FilmSean Gunn ‚zu alt‘ für Rolle von Rocket Raccoon

Sean Gunn Suicide Squad Premiere Aug 2021 - Avalon
Sean Gunn schickt Rocket Raccoon zumindest in körperlicher Hinsicht in den Ruhestand.
Der 52-jährige Schauspieler hat erklärt, dass er die Motion-Capture-Darstellung der ‚Guardians of the Galaxy‘-Figur künftig nicht mehr übernehmen möchte. Gunn ist in den Marvel-Filmen vor allem als Kraglin bekannt. Gleichzeitig lieferte er am Set über Jahre die Bewegungsreferenz für Rocket, während Bradley Cooper dem sprechenden Waschbären seine Stimme lieh.
Sollte Rocket künftig ins MCU zurückkehren, müsste Marvel für diesen Teil der Rolle allerdings wohl einen Nachfolger finden. Die ungewöhnliche Körperhaltung bei den Dreharbeiten habe über die Jahre Spuren hinterlassen, verriet Gunn in ‚The Brandon Davis Show‘. „Alle denken, es wären meine Knie, aber eigentlich sind es meine Füße und meine Knöchel“, erklärte der Schauspieler. Für Rocket habe er sich häufig in einer tiefen Hockposition bewegt, vergleichbar mit einem Catcher beim Baseball. Besonders das ständige Drehen auf Füßen und Knöcheln sei mit der Zeit zur Belastung geworden. „Im Laufe der Jahre hat das, glaube ich, einen gewissen Einfluss auf meinen Körper gehabt“, räumte Gunn ein. Seine Knie seien zwar noch in Ordnung, trotzdem habe er nach seinem 50. Geburtstag beschlossen, Schluss zu machen. „Ich bin als Rocket im Ruhestand“, sagte er. Marvel habe zwar nicht angerufen, doch selbst wenn ein Angebot käme, würde er die Bewegungsreferenz wohl nicht mehr übernehmen: „Ich bin zu alt.“
Ganz aus dem Superhelden-Geschäft hat sich Gunn allerdings keineswegs verabschiedet. Inzwischen arbeitet er auch für DC, wo sein Bruder James Gunn gemeinsam mit Peter Safran die DC Studios leitet. Sean Gunn spielte Maxwell Lord in ‚Superman‘ und war in dieser Rolle auch in der Auftaktfolge der zweiten Staffel von ‚Peacemaker‘ zu sehen. Einen direkten Vergleich zwischen seiner Arbeit für Marvel und DC hält der Schauspieler allerdings für schwierig. Als er zu Marvel gekommen sei, habe das Studio bereits über eine etablierte und erfolgreiche Produktionsmaschinerie verfügt.
Bei DC erlebe er dagegen einen grundlegenden Neuaufbau. Zwar hatte Gunn bereits in ‚The Suicide Squad‘ mitgespielt, doch seit sein Bruder die kreative Leitung des Studios übernommen habe, befinde sich das Franchise in einer neuen Phase. „Es wäre wirklich so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen“, erklärte Gunn gegenüber ‚The Wrap‘. Für ihn persönlich gebe es zwischen den beiden Studios dennoch eine entscheidende Gemeinsamkeit: die Zusammenarbeit mit seinem Bruder. „Im Kern gibt es bei der Arbeit mit meinem Bruder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede“, sagte Gunn. Da er sowohl bei Marvel als auch bei DC unter James gearbeitet habe, ähnele sich der eigentliche Arbeitsprozess für ihn deshalb stärker, als man vielleicht vermuten würde.







