Trump-Fan und Tierquäler: Deswegen wird Schwarzenegger-Ehemann Chris Pratt gehasst!

Fabia SoellnerFabia Soellner | 17.12.2021, 17:44 Uhr
Unglaublich: Deswegen wird Chris Pratt gehasst!
Unglaublich: Deswegen wird Chris Pratt gehasst!

IMAGO / MediaPunch

An der Seite von Ehefrau Katherine Schwarzenegger sieht Chris Pratt doch wirklich bezaubernd aus. Sie erwarten aktuell ihr zweites Kind – doch der Marvel-Star soll eine dunkle Seite haben. Steckt in ihm wirklich der Tierquäler und Kinderhasser, den alle in ihm sehen?

Als Marvel-Held muss man doch ein Saubermann-Image haben, stimmt’s? Chris Pratt ist der lebendige Beweis dafür, dass das nicht immer so ist. Dem gläubigen Christen wird die Hölle auf Erden vorgeworfen – Er soll einen Trump-Fan, ein Kinderhasser, ein Tierquäler und noch weitere schlimme Dinge sein.

Wie viel Wahrheit steckt hinter diesen schockierenden Anschuldigungen? Wir haben uns den „bösen Chris“ mal etwas genauer angesehen.

Der Tweet, der Chris Pratt zerstörte

Ist es noch gar nicht so lange her, da war es friedlich im Pratt-Universum. Wer hätte gedacht, dass ein simpler Tweet das Ende für das Saubermann-Image des Schauspielers bedeuten könnte. Dabei war es nur eine einfache Frage, die Amy Berg stellte – Wer ist der beste Hollywood-Chris? Zur Auswahl standen Chris Hemsworth (oben links), Chris Pratt (oben rechts), Chris Pine (unten links) und Chris Evans (unten rechts). Funfact: Der einzige Chris, der nicht in einem Marvel-Film mitspielt, ist Chris Pine.

In den Kommentaren wurde fleißig diskutiert und geredet, doch im Endeffekt waren sich alle einig – Chris Pratt ist der schlimmste Chris. Dabei ging es gar nicht so sehr um seine Rolle im Marvel-Blockbuster „Guardians of the Galaxy“ – vielmehr wurden alte Geschichten aus der Vergangenheit des Schauspielers ausgegraben, aus denen die Fans schockierende Rückschlüsse zogen.

Ist Chris Pratt ein Tierquäler?

Der erste Kommentar, den man unter diesem Tweet liest – Chris Pratt so ein Tierquäler sein. Doch wie kommen die User darauf? Tatsächlich ist bekannt, dass der Schauspieler im Jahr 2011 seine 19-jährige Katze weggegeben hat, und zwar aufgrund von Inkontinenz-Problemen.

Ein trauriges Schicksal für eine Katze, aber noch lange nicht so schlimm, um jemanden als Tierquäler abzustempeln. Aber es kommt noch schlimmer – Ex-Frau Anna Faris, mit der Chris bis 2019 verheiratet war, musste im Jahr 2016 ein Bußgeld von 5.000 Dollar zahlen, da ihr weggegebene Chihuahua auf mysteriöse Art und Weise verhungert in einer Straße gefunden wurde.

Außerdem ist Chris Pratt wohl offenbar ein sehr leidenschaftlicher Jäger – und das reicht, damit ihn das Internet als Tierquäler kategorisiert.

Trump-Fan und Tierquäler: Deswegen wird Schwarzenegger-Ehemann Chris Pratt gehasst!
Anna Faris in "Whats your number?" 2011.

IMAGO / Mary Evans

Chris Pratt: Rassist und Waffenbefürworter?

Die nächste Anschuldigung: Chris Pratt soll ein Rassist sein und den Waffenbesitz befürworten. Das schließen die Hater aus einem T-Shirt, dass der Star auf offener Straße getragen hat. Auf diesem T-Shirt ist der Spruch „Don’t Tread on Me“ (auf Deutsch: Tritt nicht auf mich) aufgedruckt, über diesen Spruch befindet sich die amerikanische Flagge mit einer gelben Schlange.

Tatsächlich gibt es für dieses Symbol einen Begriff – es ist die „Gadsen Flag. Früher stand die Flagge symbolisch für US-Patriotismus, Regierungskritik, Begrenzung der Macht der Regierung und Unterstützung der US-Verfassungsrechte. Doch seit 2009 wird sie vermehrt als verdecktes Erkennungszeichen zwischen Rechtsextremen genutzt. Diese Flagge wurde bislang schon genutzt, um vor allem gegen die Präsidentschaft von Barack Obama zu protestieren – und auch beim Sturm auf das Kapitol in Washington im Januar 2021 wehte sie vielfach.

Hier sei angemerkt, dass der Satz „Don’t Tread on Me“ auch in einem Metallica-Song verwendet wird. Es besteht also die Chance, dass der Schauspieler einfach nur ein unbedachter Fan ist, der unter einem schlechten Modegeschmack leidet. Weitere Indizien dafür, dass der Schauspieler rechtsradikal ist, gibt es nicht.

Ist Chris Pratt ein Trump-Fan?

Und wie sieht es mit der politischen Integrität von Chris Pratt aus? Gar nicht gut, befinden Kritiker. Da er nachweislich keine Spenden für die Kandidatur des inzwischen amtierenden Präsidenten Joe Biden gesammelt hat, geht das Netz nun davon aus, dass er Trump-Fan ist und den gelbhaarigen Ex-Präsidenten unterstützt.

Ganz konkret machen das die Marvel-Fans an einem Beispiel fest: So ist der gesamte Marvel-Cast zu einer Biden-Kampagne im Jahr 2020 erschienen, nur Chris Pratt und Robert Downey Jr. haben gefehlt…

Chris Pratt unterstützt eine homophobe Kirche

Hier hat sich doch tatsächlich ein anderer Schauspieler eingemischt! Elliot Page hat Chris Pratt auf Twitter vorgeworfen, dass er eine Kirche unterstützen würde, die gegen die LGBTQ-Bewegung ist. Der stark gläubige Marvel-Held ist Teil der „Zoe Church“ und hat über seinen Glauben während der „Late Night Show“ mit Moderator Colbert gesprochen. Berichten zufolge soll Pratts Kirche immer noch die Konversionstherapie zur „Heilung“ von homosexuellen Mitgliedern unterstützen.

Hasst Chris Pratt seinen eigenen Sohn?

Ja, das ist tatsächlich ein Vorwurf, der durchs Internet kursiert. Chris Pratt soll seinen eigenen Sohn aus erster Ehe hassen, da dieser oft unter Krankheiten gelitten und somit dem Schauspieler Kopfschmerzen bereitet hat. Wie man darauf kommt? Der jetzige Schwarzenegger-Ehemann hat zur Geburt seiner ersten Tochter auf Instagram ein Bild hochgeladen, wo er seiner neuen Frau für seine „wunderbare, gesunde Tochter“ dankt. Das Internet ist ausgeflippt und hat dem Schauspieler vorgeworfen, seinen ersten Sohn und seine Ex-Frau Anna Faris damit beleidigt zu haben.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Anna Faris (@annafaris)

Ob wirklich etwas an diesen Spekulationen dran ist? Das weiß wohl nur Chris Pratt selbst. Er scheint allerdings nicht so geschickt im Umgang mit der Öffentlichkeit zu sein, und regelmäßig ins eine oder andere Fettnäpfchen zu treten. Als Marvel-Schauspieler macht er seine Sache wohl gut – zumindest wurde er trotz dieser schlimmen Gerüchte noch nicht gefeuert.