MusikRitchie Blackmore glaubt, dass die Deep-Purple-Reunion das ‚letzte Mal‘ gewesen sein könnte

Deep Purple - Ritchie Blackmore's Rainbow Perform In Berlin 2018 - Getty BangShowbiz
Deep Purple - Ritchie Blackmore's Rainbow Perform In Berlin 2018 - Getty BangShowbiz

Deep Purple - Ritchie Blackmore's Rainbow Perform In Berlin 2018 - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 19.08.2026, 11:00 Uhr

Ritchie Blackmore glaubt, dass die Deep-Purple-Reunion das 'letzte Mal' gewesen sein könnte, dass er seine Bandkollegen sieht.

Ritchie Blackmore hält es für möglich, dass seine jüngste Reunion mit Deep Purple das „letzte Mal“ gewesen sein könnte, dass er seine früheren Bandkollegen sieht.
Der 81-jährige Gitarrist, der die Gruppe 1968 mitgründete und 33 Jahre lang nicht mit ihr aufgetreten war, stand am 12. August in Wantagh im US-Bundesstaat New York wieder mit den Rocklegenden auf der Bühne. Gemeinsam spielten sie den Klassiker ‚Smoke on the Water‘. Gegenüber dem Magazin ‚Guitar Player‘ sagte er: „Es war sehr bewegend, weil ich sehr schnell auf die Bühne musste und sofort spielen sollte. „Ich konnte mich nicht aufwärmen, aber ich war nicht dort, um die richtigen Töne zu spielen. Ich war dort, um alte Freunde wiederzusehen, die ich seit 40 Jahren nicht gesehen hatte und die alle älter werden. Ich glaube, uns wurde bewusst, dass es vielleicht das letzte Mal sein könnte, dass wir uns sehen.“

Blackmore verließ Deep Purple erstmals 1975 und gründete anschließend die Rockband Rainbow, mit der er unter anderem den Song ‚Since You’ve Been Gone‘ veröffentlichte. Von 1984 bis 1993 kehrte er zu Deep Purple zurück. Seine zweite Trennung von der Band erfolgte während einer laufenden Welttournee. Sein Auftritt mit Deep Purple vor einer Woche war damit die erste gemeinsame Bühnenperformance seit seinem damaligen Ausstieg. Blackmore erklärte, wie es zu der überraschenden Reunion kam: „Am Morgen vor ihrem Konzert wachte ich auf und dachte: ‚Wisst ihr, es wäre schön für die Fans, wenn ich einfach bei einem Song auf die Bühne gehe, wahrscheinlich bei ‚Smoke‘, und damit zeige, dass wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel gehen und uns nicht hassen.'“ Seine Ehefrau Candice stellte anschließend den Kontakt zu Ian Gillan her. Blackmore fragte ihn: „Was hältst du davon, wenn ich bei ‚Smoke‘ auf die Bühne komme?“ Gillans Antwort sei eindeutig gewesen: „Es hat mich zum Lächeln gebracht.“ Anschließend habe er die Idee der Band vorgeschlagen – und von allen Seiten Zustimmung erhalten.

Blackmore war seit seinem Auftritt mit Rainbow im Jahr 2019 nicht mehr in einem klassischen Rock-Umfeld live aufgetreten. Entsprechend nervös sei er gewesen. Dennoch habe für ihn nicht die perfekte Performance im Vordergrund gestanden, sondern die Versöhnung mit seinen ehemaligen Bandkollegen. „Ich habe an einer Stelle sogar meinen Einsatz verloren, aber deshalb war ich nicht dort. Ich war da, um alte Wunden zu heilen – aber es gab überhaupt keine Wunden“, sagte er. Die Situation habe sich für ihn angefühlt, als würden sich ehemalige Soldaten nach langer Zeit wieder begegnen: „Es war, als wären wir alle in der Armee gewesen, entlang der gesamten Westfront, und würden nun wieder zusammenkommen. Ein sehr emotionaler Moment.“