FilmRon Perlman will ‚Hellboy‘-Trilogie vollenden – notfalls mit 86 Jahren

Ron Perlman - February 2022 - Avalon - Hollywood Critics Association Film Awards BangShowbiz
Ron Perlman - February 2022 - Avalon - Hollywood Critics Association Film Awards BangShowbiz

Ron Perlman - February 2022 - Avalon - Hollywood Critics Association Film Awards

Bang ShowbizBang Showbiz | 15.10.2026, 11:00 Uhr

Ron Perlman will 'Hellboy'-Trilogie vollenden – notfalls mit 86 Jahren.

Ron Perlman hat die Hoffnung auf einen dritten Teil der ursprünglichen ‚Hellboy‘-Filmreihe noch immer nicht aufgegeben.
Der mittlerweile 76-jährige Schauspieler möchte ein letztes Mal in die Rolle des höllischen Ermittlers schlüpfen, allerdings nur unter einer Bedingung: Regisseur Guillermo del Toro muss ebenfalls an Bord sein. Selbst wenn Perlman bis dahin zehn weitere Jahre warten müsste, wäre er bereit, das Projekt umzusetzen. In den ersten beiden Realverfilmungen, ‚Hellboy‘ aus dem Jahr 2004 und ‚Hellboy II: Die goldene Armee‘ von 2008, verkörperte Perlman den übernatürlich begabten Titelhelden. Eigentlich war die Geschichte als Trilogie angelegt. Doch der geplante Abschlussfilm wurde wegen fehlender Finanzierung nie realisiert.

Im Gespräch mit ‚Deadline‘ machte Perlman deutlich, dass er an diesem Vorhaben weiterhin festhält. „Die ursprünglichen Filme waren als Trilogie gedacht“, erklärte er. Das Ende des zweiten Teils habe bewusst viele Fragen offengelassen: Liz Sherman, Hellboys große Liebe, ist mit Zwillingen schwanger. Zugleich ist die Prophezeiung, nach der Hellboy auf die Welt gekommen sein soll, um sie zu zerstören, noch nicht aufgelöst. All diese Handlungsstränge hätten im dritten Film zusammengeführt werden sollen. „Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass dieser dritte Teil gedreht wird. An einer anderen Version von ‚Hellboy‘ bin ich nicht interessiert. Ich will die Trilogie mit Guillermo zu Ende bringen“, betonte Perlman. Dem Schauspieler schwebt ein Finale vor, das weit über einen gewöhnlichen Comicfilm hinausgeht. Er vergleicht die Geschichte mit einer griechischen Tragödie, in der Selbstüberschätzung, Schicksal, verhängnisvolle Entscheidungen und die Frage nach dem Einfluss von Herkunft und Erziehung eine Rolle spielen.

Dass er für eine mögliche Umsetzung noch Jahre warten müsste, schreckt ihn nicht ab. „Ich bin jetzt 76. Wenn Guillermo auf mich zukommt und ich dann 86 bin, drehen wir diesen verdammten Film trotzdem“, sagte er mit Nachdruck. Nach den beiden Originalfilmen wurde die Reihe mit neuen Besetzungen fortgesetzt. David Harbour aus ‚Stranger Things‘ spielte den Titelhelden im Reboot ‚Hellboy‘ von 2019 unter Regie von Neil Marshall. 2024 übernahm Jack Kesy die Rolle in ‚Hellboy: The Crooked Man‘ von Brian Taylor. Beide Produktionen wurden von Kritikern überwiegend negativ aufgenommen und blieben auch an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück.

Harbour erklärte bereits 2020 in einem Instagram-Livestream, er glaube, das Reboot sei schon vor Beginn der Dreharbeiten zum Scheitern verurteilt gewesen. Viele Fans hätten an del Toros Filmen gehangen und sich gegen eine Neuinterpretation ausgesprochen. Obwohl er den Film selbst durchaus unterhaltsam fand und auch Schwächen einräumte, habe er die heftige Ablehnung zu spüren bekommen. Daraus habe er seine Lehren gezogen. Für Perlman bleibt dennoch klar: Wenn die ursprüngliche Geschichte jemals zu Ende erzählt wird, dann nur gemeinsam mit del Toro.