StarsEd Sheeran: Mehrere Support-Acts steigen nach Macklemore-Streit aus

Ed Sheeran - 2024 BottleRock Napa Valley - Getty BangShowbiz
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Bang ShowbizBang Showbiz | 16.09.2026, 10:00 Uhr

Ed Sheerans Support-Acts steigen nach Macklemore-Streit aus.

Der Streit um Macklemore zieht weitere Kreise: Mehrere Künstler und Musiker haben sich aus Ed Sheerans laufender ‚Loop Tour‘ zurückgezogen.
Nachdem Macklemore nach einem Auftritt in New Jersey aus dem Tourprogramm gestrichen wurde, kündigten nun unter anderem Finneas, Lukas Graham, Aaron Rowe und die irische Band Beoga ihren Ausstieg an. Auslöser der Kontroverse war ein Auftritt des 43-jährigen Rappers Anfang September in New Jersey. Dort hatte sich Macklemore mit deutlichen Worten mit den Menschen in Palästina solidarisiert. Am Montag, dem 15. September 2026, machte er öffentlich, dass er daraufhin nicht mehr Teil der Tour sei. Macklemore betonte allerdings, er gebe seinem „Freund“ Ed Sheeran keine Schuld. Auch Sheeran erklärte, er sei an der Entscheidung „nicht beteiligt“ gewesen.

Finneas, der Sheeran später in diesem Jahr bei dessen Südamerika-Terminen begleiten sollte, erklärte seinen Rückzug auf Instagram. „Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für Unterdrückte einsetzen“, schrieb der Musiker. Er stehe „an der Seite Palästinas und seiner Menschen“. Auch Aaron Rowe, der für die US-Termine als Ersatz für Macklemore vorgesehen war, zog Konsequenzen. Er habe sich die Entscheidung „nicht leicht gemacht“, schließlich sei Sheeran ein Freund gewesen, der sein Leben verändert habe. Gleichzeitig erklärte der Ire, er könne nicht akzeptieren, dass Menschen aufgrund ihrer Kritik an Israels Vorgehen zum Schweigen gebracht würden. „Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher“, schrieb er. Er müsse sich selbst und seinen Vorfahren treu bleiben. Seine Erklärung schloss er mit den Worten „Free Palestine“.

Ähnlich äußerte sich Beoga, Sheerans langjährige Tourband und musikalische Partner bei ‚Galway Girl‘. Die irische Formation erklärte, seit mehr als zehn Jahren mit dem Sänger befreundet zu sein und dies auch weiterhin zu bleiben. Dennoch habe man sich entschlossen, die verbleibenden US-Termine zu verlassen. Die Musiker verwiesen auf ihre eigene Geschichte und bezeichneten sich als Menschen, die den Kolonialismus aus irischer Perspektive verstünden. Beoga engagiert sich nach eigenen Angaben zudem in der Bewegung ‚Irish Artists for Palestine‘.

Auch die dänische Band Lukas Graham verabschiedete sich von der Tour. Die Gruppe um Sänger Lukas Forchhammer betonte ihre „Liebe“ zu Sheeran und ihre Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit. Gleichzeitig kritisierte sie den Einfluss von Geld und Macht auf öffentliche Debatten. „Niemandes Kontostand sollte darüber entscheiden, wer sprechen darf oder welches Leid wir anerkennen dürfen“, hieß es in einem Instagram-Statement.

Sheeran selbst hatte zuvor ausführlich Stellung bezogen. Er bezeichnete den Konflikt zwischen Israel und Palästina als „entsetzlich“ und sprach von einer menschlichen Tragödie. Macklemore habe er auf die Tour eingeladen, weil er ihn als Künstler respektiere. Zudem dürften seine Support-Acts grundsätzlich selbst entscheiden, welche Songs sie auf der Bühne spielen. Nach den Konzerten in New Jersey sei ihm mitgeteilt worden, dass Veranstaltungsorte die Shows absagen könnten, sollte Macklemore auf der Tour bleiben. Die endgültige Entscheidung habe deshalb beim Veranstalter gelegen. Sheeran erklärte außerdem, dass er seine berufliche Plattform bewusst nicht für politische Botschaften nutze. Sein Publikum bestehe auch aus jungen Menschen und Kindern unterschiedlicher Herkunft und Überzeugungen. Seine Konzerte sollten deshalb ein „Ort der Sicherheit und Zuflucht“ sein und den Dialog offenhalten.