, dass Bear noch viel stärker in der Freundschaftsschublade gelandet ist, als ich es ursprünglich geschrieben hatte.“







