MusikTony Iommi: Wie Musik ihm durch seine Krebserkrankung half

Tony Iommi - September 2022 - Avalon - The Boisdale Music Awards
Während seiner Krebsbehandlung war Black-Sabbath-Star Tony Iommi fest entschlossen, sich weiterhin im Studio zu beschäftigen.
Tony Iommi ist überzeugt, dass ihm die Musik während seiner Krebserkrankung geholfen hat, diese schwierige Zeit zu überstehen.
Der Black-Sabbath-Gitarrist erhielt 2012 die Diagnose Non-Hodgkin-Lymphom und musste sich monatelang einer anstrengenden Behandlung unterziehen. Gleichzeitig arbeitete er am 2013 erschienenen Album ’13‘ der Band und pendelte dafür zwischen Großbritannien und Los Angeles. Sich voll und ganz auf die Aufnahmen zu konzentrieren, habe dem Musiker geholfen, mit der Situation umzugehen.
In einem Interview mit Krishnan Guru-Murthy für den Channel-4-News-Podcast ‚Ways to Change the World‘ scherzte Tony: „Ich frage mich immer noch, wann ich wohl umkippen werde. Ja, das tue ich.“ Er ergänzte, dass ihm seine kreative Arbeit Freude bereite und ihm Kraft gebe. Selbst nach der Krebsdiagnose habe er unbedingt weiterarbeiten wollen, um sich abzulenken und nicht einfach aufzugeben. „Und es hat funktioniert“, betonte der 78-Jährige.
Für die Aufnahmen zu ’13‘ war Tony nach den Arbeiten mit Produzent Rick Rubin nach Los Angeles geflogen. Anschließend musste er für eine Behandlung zurück nach Großbritannien reisen, bevor er erneut nach Los Angeles flog, um die Aufnahmen fortzusetzen. Dabei habe ihm vor allem geholfen, sich auf die Musik zu konzentrieren. „Ich musste mich wirklich auf die Musik fokussieren, und das hat mir sehr geholfen“, erklärte er.
Tony, der vergangene Woche sein neuestes Soloalbum ‚From The Dark‘ veröffentlichte, sprach außerdem darüber, wie sich seine Arbeitsweise seit dem Bau eines eigenen Heimstudios verändert habe. Dadurch könne er den Aufnahmeprozess inzwischen deutlich entspannter angehen. „Früher gab es bei Sabbath oder bei anderen Projekten immer eine zeitliche Begrenzung“, schilderte der Gitarrist. „Man musste sechs Wochen lang proben, um die Songs zu schreiben. Dann musste man natürlich das Studio buchen und dort aufnehmen. Und anschließend war man 18 Monate lang auf Tour.“ Bei seinem aktuellen Album habe er dagegen keinen solchen Druck verspürt. Gemeinsam mit seinem Tontechniker habe er flexibel an neuen Ideen gearbeitet und sich beispielsweise montags und dienstags Zeit dafür genommen.







