FilmBilly Joel: Neue Doku zeigt jüngere Version von ihm durch KI

Billy Joel - Credit: Myrna Suarez - Outside PR ONE US
Eine neue Dokumentation über Billy Joel zeigt eine KI-generierte Version des Sängers in jungen Jahren.
Der Film ‚1971: Billy Joel’s Lost Interview‘ unter der Regie von Adam Ripp wird am 25. September zur Eröffnung des Musikdokumentarfilm-Festivals der Long Island Music Entertainment Hall of Fame (LIMEHOF) Premiere feiern. Die Dokumentation enthält authentische Audioaufnahmen eines Interviews, das Joel nach der Veröffentlichung von ‚Cold Spring Harbor‘, seinem ersten Soloalbum, in der Radiosendung ‚That’s Interesting‘ gab. Gleichzeitig kommt KI-Technologie zum Einsatz, um Joel im Alter von 22 Jahren zu zeigen.
In einer Pressemitteilung sagte Tom Needham, Geschäftsführer des LIMEHOF Music Documentary Film Festival, über den 20-minütigen Film: „Wir treten in eine neue Ära des Filmemachens ein, in der neue Technologien wie künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten schaffen, Geschichten aus der Vergangenheit zu bewahren und weiterzugeben.“ Man sei sich bewusst, dass KI in der Unterhaltungsbranche ein Thema ist, das Diskussionen und unterschiedliche Standpunkte hervorrufen wird. Aber: „Dieser Film zeigt jedoch, wie Technologie, wenn sie mit Bedacht eingesetzt wird, uns dabei helfen kann, wichtige Momente der Musikgeschichte wiederzuentdecken. ‚1971: Billy Joel’s Lost Interview‘ ermöglicht es dem Publikum, einen jungen Billy Joel zu sehen, bevor der weltweite Ruhm sein Leben veränderte, und wir hoffen, dass die Menschen dem Film mit Neugier und Offenheit begegnen werden.“ Joel selbst ist an der Dokumentation nicht beteiligt.
Die Doku erscheint, nachdem bereits ein anderes nicht autorisiertes Biopic eine rechtliche Reaktion vom Team des Sängers ausgelöst hatte. Laut ‚Variety‘ sollte die von John Ottman inszenierte Filmbiografie in diesem Herbst mit den Dreharbeiten beginnen. Ein Sprecher Joels erklärte jedoch in einer Stellungnahme: „Seit 2021 wurden die beteiligten Parteien offiziell darüber informiert, dass sie nicht über die Rechte an Billy Joels Lebensgeschichte verfügen und auch nicht in der Lage sein werden, die für dieses Projekt erforderlichen Musikrechte zu erwerben.“ Billy Joel habe dieses Projekt in keiner Weise autorisiert oder unterstützt, und jeder Versuch, es ohne diese Rechte voranzutreiben, sei sowohl rechtlich als auch professionell fehlgeleitet.
Ottman widersprach: „Der Film wird aus der Perspektive von Irwin Mazur erzählt, und wir besitzen die exklusiven Rechte an Irwin Mazurs Lebensgeschichte. Außerdem stellt der Film weder Billy Joels Originalmusik dar, noch beabsichtigt er, diese zu verwenden, da er in dessen prägenden Jahren spielt, als er mit The Hassles Coversongs spielte und darum kämpfte, seine künstlerische Identität zu finden.“ Man wisse nicht, wer dieser Vertreter ist; das Projekt jedoch als ‚rechtlich und professionell fehlgeleitet‘ zu bezeichnen, gebe weder die tatsächliche Natur des Films noch die der Produktion zugrunde liegende Rechtslage korrekt wider. Er fügte hinzu: „Das Projekt basiert auf Irwin Mazurs persönlichen Erfahrungen aus erster Hand und auf seinem legitimen Recht, seine eigene Lebensgeschichte und seine Sichtweise auf die im Film dargestellten Ereignisse zu erzählen.“







