StarsRuth Moschner verdiente mehr, als sie dünner war

Ruth Moschner - 26.03.2017 Cologne - Henning Kaiser dpa BangShowbiz
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Ruth Moschner - 26.03.2017 Cologne - Henning Kaiser dpa

Bang ShowbizBang Showbiz | 04.06.2026, 14:00 Uhr

Ruth Moschner verdiente mehr, als sie dünner war.

Ruth Moschner spricht offen über die Schattenseiten des Schönheitsideals.
In ihrem neuen Buch ‚Die Fuck-It-List-Challenge‘ setzt sich die Moderatorin und Autorin unter anderem kritisch mit dem gesellschaftlichen Schlankheitswahn auseinander. Dabei berichtet sie auch von eigenen Erfahrungen, die sie bis heute beschäftigen. Schon als Kind war Bewegung ein fester Bestandteil ihres Lebens. Moschner machte viel Sport und träumte sogar von einer Karriere als Ballerina. Doch gesundheitliche Probleme zwangen sie dazu, den Ballettunterricht aufzugeben. Später musste sie erleben, dass ihr Körper immer wieder bewertet wurde, besonders im Showgeschäft.

Im NDR-Format ‚Das! Rote Sofa‘ sprach die 49-Jährige mit Moderatorin Ilka Petersen über den Druck, dem Frauen in der Öffentlichkeit ausgesetzt sind. Dabei schilderte sie eine Erkenntnis, die sie selbst erschütterte: „Ich habe tatsächlich erschreckenderweise festgestellt, dass ich in den Phasen, in denen ich dünn war und Größe 34/36 hatte, die meisten Angebote bekommen und mehr Geld verdient habe.“ Besonders irritierend sei für sie gewesen, wie sich die Wahrnehmung ihrer Person veränderte. Unternehmen, die sie früher abwertend als „Presswurst“ bezeichnet hätten, seien später auf sie zugekommen, um sie als Model für ihre Kleidung zu engagieren. Diese Entwicklung bezeichnete Moschner als „sehr schockierend“. Auch die Reaktionen ihres Umfelds nach einer deutlichen Gewichtsabnahme hätten sie nachdenklich gemacht. Plötzlich sei sie anders behandelt worden. Rückblickend beschreibt sie die Situation mit den Worten, es sei gewesen, „als hätte man einen Weg zum Weltfrieden gefunden“.

Seit Jahren engagiert sich Moschner gegen Bodyshaming. In der ZDF-Sendung ‚Volle Kanne‘ kritisierte sie die widersprüchlichen Erwartungen an Frauenkörper: „Wir feiern den Bauch der schwangeren Frau, den wir nur wenige Wochen nach der Geburt shamen, weil er nicht mehr die richtige Form hat.“ Dass sie heute selbstbewusst zu ihrem Körper steht, machte sie bereits 2016 in einem Interview mit ’spot on news‘ deutlich. Damals erklärte sie: „Ich habe mit meinen Kurven Frieden geschlossen.“