MusikBTS-Doku-Regisseur: Griechische Mythologie hat das Comeback der Band geprägt

BTS Seoul comeback concert 2026 - BIGHIT MUSIC/Netflix BangShowbiz
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BTS Seoul comeback concert 2026 - BIGHIT MUSIC/Netflix

Bang ShowbizBang Showbiz | 23.03.2026, 15:00 Uhr

Die Dokumentation ‚BTS: The Return‘ wurde von der ‚Odyssee‘ und der griechischen Mythologie inspiriert.
Regisseur Bao Nguyen erklärte, dass der Netflix-Film stark von dem klassischen Werk ‚Odyssee‘ beeinflusst ist, das Odysseus, den König von Ithaka, auf seiner turbulenten, zehnjährigen Heimreise nach dem Trojanischen Krieg begleitet. Gleichzeitig greift der Film Elemente der griechischen Mythologie auf und inszeniert die Pause und Wiedervereinigung der K-Pop-Giganten BTS als modernes Epos.

Auf die Frage von ‚Teen Vogue‘, wie er zu dem Projekt kam, sagte Bao: „Nun, es ist irgendwie eine lange Geschichte, aber ich halte mich kurz. Ich hatte mich kurz vor dem Ende ihrer SoFi-Tour im Jahr 2021 an das Label gewandt. Als ich bei dem Konzert war, hatte das Ganze in vielerlei Hinsicht etwas Episches.“ Für ihn war BTS fast wie Odysseus, der in den Krieg zieht, und die ARMY, die Fangemeinde der Gruppe, war wie Penelope, die sich danach sehnt, dass ihre Helden zurückkehren. Der Filmemacher fügte hinzu: „Also bin ich damals mit dieser Idee an das Label herangetreten, aber sie waren mitten im Militärdienst und jeder hatte sozusagen sein eigenes Leben. Und dann kamen sie im Sommer 2025 wieder auf mich zu und sagten: ‚Nun, die Gruppe ist zurück. Sie nehmen ein Album auf. Hättest du Interesse, einen Film darüber zu machen?‘ Und da hat es dann angefangen.“

Dieser erste Funke – die gewaltige Show der Gruppe im SoFi Stadium als etwas Mythisches zu sehen – wurde zur Grundlage für die emotionale Tonalität der Dokumentation. Bao erklärt, dass die Parallelen zur ‚Odyssee‘ nicht nur ein kreativer Einfall waren, sondern zu einer Perspektive wurden, durch die er die Reise der Band und die unerschütterliche Loyalität der Fans verstand.

Ein Moment mit Bandmitglied RM bestätigte ihm endgültig, dass er auf dem richtigen Weg war.
Auf die Frage, ob ihm etwas besonders im Gedächtnis geblieben sei, antwortete er: „Das war in vielerlei Hinsicht ein Zufall. Ich hatte erwähnt, dass die ‚Odyssee‘ und die griechische Mythologie ein Rahmen für den Film sind, und wir saßen einfach im Auto mit RM und fuhren von seinem Zuhause in LA ins Studio.“ Der Sänger habe dann plötzlich angefangen, über Kairos und Chronos zu sprechen – griechische Zeitkonzepte, bei denen Chronos messbare, lineare Zeit ist und Kairos das Unmessbare, also das Leben in Momenten und Vergänglichkeit beschreibt. Beim Regisseur machte es in diesem Moment Klick: „Das war ganz am Anfang der Dreharbeiten, und da wurde mir klar, dass das, was ich von außen als ihre Reise wahrgenommen hatte, auch etwas war, das sie selbst so sahen. Und RM ist offensichtlich ein sehr philosophischer und weiser Mensch. Als er das sagte, wusste ich, dass wir die Chance hatten, einen wirklich großartigen Film zu machen.“