MusikErste Begegnung: Dave Grohl ’stahl‘ Taylor Hawkins aus Alanis Morissettes Band

Taylor Hawkins and Dave Grohl - Grammys - 2007 - Avalon
Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl hat sich an den Beginn seiner engen Freundschaft mit dem verstorbenen Schlagzeuger Taylor Hawkins erinnert.
Schon bei ihrer ersten Begegnung sei ihm klar gewesen, dass die beiden ein besonderes Verhältnis entwickeln würden. Hawkins spielte damals noch in der Begleitband von Alanis Morissette, bevor er im März 1997 zu den Foo Fighters wechselte.
In der Sendung ‚Jimmy Kimmel Live!‘ erzählte der 57-jährige Musiker, dass sich ihre Wege Mitte der 1990er-Jahre bei verschiedenen Festivals und Radioveranstaltungen gekreuzt hätten. Das Debütalbum der Foo Fighters und Morissettes Erfolgsalbum waren ungefähr zur gleichen Zeit erschienen, weshalb beide Acts häufig bei denselben Veranstaltungen auftraten. Die erste persönliche Begegnung fand schließlich hinter der Bühne statt. Grohl erinnerte sich an einen blonden Musiker mit Surfer-Auftreten, der begeistert auf ihn zugekommen sei und die Foo Fighters überschwänglich gelobt habe. Die beiden hätten sich sofort verstanden. „Ich wusste in genau diesem Moment, dass wir für den Rest unseres Lebens beste Freunde sein würden“, erklärte Grohl.
Im März 1997 verließ Hawkins die Band von Alanis Morissette und schloss sich noch im selben Monat den Foo Fighters an. Die Gruppe arbeitete zu diesem Zeitpunkt an den letzten Feinheiten ihres zweiten Albums ‚The Colour and the Shape‘. Hawkins wurde anschließend über Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Band und zu einem der engsten Freunde Grohls.
Der Schlagzeuger starb im März 2022 im Alter von 50 Jahren in Kolumbien. Die Foo Fighters sollten dort wenige Stunden später ein Konzert geben. Sein plötzlicher Tod erschütterte die Band und ihre Fans weltweit. Wie sehr Grohl der Verlust bis heute beschäftigt, schilderte er Anfang des Jahres in einem Interview mit ‚The Guardian‘. Darin berichtete er von Träumen, in denen ihm verstorbene Menschen aus seinem Leben begegnen. Neben Hawkins seien darunter auch sein früherer Nirvana-Bandkollege Kurt Cobain, sein Kindheitsfreund Jimmy sowie seine Eltern. Manche dieser Träume fühlten sich für ihn wie tatsächliche Besuche an. Obwohl er währenddessen wisse, dass er träume, erschienen ihm die Begegnungen vollkommen real. „Es ist, als wären sie niemals fort gewesen“, beschrieb Grohl das Gefühl.
Besonders bewegend sei ein Traum gewesen, in dem Hawkins plötzlich neben ihm auf dem Sofa gesessen habe. Grohl habe geglaubt, gerade vor dem Fernseher aufgewacht zu sein. Sein Freund habe glücklich ausgesehen, sei braun gebrannt gewesen und habe seine vertraute Frisur getragen. Die Begegnung habe sich so wirklich angefühlt, dass Grohl zunächst kaum habe glauben können, ihn wiederzusehen. „Wir vermissen dich so sehr“, habe er zu Hawkins gesagt. Dieser habe lediglich gelächelt. Als Grohl ihn gefragt habe, wo er sich befinde, habe sein Freund erneut gelächelt und nur mit „Alter“ geantwortet. Unmittelbar danach sei Grohl aufgewacht.
Im Interview wurde der Musiker bei der Erinnerung an diesen Moment von seinen Gefühlen überwältigt. Der Traum habe ihm für einen kurzen Augenblick das Gefühl gegeben, noch einmal mit seinem besten Freund sprechen zu können. Als er erwachte, sei ihm schmerzlich bewusst geworden, dass die Begegnung nicht wirklich stattgefunden hatte.







