MusikVan Morrison verrät den einen Grund, warum er überhaupt auftritt

Van Morrison - Tom Kerridges pub in the park 2024 - Avalonb BangShowbiz
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Bang ShowbizBang Showbiz | 17.04.2026, 16:00 Uhr

Van Morrison würde „wahrscheinlich nicht“ auftreten, wenn es nicht die Plattensammlung seines Vaters gegeben hätte.
Der Sänger erklärte, dass seine frühe Prägung durch Jazz entscheidend für seine jahrzehntelange Karriere war. Auch seine Kindheit in seiner Heimatstadt Belfast habe seinen Zugang zur Musik stark geformt. Morrisons Vater, ein Elektriker bei der Werft Harland Wolff, spielte „Tag für Tag“ Jazzplatten und brachte ihn so früh mit einem Sound in Berührung, der später seine Mischung aus Soul, Blues und Folk prägen sollte.

Auf die Frage, ob er ohne die Plattensammlung seines Vaters heute auftreten würde, verriet der 80-Jährige: „Wahrscheinlich nicht. Das war ein enormer Einfluss. Ich habe schon als sehr kleines Kind Jazz gehört. Mein Vater hat Tag für Tag Jazzplatten gespielt. Skiffle ist aus dem Jazz entstanden, Blues ist aus dem Jazz entstanden – alles hängt miteinander zusammen.“ Morrison beschrieb Live-Auftritte als eine Form der Improvisation: „Wenn alles zusammenpasst, kann ich abheben, und die anderen können mir folgen.“

Sein aktuelles Album „Remembering Now“ (2025) entstand in einer besonders produktiven Phase. Diese folgte auf Kritik an Morrisons Aussagen während der Corona-Pandemie, als er unter anderem den Song ‚No More Lockdown‘ veröffentlichte. Über das Album sagte der Künstler: „Ich habe ziemlich viel negative Rückmeldungen bekommen, also wollten ich und die Musiker einfach etwas machen, das Spaß macht.“

Für seine frühe Verbindung zum Jazz wurde Morrison bei den Jazz FM Awards mit einem Preis für sein Lebenswerk geehrt. Mit Blick auf frühere Auszeichnungen – darunter seine Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame – meinte er: „Das hatte eigentlich mehr mit Rock als mit Rock ’n‘ Roll zu tun, was etwas verwirrend war. Rock ohne Roll.“ Sich selbst bezeichnete er als sehr introvertiert. „Die Person auf der Bühne – das ist eine Rolle, die ich spiele. Ich teile mich in zwei“, erklärte er. Auf die Frage, ob er auf der Bühne am glücklichsten sei, antwortete der Musiker klar: „Nein, nein, nein. Welche Emotion auch immer dort passiert – Traurigkeit, Wut, Freude – ich spiele sie nur.“