Kurt Krömer privat: Seine Frau, seine Kinder und wie er privat sonst so tickt

Redaktion KuTRedaktion KuT | 30.09.2021, 17:40 Uhr

IMAGO / STAR-MEDIA

Kurt Krömer ist seit über zwei Jahrzehnten eine feste Größe in der deutschen Comedyszene, auch wenn er selbst den Begriff Comedy „scheiße“ finden mag. Der Mann mit der Kastenbrille ist ein Berliner Original und nörgelt gerne. Doch wie sieht es mit dem realen Menschen hinter der Kunstfigur Kurt Krömer aus? Hat der Frau, Kinder, Schrebergarten und Bausparvertrag?

Kurt Krömer (46) heißt in Wahrheit nicht einmal Kurt Krömer, sondern Alexander Bojcan, er kommt aus Berlin-Neukölln und lebt bis heute in Berlin. Kurt Krömer ist eine Kunstfigur, die Bojcan nach seinem ehemaligen Deutschlehrer benannt hat. Wenn jemand Bühnenpersönlichkeit und Privatleben so strikt trennt, überrascht es nicht, dass er letzteres ziemlich geheim hält.

Krömer tritt seit einigen Jahren immer mehr hinter jener Kunstfigur, als die er 1998 im „Quatsch Comedy Club“ erschien, zurück. Doch der Künstlername Kurt Krömer bleibt: „Das ist totaler Quatsch, wenn ich jetzt plötzlich sage, ich heiße Alexander Bojcan. Den kennt ja niemand.“

Familie Bojcan: Kurt Krömer und seine Kinder

Kurt Krömer redet in letzter Zeit offen über seine psychischen Probleme, aber Frau und Kinder hält er aus der Öffentlichkeit raus: Nachdem er bereits über seine Alkoholsucht und Depressionen gesprochen hatte, sei es einfach zu viel, die Leute glauben zu lassen, er sei auch noch ein guter Vater.

2011 erschien ein Artikel im „Tagesspiegel“, demzufolge Krömer Vater von drei Kindern ist. Ob es seither mehr geworden sind, wer die Mutter ist, ob eins oder auch mehrere der Kinder adoptiert sind, all das wissen wir nicht und werden es wohl auch nie erfahren.

Nicht einmal Geschlecht oder Alter der Kinder sind bekannt und folglich auch nicht die Namen. Fans sollten auch nicht darauf hoffen, dass er plötzlich seine Kinder zum nächsten Comedypreis oder Grimme Preis mitschleppt.

Kurt Krömer privat: Seine Frau, seine Kinder und wie er privat sonst so tickt
Kurt Krömer beim Deutschen Comedy Preis 2005 in Köln

Foto: IMAGO / Eventpress

„Meine Familie, meine Kinder – das ist meine Gruppe“

Es lässt sich jedoch schlussfolgern, dass die Kinder wohl im Teenageralter sind. So sagte Krömer in einem Interview, dass der Kinderwunsch zu einer Zeit gereift sei, als er schon sein Alkoholproblem und Depressionen hatte und deshalb davon ausging, keine 30 zu werden. Das müsste folglich mindestens 17 Jahre her sein.

Natürlich bedeutet ein Kinderwunsch nicht, dass schon kurz darauf das Kinderglück einsetzt, doch Krömer sagte im selben Zusammenhang erst dieses Jahr: „Meine Familie, meine Kinder – das ist meine Gruppe. Ich sage jetzt schon immer zu den Kindern: ‚Wenn ihr hier auszieht irgendwann und mich nicht zu Weihnachten besucht, kriegt ihr alle einen Tritt in den Arsch von mir.‘ Also da weiß ich, dass diese Bande hält, bis ich tot in die Kiste falle. Ich habe ja ein starkes Alkoholproblem gehabt damals …“

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Kurt Krömer: „Zu Kindern muss man nett sein.“

Gleichzeitig äußert er in seinem Gespräch mit Torsten Sträter (55) bei „Chez Krömer“, er habe den Tiefpunkt seiner Depression erreicht gehabt, als er für seine Kinder kochen wollte und es ihm unmöglich war, einen Einkaufszettel zu schreiben und die Einkäufe zu machen – das muss im Zeitraum der letzten zwei Jahre gewesen sein. Ferner hatte er vor zehn Jahren wie gesagt definitiv schon drei Kinder.

Dass Krömer grundsätzlich kinderlieb ist, zeigt sich aber nicht nur privat, sondern auch auf der Bühne, wenn er junge Zuschauer im Publikum entdeckt: „Zu Kindern muss man nett sein. Wenn ich live unterwegs bin, hole ich mir oft Kinder auf die Bühne und mache mit denen Quatsch. Das freut die.“

Die Frau an Kurt Krömers Seite

Viel ist nicht bekannt über Frau Bojcan. Fotos? Eines, aber auch nur vielleicht. 2010 erschien Kurt Krömer mit seiner damaligen Lebensgefährtin Anne auf dem roten Teppich einer Filmpremiere und davon gibt es ein Foto.

Wer nun eins und eins zusammenzählt, kann schlussfolgern, dass diese besagte Anne wohl die Mutter von Krömers Kindern sein könnte und dürfte und vermutlich auch die ominöse Lebenspartnerin und oder Ehefrau sein könnte und dürfte, über die sonst nichts nach außen dringt. Wie es aber wirklich bei Bojcans zu Hause aussieht, das wissen nur Familie, Freunde und vielleicht noch die Nachbarn…

Kurt Krömer alias Alexander Bojcan mit seiner Lebensgefährtin Anne 2010 beim Fernsehpreis. Ist sie immer noch die Frau an seiner Seite?

Foto: IMAGO / POP-EYE

Und wie war Krömers Elternhaus?

Über seine Eltern und seine eigene Kindheit erzählt Krömer etwas mehr. Seine Mutter war Schneiderin, sein Vater Tischler. Wirklich schmeichelhaft ist das, was Kurt Krömer über seinen Vater zu sagen hat, jedoch nicht: „Der Ton war rauer, da musste man zusehen, wie man klarkommt. Meine Eltern waren arbeiten, und man war ein klassisches Schlüsselkind. Wenn der Alte nach Hause kam, brüllte er: ,Verpisst euch, Fernseher aus, ab ins Zimmer!‘ Bierchen aufgemacht, eingeschlafen, aufgewacht, schlechte Laune, und dann hat er noch mal alle zur Sau gemacht. Als ich Künstler werden wollte, dachte mein Vater, das wäre eine versteckte Botschaft. ,Bist du so ein Schwuli oder wat?‘ Die haben gedacht, ich bin ein homosexueller Geistesgestörter.“

Wer jetzt ganz findig ist, hat vielleicht bemerkt, dass Bojcan im Plural spricht: „Verpisst euch, Fernseher aus, ab ins Zimmer!“ Da dürfte es also wohl mindestens einen Bruder oder eine Schwester geben.

Kurt Krömer privat: Seine Frau, seine Kinder und wie er privat sonst so tickt
Lang ist es her: Moderator Thomas Hermanns (li.) und Komiker Kurt Krömer 2002 im Quatsch Comedy Club in Berlin

Foto: IMAGO / Thomas Lebie

Was treibt Kurt Krömer sonst noch privat?

Der Privatmensch Alexander Bojcan wird nicht nur über seine Familie definiert. Was seine Vorlieben, Neigungen, aber auch Abneigungen und sogar Ängste angeht, lässt Krömer hin und wieder einen Blick hinter die Fassade zu. Hier betrifft es ja auch nur seine Person und nicht Dritte, die nicht in der Öffentlichkeit stehen.

Macht Kurt Krömer eigentlich Sport?

Im „Tagesspiegel“ verrät Krömer auf die Frage, ob er selbst Sport mache: „Seit ein paar Monaten, weil ich beim Arzt war und der meinte, diese Fettleibigkeit, in zehn Jahren kriegst du den ersten Schlaganfall. Jetzt turnt ein Personal Trainer mit mir.“ Wenn das allerdings schon Fettleibigkeit ist, bleiben einige von uns lieber dem Spiegel fern.

Wirklich Interesse an Sport hat er nicht. Im selben Interview antwortet er auf eine Frage nach Fußball: „Interessiert mich einen Scheißdreck. Du guckst 60 Minuten nicht hin, dann steht es immer noch 1:0. Handball mehr, da ist die Atmosphäre in der Halle nicht so prollig und hart.“

Krömers einziger sportbezogener Gast bei „Chez Krömer“ war in der Tat auch Stefan Kretzschmar (48). Für alle, die sich ähnlich wenig für Sport interessieren wie Herr Krömer: Der hat mal Handball gespielt.

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Von Freunden und Arschlöchern

Bei „Chez Krömer“ ist die Gästeauswahl persönlicher ist als noch zu Zeiten von „Krömer – Die internationale Show“. Sie setzt sich laut Krömer aus „Freunden und Arschlöchern“ zusammen, wobei er nicht sagt, wer wer sei. Allerdings wird im Gespräch schnell klar, wer in Krömers Augen ein Freund ist und wer nicht.

Wenn Katja Kipping (43) in „Chez Krömer“ Staffel 3 etwa längst nicht so vorgeführt wird wie eine Frauke Petry (46) oder eine Erika Steinbach (78), ist klar, dass Krömer für die politische Linke wohl mehr Sympathien hat als für das rechte Ende des Parteienspektrums.

So sagt er im Interview mit „TV Spielfilm“ auch: „Nur zu sagen: ,Nazis sind Schweine‘ – das ist mir zu einfach. Ich gehe lieber hin, führe Interviews und stelle fest: Das sind wirklich Schweine.“ So spricht Kurt Krömer in der Show mit Menschen, mit denen Alexander Bojcan befreundet ist – und auch mit welchen, die sie beide nicht leiden können. Das führt sehr oft zu wundervollen TV-Momenten, aber auch zu legendären Skandalen.

Kurt Krömer und Alexander Bojcan: Depressionen und Ängste

Ganz klare Sympathien bekundet Krömer in seiner Sendung für Kollege Torsten Sträter, denn beide vereint ein gemeinsames Leiden: Depressionen. Der Berliner Komiker und sein Kollege aus dem Ruhrpott sprechen 20 Minuten lang offen über ihre Krankheit.

Diese habe durchaus auch Einfluss auf ihre Auftritte. So gestehen beide, dass sie auf der Bühne weniger depressiv wären und Sträter erzählt davon, wie er einmal einen Auftritt künstlich in die Länge gezogen hat, weil er Angst hatte aufzuhören.

Krömers ständige Angst? Die Rückkehr der Depressionen. Jeder schlechte Tag lasse ihm die Angst in die Glieder fahren, dass die psychische Störung, die er mit acht Wochen teilstationärer Therapie in den Griff bekommen hat, wieder da ist.

Krömer als Wehrdienstverweigerer bei den Truppen in Afghanistan

Kurt Krömer ist bekennender Pazifist und Wehrdienstverweigerer. Doch 2012 lud ihn die Bundeswehr nach Afghanistan ein und Krömer akzeptierte die Challenge: „Ja, ich dachte, ich fahre da mal hin. Man muss auch mal dort hingehen, wo es wehtut. Dass die Bundeswehr mich als Kriegsdienstverweigerer eingeladen hatte, fand ich schon mutig. Also wollte ich auch den nötigen Arsch in der Hose haben, dort auftreten und parallel für die neue Sendung drehen.“

Dabei kam auch ein Buch heraus: „Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will. Zu Besuch in Afghanistan“. Es ist 2013 im KiWi-Verlag erschienen. (Redaktion KuT)