StarsOzzy Osbourne wusste vor seinem Abschiedskonzert, dass er sterben würde

Sharon and Ozzy Osbourne at the MTV EMAs 2014 - Famous BangShowbiz
Sharon and Ozzy Osbourne at the MTV EMAs 2014 - Famous BangShowbiz

Sharon and Ozzy Osbourne at the MTV EMAs 2014 - Famous

Bang ShowbizBang Showbiz | 15.10.2026, 18:00 Uhr

Ozzy Osbourne wusste offenbar schon vor seinem letzten großen Auftritt, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb.
Wie seine Witwe Sharon Osbourne jetzt verraten hat, warnten Ärzte den Black-Sabbath-Frontmann ausdrücklich davor, sein Abschiedskonzert zu spielen. Doch der Musiker wollte sich seinen letzten Auftritt unter keinen Umständen nehmen lassen. Der ‚Paranoid‘-Interpret starb im Juli 2025, nur 17 Tage nach dem mit zahlreichen Stars besetzten Konzert ‚Back to the Beginning‘ in seiner Heimatstadt Birmingham. Für Ozzy war die Veranstaltung nicht nur ein musikalischer Abschied, sondern nach Angaben seiner Frau auch eine bewusste Entscheidung darüber, wie er die letzten Wochen seines Lebens verbringen wollte.

Im Gespräch mit ‚Rolling Stone‘ erinnerte sich Sharon daran, wie kritisch der Gesundheitszustand ihres Mannes bereits vor dem Konzert gewesen sei. Noch vor dem Umzug nach England hatte Ozzy in den USA im Krankenhaus gelegen. Nach der Rückkehr nach Großbritannien wurde er erneut stationär aufgenommen, weil seine neuen Ärzte sämtliche Untersuchungen selbst durchführen wollten. Eine Woche später durfte er das Krankenhaus verlassen. Anschließend kamen sechs Spezialisten zu einem Gespräch ins Haus der Osbournes. Wegen seiner zahlreichen Erkrankungen wurde Ozzy unter anderem von Ärzten für Herzkrankheiten, Parkinson und Lungenprobleme betreut. Ein weiterer Mediziner koordinierte die verschiedenen Behandlungen.

Die Empfehlung der Ärzte war eindeutig: Ozzy sollte auf das Abschiedskonzert verzichten. „Sie rieten uns davon ab, das Konzert zu veranstalten. Sie sagten, es würde ihn umbringen“, erinnerte sich Sharon. Doch der Musiker ließ sich nicht umstimmen. „Das steht nicht zur Debatte. Das ist es, was ich will“, habe er den Ärzten erklärt. Ozzy sei sich über seinen Zustand vollkommen im Klaren gewesen. „Ich weiß, dass ich sterbe“, habe er gesagt. Selbst wenn ihn das Konzert einige Monate seines Lebens kosten würde, wolle er auf diese Weise Abschied nehmen. Für Sharon stand deshalb fest, dass sie seinen Wunsch respektieren würde. „Er sagte zu mir: ‚Was würden mir weitere sechs Monate schon bringen?'“, erzählte sie.

Obwohl der Auftritt für Ozzy äußerst emotional gewesen sei, blickt seine Witwe mit großer Dankbarkeit auf diesen letzten Abend zurück. „Er war sehr, sehr emotional“, erklärte Sharon. Gleichzeitig sei das Konzert wunderschön und unglaublich gewesen. Für sie hätte sich ihr Mann kaum einen passenderen Abschied wünschen können. „Ich sage immer, er ist wie ein Wikinger gegangen“, sagte sie. „Genau so wollte er es.“ Ozzy habe sein Leben stets als großes Geschenk betrachtet und trotz aller Schwierigkeiten nie bereut, welchen Weg er eingeschlagen hatte. „Ich bin ein verdammter Glückspilz“, habe er häufig gesagt. Schließlich habe er ein außergewöhnliches Leben geführt und alles erreicht, wovon er als junger Musiker geträumt hatte. Sharon ist überzeugt, dass ihr Mann sein Schicksal bewusst angenommen hatte. „Er hat nichts bereut. Er wusste, was sein Schicksal war“, erklärte sie.

Überraschend ist aber, dass offenbar nur Sharon und Ozzy selbst wussten, wie ernst seine gesundheitliche Situation tatsächlich war. Nach Angaben der 74-Jährigen hatten weder die gemeinsamen Kinder noch seine Bandkollegen von Black Sabbath erfahren, dass Ozzy das Konzert als seinen endgültigen Abschied betrachtete. „Meine Kinder wussten es nicht. Wir haben es den Kindern nicht gesagt“, erklärte Sharon. Auch die Mitglieder von Black Sabbath und die übrigen Beteiligten seien nicht eingeweiht gewesen. Für die Musiker und Gäste sei ‚Back to the Beginning‘ deshalb vor allem ein großes Wiedersehen alter Freunde gewesen. Zahlreiche Weggefährten hätten die Gelegenheit genutzt, gemeinsam Musik zu machen und Ozzy für seine Karriere zu feiern. „Es war einfach ein großartiger Tag“, erinnerte sich Sharon. Tatsächlich sei es aber noch viel mehr gewesen: „Im Grunde war es Ozzys Abschied, und er wusste, dass es sein Abschied war.“