Stars‚The Big Bang Theory‘: Cast fand es ’schwierig‘ Chuck Lorre zu begegnen

Mayim Bialik as Amy Farrah Fowler in The Big Bang Theory - SKY
'The Big Bang Theory': Der Cast fand es 'schwierig', Chuck Lorre während des Streits mit Charlie Sheen zu erleben.
Mayim Bialik hat erzählt, wie schwer es für die Besetzung von ‚The Big Bang Theory‘ war, ihren Produzenten Chuck Lorre während dessen öffentlicher Auseinandersetzung mit Charlie Sheen zu erleben.
Die heute 50-jährige Schauspielerin verkörperte fast ein Jahrzehnt lang Amy Farrah Fowler in der beliebten Sitcom, die von 2007 bis 2019 lief. Für Chuck, der damals mit den Turbulenzen rund um seine andere Erfolgsserie ‚Two and a Half Men‘ zu kämpfen hatte, sei ‚The Big Bang Theory‘ zu einem „sicheren Rückzugsort“ geworden. In ihrem Podcast ‚Mayim Bialik’s Breakdown‘, den sie gemeinsam mit Jonathan Cohen moderiert, sprach Mayim mit Chuck persönlich über diese Zeit. Auf die Frage ihres Co-Moderators, wie sie dazu stehe, dass Chuck die Serie damals als Zufluchtsort empfunden habe, antwortete sie: „Ich erinnere mich noch an diese Jahre. Es war für uns wirklich, wirklich schwer, ihn in dieser Situation zu erleben.“
Die Aussagen stammen aus einer am Dienstag (20. Oktober) veröffentlichten Folge des Podcasts, über die ‚Entertainment Weekly‘ berichtete. Mayim betonte, dass viele Menschen angesichts des Konflikts wenig Mitgefühl für den erfolgreichen Produzenten aufgebracht hätten. „Viele sagen dann: ‚Selbst schuld‘ oder: ‚Du bist doch ein reicher Produzent.‘ Aber hinter all dem steckt eben auch eine menschliche Seite“, erklärte sie.
Im Jahr 2011, gegen Ende der achten Staffel von ‚Two and a Half Men‘, hatte Charlie Sheen seinen Produzenten öffentlich als „Clown“ und „kleinen, dummen Mann“ beschimpft. Infolge des eskalierenden Streits wurde der Schauspieler schließlich aus der Serie entlassen. Sheen reagierte darauf mit einer Klage wegen unrechtmäßiger Kündigung, in der er 100 Millionen US-Dollar forderte. Der Rechtsstreit wurde später außergerichtlich beigelegt.
Mayim erinnerte daran, dass Chuck Lorre nicht nur ein erfolgreicher Produzent sei, sondern auch ein Mensch mit einer eigenen Geschichte. „Chuck ist ein Typ aus Long Island. Er ist Musiker und wollte eigentlich nur auf der Bühne Gitarre spielen und hübsche Frauen kennenlernen, oder?“, sagte sie. Sie fuhr fort: „Es steckt etwas zutiefst Menschliches darin, wenn jemand, mit dem man zusammenarbeitet, schwer krank ist, sich nicht gerade freundlich verhält und einen dann auch noch öffentlich angreift. Das ist eine sehr, sehr intensive Erfahrung. Und damals steckte auch die Zeit der sozialen Medien noch in den Anfängen.“
Mayim zufolge trugen die sozialen Netzwerke erheblich dazu bei, den Konflikt weiter anzuheizen. Charlie Sheens Beleidigungen gegen Chuck, zu denen auch antisemitische Äußerungen gehörten, seien dadurch zusätzlich verstärkt worden. Mit Blick auf die heutige Medienlandschaft merkte sie scherzhaft an, dass ein vergleichbarer Vorfall heutzutage vermutlich kaum noch für großes Aufsehen sorgen würde. Es wäre dann einfach „ein weiterer Tag“ und „ein weiterer Schauspieler, der einen Produzenten beschimpft“. Damals sei die Empörung jedoch enorm gewesen. „Damals war es eher so: ‚Was?!‘ Und dann war da auch noch Charlie Sheen – ein Schauspieler aus einer echten Hollywood-Dynastie. Sein Vater ist Martin Sheen, sein Bruder Emilio Estevez! Ganz ehrlich, das ist Hollywood-Adel. Die ganze Geschichte war riesig“, erinnerte sich Mayim.
Charlie Sheen begab sich 2011 in eine Entzugsklinik. Zwei Jahre später versuchte er, wieder Kontakt zu Chuck Lorre aufzunehmen und sich mit ihm zu versöhnen. Sein Versuch blieb jedoch zunächst unbeantwortet. Der Produzent erklärte damals, Sheens öffentlicher Zusammenbruch habe ihm „das Herz gebrochen“. Erst 2023 fanden die beiden wieder zueinander. Chuck Lorre engagierte Sheen für seine HBO-Comedyserie ‚Bookie‘ und ermöglichte damit eine erneute Zusammenarbeit. Im Gespräch mit ‚Variety‘ schilderte der Produzent damals seine Gefühle vor dem Wiedersehen: „Ich war nervös. Aber kaum hatten wir angefangen zu reden, erinnerte ich mich daran, dass wir einmal Freunde gewesen waren.“ Er ergänzte: „Und plötzlich fühlte es sich an, als wäre diese Freundschaft wieder da. Ich möchte das nicht zu sentimental darstellen, aber es war heilsam.“ Auch Charlie sei bereit gewesen, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. „Als er zur gemeinsamen Drehbuchlesung für die Folge kam, ging ich auf ihn zu, und wir umarmten uns. Es war einfach großartig“, erinnerte sich Chuck. Die erneute Zusammenarbeit markierte damit einen wichtigen Schritt zur Versöhnung nach einem der öffentlichkeitswirksamsten Konflikte der US-Fernsehbranche.







