ABBA verraten Details zur Mega-Liveshow „Voyage“

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 28.10.2021, 20:30 Uhr

IMAGO / kpa / United Archives

ABBA versprechen uns ein Live-Spektakel, das die Welt so noch nicht gesehen hat. Wie das in etwa aussehen wird, verriet die Band in einem Interview.

Mega-Reunion und neues Album hin oder her: ABBA werden nie wieder gemeinsam touren, das ist in Stein gemeißelt. Das heißt aber nicht, dass auf Live-Konzerte mit Songs der Band verzichten müssen.

Im Gegenteil: Das schwedische Quartett plant wie bereits seit längerem bekannt für 2022 ein technisches Spektakel, bei dem ihre Avatare performen werden. In einem Interview mit dem „Guardian“ gaben ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus (76) und der Regisseur Baillie Walsh nun Einblicke auf das, was uns erwartet. Und das, daran lässt man keinen Zweifel, ist etwas ganz Großes.

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„Eine Erfahrung, die noch niemand zuvor gemacht hat“

In einem scheinen sich der Künstler und der Regisseur einig zu sein: Man geht dafür an die Grenzen des Machbaren. Ulvaeus zeigt sich enthusiastisch: „Die technische Seite, die Möglichkeit, etwas zu machen, was noch niemand zuvor gemacht hat, war so verlockend, dass man ihr kaum widerstehen konnte“, so der legendäre Musiker.

„Dieses Projekt hat sich verschlungen, aber es hat eine Art Rolle und eine Richtung, und es wird wunderbar sein zu sehen, was daraus wird. Es wird, denke ich, eine Erfahrung sein, die noch niemand zuvor gemacht hat“.

Der technische Aspekt der Live-Show

Ganz genaue Einblicke in die Live-Show gab der verantwortliche Regisseur Baillie Walsh, der sich unter anderem mit Musikvideos von Massive Attack einen Namen gemacht hat. „Das Schlüsselwort ist ‚Avatare‘, man erschafft also neue Versionen von Abba“, erklärt er.

„Wir haben Abba buchstäblich gefilmt, dann hat Wayne McGregor all ihre Bewegungen genommen und diese Bewegungen in jüngere Körperdoubles übertragen, so dass man die Seele von Abba in diesen jüngeren Körpern hat, und wir haben sie alle miteinander verschmolzen, aber es ist nicht in 3D. Sie gaben mir dieses Gebäude, in dem wir ein Live-Konzert ohne Hologramme veranstalten würden, das die Leute immer wieder besuchen wollen, mit einem Flachbildschirm. Das war meine größte Herausforderung: Wie können wir dieses Erlebnis, ein Live-Erlebnis, mit einem Flachbildschirm realistisch gestalten?“

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Was ABBA nicht verraten wollen

Die Frage, ob Zuschauer also auf eine große Leinwand blicken, möchte der Regisseur nicht beantworten. „Das wollen wir eigentlich nicht verraten, tut mir leid“, so Walsh. „Wenn wir beschreiben, wie wir etwas tun, ist es, als würden wir zu früh hinter den Vorhang blicken. Es ist irrelevant, wie wir das erreicht haben, was wir erreicht haben. Ich möchte, dass ihr kommt und weint.“

Das war’s mit ABBA

Übrigens: Wer nach dem Album „Voyage“ noch auf neue Musik hofft, dürfte enttäuscht werden.

„Das war es jetzt. Das muss es gewesen sein“

erklärt Benny Andersson (74). Entgegen anderslautenden Gerüchten habe er 1982 nie gesagt, dass es das für ABBA gewesen sein soll. „Ich selbst habe nie gesagt, dass Abba nie wieder stattfinden würde. Aber ich kann euch jetzt sagen: Das war’s“.