MusikLorde kritisiert Spotifys KI-Funktion wegen ‚falscher‘ Behauptungen über ihre Tour

Lorde - MARCH 2017 - AVALON - In Berlin - Germany BangShowbiz
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Lorde - MARCH 2017 - AVALON - In Berlin - Germany

Bang ShowbizBang Showbiz | 17.07.2026, 14:00 Uhr

Die Sängerin nimmt Spotify ins Visier, nachdem die KI-generierte Funktion 'About the Song' falsche Informationen verbreitet hatte.

Lorde hat die KI-generierte Funktion ‚About the Song‘ von Spotify scharf kritisiert.
Die KI behauptete fälschlicherweise, die neuseeländische Popsängerin habe während ihres Songs ‚Current Affairs‘ auf ihrer ‚Ultrasound World Tour‘ 2025 Wasser über sich gießen lassen und Kleidungsstücke abgelegt. Tatsächlich geschah dies jedoch während der Performance von ‚GRWM‘. Lorde forderte den Streamingdienst deshalb auf, Künstlern die Möglichkeit zu geben, die derzeitige Beta-Funktion abzulehnen.

In ihrer Instagram-Story schrieb die 29-Jährige: „Das ist nicht nur falsch (es war gar nicht der Song, bei dem ich das gemacht habe), sondern einen Song direkt an der Quelle auf eine KI-generierte Bedeutung zu reduzieren, schränkt meiner Meinung nach auch die freie Interpretation ein.“ Anschließend appellierte Lorde: „Bitte ermöglicht es Künstlern zumindest, sich von dieser Funktion abzumelden.“ Spotify verteidigte den Einsatz der KI und erklärte, Fehler würden in der Regel schnell korrigiert.

In einem Statement, das ‚Pitchfork‘ vorliegt, erklärte das Unternehmen: „Wir haben ‚About the Song‘ entwickelt, weil Fans mehr über die Geschichten hinter der Musik erfahren möchten. Die Funktion befindet sich noch in der Beta-Phase.“ Die Informationen würden aus Artikeln im Internet stammen. „Wenn etwas nicht stimmt, korrigieren wir das schnell – so wie in diesem Fall. Dass die Angaben korrekt sind, ist uns wichtig“, betonte Spotify.

Wie viele andere Künstler hat sich auch Lorde bereits mehrfach kritisch über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kunst geäußert. Während ihres jüngsten Auftritts beim Mad Cool Festival in Madrid wetterte sie gegen die KI-Brillen von Meta und sagte zum Publikum: „In unserer Welt wird es immer schwieriger zu erkennen, was echt ist. Und ich möchte es einfach einmal festhalten: Sch*** auf diese Brillen. Kauft sie nicht. Sie sind überhaupt nicht sexy.“

Erst kürzlich hatte sich auch SZA empört gezeigt, nachdem sie erfahren hatte, dass mehr als 200 ihrer Songs zum Training von KI-Systemen verwendet worden seien – möglicherweise sogar unveröffentlichte Aufnahmen. Die ‚Kill Bill‘-Interpretin bezeichnete Musiker, die die Technologie unterstützen, als „widerlich“. In ihrer Instagram-Story schrieb sie: „Es gibt absolut nichts, was du sagen könntest, um das für mich in Ordnung zu bringen. Ich hoffe, du bekommst das Leben, das du verdienst.“