FilmMenschen wie Elon Musk erschweren die Erfindung neuer James-Bond-Schurken

Elon Musk - 2022 Met Gala - Getty
Der ‚James Bond‘-Filmreihe könnten künftig die Ideen für neue Bösewichte ausgehen.
Grund ist, dass wir inzwischen in einer Welt leben, in der Menschen wie Elon Musk ähnliche Vorstellungen haben wie die Schurken aus den Filmen. Das behauptet der leidenschaftliche 007-Fan Mark Gatiss. Der ‚Bookish‘-Star ist seit seiner Kindheit von James Bond begeistert und würde liebend gerne einen Bösewicht im nächsten Film verkörpern. Es wird der erste Bond-Film sein, der unter der kreativen Kontrolle von Amazon MGM Studios entsteht.
Allerdings ist sich Gatiss nicht sicher, welchen Weg Regisseur Denis Villeneuve bei der Gestaltung des Bösewichts in ‚Bond 26‘ einschlagen könnte. Schließlich gebe es inzwischen Technologie-Milliardäre wie Musk, die mit weitreichenden Zukunftsplänen für die Menschheit aufwarteten. Dazu gehöre beispielsweise die Vorstellung, die Erde zu verlassen und auf dem Mars zu leben. Eine solche Idee könnte seiner Ansicht nach direkt aus der Handlung eines Bond-Films der 1970er-Jahre stammen.
Bei einem Auftritt im Podcast ‚Pottering with Tom Allen‘ erklärte Gatiss, dass er sehr gerne Teil der Filmreihe wäre, ohne jedoch unbedingt auf eine Rolle zu bestehen. Er bezeichnete sich selbst als großen Bond-Nerd und scherzte, dass sein Mann angesichts seiner Begeisterung für Snooker, Darts und James Bond manchmal kaum glauben könne, dass er homosexuell sei. Seine Vorlieben führte Gatiss augenzwinkernd auf seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen zurück. „Ich liebe James Bond. Das war schon immer so, und ich weiß sehr viel darüber“, betonte er.
Für die Zukunft der Reihe wünsche er sich allerdings eine Rückkehr zu einem etwas leichteren Ton. Angesichts der aktuellen Weltlage könne das Publikum seiner Meinung nach wieder mehr Humor vertragen. „Ich finde, dass sie einen neuen Roger Moore für unsere Zeit finden sollten“, erklärte Gatiss. Die Filme müssten deshalb nicht albern werden, könnten aber durchaus wieder etwas mehr von dem augenzwinkernden Charme früherer Bond-Abenteuer aufgreifen.
Eine größere Herausforderung sieht Gatiss jedoch bei der Entwicklung neuer Gegenspieler. „Wer sind heute noch die Bösewichte, wenn wir bereits mit ihren realen Vorbildern leben?“, fragte er. Besonders Elon Musks Pläne für eine Besiedlung des Mars erinnerten ihn an klassische Bond-Handlungen. Als Beispiel nannte er den von Curd Jürgens gespielten Schurken aus ‚Der Spion, der mich liebte‘, der die Menschheit unter Wasser leben lassen wollte. Musks Vorstellungen seien seiner Ansicht nach ähnlich außergewöhnlich.
Gatiss kritisierte außerdem, dass sich manche der reichsten Menschen der Welt lieber mit der Besiedlung anderer Planeten beschäftigten, anstatt bestehende Probleme auf der Erde zu lösen. Diese seien seiner Meinung nach durchaus lösbar, sofern genügend Menschen von der Notwendigkeit entsprechender Maßnahmen überzeugt werden könnten. „Vielleicht könnten wir stattdessen die Probleme hier auf der Erde lösen“, schlug er vor und betonte, dass die Menschheit dazu grundsätzlich in der Lage sei.
Der Schauspieler und Drehbuchautor, der gemeinsam mit Steven Moffat die erfolgreiche BBC-Serie ‚Sherlock‘ entwickelte, äußerte sich zudem kritisch über das Verhalten einiger mächtiger Männer. Er bezeichnete sie als kindisch und warf ihnen mangelnde emotionale Reife vor. Dabei zog er auch einen Vergleich zwischen Musk und Donald Trump, deren Verhalten er als Ausdruck einer seiner Ansicht nach kaum entwickelten emotionalen Reife beschrieb.
Besonders spöttisch äußerte sich der 60-Jährige über Musks äußeres Erscheinungsbild. Trotz seines enormen Vermögens habe der Tesla-Chef seiner Meinung nach einen ausgesprochen schlechten Kleidungsstil. „Er hat so unglaublich viel Geld und sieht trotzdem aus, als hätte seine Mutter ihn in einem Wohltätigkeitsladen eingekleidet“, scherzte Gatiss. Auch Musks frühere Erscheinung und seine Haartransplantation nahm er aufs Korn. Abschließend schlug er augenzwinkernd sogar einen möglichen Titel für einen entsprechenden Bond-Film vor: ‚Der Mann, der mich anzog!‘
Wer die Nachfolge von Daniel Craig als James Bond antreten wird, steht bislang noch nicht fest. Zu den Schauspielern, die derzeit besonders häufig für die Rolle des 007 gehandelt werden, gehören ‚Slow Horses‘-Star Jack Lowden, Callum Turner und Jacob Elordi.







