Amy Winehouse (†): Warum die Familie sauer auf ihren besten Freund ist

Amy Winehouse (†): Warum die Familie sauer auf ihren besten Freund ist
Amy Winehouse (†): Warum die Familie sauer auf ihren besten Freund ist

Foto: imago / Zuma Press

27.06.2021 21:30 Uhr

Sie war das größte Talent ihrer Generation – und da sich der zehnte Todestag von Amy Winehouse nähert, bleibt ihr Vermächtnis ebenso beeindruckend. Doch die Familie der verstorbenen Sängerin ist zur Zeit aufgebracht über die Veröffentlichung des Buches ihres besten Freundes Tyler James.

Die Familie der auf tragische Weise verstorbene Sängerin Amy Winehouse wollten ihren Todestag und das musikalisches Vermächtnis eigentlich mit einem eigenen Dokumentarfilm ehren, der ihre unglaubliche Geschichte erzählt. Diese Pläne werden nun aber getrübt, nachdem Amys angeblich bester Kumpel ein umfassendes Buch über ihre gemeinsame Zeit veröffentlicht hat.

Ein Insider erklärte laut der britischen „Sun“, dass Tyler James‘ Version der Ereignisse erheblich mit den Erinnerungen von Amys Mutter Janis und ihre Vaters Mitch kollidieren würden. Die Eltern bestünden nämlich darauf, dass ein Großteil seiner Memoiren schlichtweg gelogen seien. Die Veröffentlichung des Buches habe dazu geführt, dass sich die Familie von Tyler „verraten“ fühlt.

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Tyler James und Amy Winehouse kannten sich, seit sie 12 waren

Tyler James traf Amy zum ersten Mal, als sie im Alter von 12 Jahren gemeinsam an der Theaterschule waren. Angeblich sei er jemand, von dem Winehouses Eltern geglaubt hätten, er wäre die einzige Person, der bislang noch nie von ihrem Ruhm profitieren hatte.

Das Buch „My Amy: The Life We Shared“ („Meine Amy: Das Leben, das wir teilten“) wurde letzte Woche veröffentlicht. Eine Familienquelle sagte gegenüber der „Sun“: „Tyler war seit seiner frühen Jugend eng mit der Familie verbunden und sie betrachteten ihn als einen der ihren. Aber sie wurden nicht über dieses Buch informiert oder konsultiert.“

War er ihr einzig verbliebener, echter Freund?

Der Insider fügte hinzu: „Sie sind besonders verärgert darüber, dass Tyler behauptet hat, der einzig verbliebene Freund gewesen zu sein, der gegen Ende ihres Lebens nicht dafür bezahlt wurde, in der Nähe von Amy zu sein. Viele ihrer engsten Freunde, einschließlich ihres Verlobten Reg Traviss, fehlen aber völlig in seiner Geschichte“. Und weiter heißt es: „Nach all der finanziellen Unterstützung, die Amy und ihre Familie Tyler gegeben haben, hat es einen schlechten Beigeschmack hinterlassen, diese Behauptungen von ihm zu hören.“

Die Familie sei sehr empört über das angeblich falsche Bild von Amy. Die Quelle der Familie weiter: „Schlüsselpersonen in ihrem Leben wurden einfach ausgelassen. Tyler stellt sich selbst als den einzigen dar, der versucht, Amy zu helfen, während andere sie angeblich nur ausgebeutet haben. Er sagt, Amy habe Antidepressiva genommen seit sie 14 ist – das  stimmt einfach nicht“.

Amy Winehouse (†): Warum die Familie sauer auf ihren besten Freund ist

Foto: imago / i Images

James war vor lauter Schmerz in Therapie

Amy Winehouse verstarb am 23. Juli 2011 im Alter von nur 27 Jahren. Sie wurde tot in ihrem Bett gefunden – mit 4,16 Promille Alkohol im Blut.

Tyler James beschreibt in seinen Erlebnissen mit Amy auch, dass es für die Sängerin nicht so hätte enden müssen. „Es hat mich fast fünf Jahre gekostet, bis ich Amys Tod überhaupt verarbeitet hatte. Ich war sogar in Therapie, um den Schmerz aushalten zu können. Irgendwann habe ich angefangen, mir Erinnerungen von der Seele zu schreiben. Vier Jahre lang. Daraus ist dieses Buch entstanden“, so James gegenüber der „Bild am Sonntag“.

Könnte sie noch leben?

Die legendäre Sängerin sei von den Drogen weg gewesen, doch die jahrelange Bulimie und der Alkoholkonsum hätten dazu beigetragen, dass es ihr letzter Rausch war. Ihre Berühmtheit hätten sie zusätzlich belastet. Amy Winehouse verdiente Millionen – aber auch ihre Familie verdiente mit.

Ihren seelischen Schmerz versuchte sie mit Alkohol, später auch mit Crack und Heroin, sowie selbstzugefügten Schnittverletzungen an ihrem Körper zu bekämpfen. Dazu kam der toxische Einfluss ihres Ehemannes Blake Fielder-Civil (39). Tyler James ist der Meinung, dass seine beste Freundin heute noch hätt leben könnte.

„Sie wollte einfach nur ihr kleines Leben mit der Musik zurück. Hätte sie überlebt, wäre sie heute eine fantastische Mutter mit vielen Kindern, die still und leise großartige Lieder schreibt. Das war immer ihr größter Traum!“