27.12.2020 20:15 Uhr

„Celebface“ zeigt, wie die Promis ohne Photoshop aussehen!

Schöne falsche Insta-Welt: Wie gut, dass es Accounts wie „celebface“ gibt. Die Macher decken Photoshop-Fails auf und zeigen uns die Promis ohne rosarote Brille.

Instagram/celebface

Zahlreiche Studien beweisen: Social Media macht depressiv, einsam und unglücklich und das vor allem Jugendliche. Schuld daran ist die nicht endende wollende Flut vermeintlich perfekter Fotos.

Auf „celebface“ werden täglich Vorher-Nachher Instagram-Fotos von Stars gepostet. Heißt: Vor Photoshop, Facetune, Filter und Co. – und danach. Die Macher wollen damit zeigen, dass niemand perfekt ist, auch wenn es auf Instagram viel zu oft den Eindruck macht.

Durch zu viel Bearbeitung und Beauty-Eingriffe wird den Usern ein völlig falsches Bild von Schönheit vermittelt. Bereits 1,5 Millionen Menschen folgen dem Account, das endlich für mehr Realität auf Instagram sorgt.

So werden wir beeinflusst

„Celebface“ deckt auf, bei wem nachgeholfen wurde, ob beim Beauty-Doc oder mit Facetune und Photoshop. Und man schreckt auch nicht vor den ganz großen Promi-Fischen zurück: Khloe Kardashian (36), Kylie Jenner (23), Aubrey O’Day (36), Bella Hadid (24) und Co. Sie alle wurden schon von „celebface“ auf frischer Tat beim digitalen Verschönern ertappt und entlarvt. Hierbei geht es nicht um Schadenfreude oder Bloßstellen – sondern um sehr viel mehr. Es geht um ein gesundes Selbstbewußtsein, abseits von konstruierten Schönheitsidealen.

Denn genau diese bestärken oben genannte Superstars, wenn sie sich Dellen, Falten und jedes Gramm Fett wegretuschieren. Diese berühmten Frauen sind einer der Gründe, warum viele normale junge Frauen sich nicht mehr trauen, ein unbearbeitetes Bild zu posten. Weil sie denken, dass sie unbearbeitet nicht dem vorgelebten Schönheitsideal entsprechen. Also muss nachgeholfen werden. Digital – oder sogar real beim Beauty-Doc. Nicht ohne Grund wird von vielen Instagram als eine Fake-Welt bezeichnet. Mehr Schein als Sein eben.

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Die viel zu starke Bildbearbeitung der Stars

Die Bearbeitungsprogramme Photoshop und Facetune gehören bei vielen Promis zur selbstverständlichen Bildbearbeitung. Doch eine Promi-Lady schafft es immer wieder, damit maßlos zu übertreiben. Die Rede ist von Khloe Kardashian (36). Die 36-Jährige musste in der Vergangenheit harte Kritik von ihren Followerm einstecken. Sie verstehen nicht, wieso Khloe aus sich eine völlig andere Person macht. Denn wenn man sich das Bild von „celebface“ anschaut, sehen wir zwei verschiedene Frauen. Links ist das veröffentlichte Bild von Khloe, rechts ein Foto von ihr aus einem Interview. Khloe hat den Hang zur Realität eindeutig verloren, dabei hätte sie das gar nicht nötig.

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Sie sehen alle gleich aus

Wollen Superstars wie Khloe Kardashian wirklich aussehen wie jede andere Frau? Den Eindruck bekommt man zumindest, wenn man sich heutzutage durch Instagram scrollt: Überall glatte makellose Haut, große Schmolllippen, ein spitzes Stupsnäschen, große Augen, hohe Wangenknochen, eine markante Jawline und Augenbrauen im Fox-Eye Look. Nicht ohne Grund lassen immer mehr junge Frauen mit Beauty Fillern nachhelfen, um ihren Idolen wie den Kardashians oder den Haddis ähnlicher zu sehen. Mit echter Schönheit hat das nichts mehr zu tun. Und irgendwie macht der aktuelle Schönheitswahn eher Angst. Sehen wir bald alle aus wie Klone? Zumindest auf Social Media…

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Galerie

Stars lieben die Seite

Denn den Unterscheid zwischen Insta-Scheinwelt und Realität zeigen uns zum Glück immer wieder Accounts wie „celebface“. Nicht nur wir Normalos lieben die Seite. Unter den 1,5 Millionen Followern sind nämlich auch einige Stars zu finden, die ein großer Fan der Seite sind. Wie zum Beispiel die deutsche Youtuberin Dagi Bee (26), „Game of Thrones“-Star Sophie Turner (24) oder die zwei „Riverdale“-Schönheiten Lili Reinhart (24) und Camila Mendes (26). Und: Sopie Turner, die Frau von Joe Jonas (31), hat in einem Interview schon mal verraten, dass „celebface“ ihr heimlicher Favorit auf Instagram ist.

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Face Filter statt Beauty-Doc

Zum Glück haben nicht alle Frauen, die sich nach dem makellosen Insta-Look sehnen auch das nötige Kleingeld, um ihre „Korrekturen“ beim Beauty-Doc umsetzen zu lassen. Das erledigen die Ladies stattdessen selbst: mit den Face Filtern von Instagram. Damit erzielt man ein fast identisches Ergebnis, zwar nur auf dem Foto, aber wer weiß das schon? Für den Moment wird der Schein also gewahrt, denn: das wahre Leben scheint sich ja eh immer mehr auf Instagram abzuspielen. Wozu daher in der Realität gut aussehen?

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Instagram Filter sollten verboten werden

Die sogenannten Instagram Beauty Filter sind aber nicht nur Ersatz für die eine oder andere Schönheits-OP. Sie gehören selbst bei kosmetisch bereits komplett optimierten Stars zum Alltag – und noch mehr: Sie liefern manchmal sogar einen weiteren Grund, nachzuhelfen. Und auch gleich das gewünschte Ergebnis. Denn immer mehr Frauen zeigen beim Schönheitschirurgen ein Bild von sich mit Filter, um zu zeigen, wie sie gerne aussehen würden.

Ein gruseliger Teufelskreis. Durch die Filter wird unser Schönheitsideal komplett verzerrt. Letztes Jahr im Oktober entfernte Instagram „alle mit plastischer Chirurgie verbundenen Effekte“. Leider war das nur auf Filter bezogen, die in direktem Zusammenhang mit der plastischen Chirurgie stehen. Das heißt, die Instagram Face Filter bleiben weiterhin bestehen.

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Folgt „celebface“ für mehr Realität

Wer aber die Schnauze voll hat von den unrealistischen Schönheitsidealen, die uns die Stars vorleben, sollte „celebface“ unbedingt ein Abo da lassen. Denn wenn man zu viel Zeit auf Instagram verbringt, erwischt man sich doch schnell mal bei dem Gedanken, etwas an sich verändern zu wollen. „Celebface“ bietet seinen Followern eine kleine Auszeit aus der Instagram-Scheinwelt. Die Macher erinnern uns daran, dass auch Promis Bad Hair Days, Haut- oder Figurprobleme haben. Nur weil wir die nicht zu sehen bekommen, heisst nicht, dass sie nicht da sind…

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Sie starb wegen der Schönheit

Und genau das müssen sich gerade junge Frauen immer wieder vor Augen führen. Sonst verlieren sie schnell jegliches Selbstbewußtsein – und ein gesundes Körpergefühl. So wie Joselyn Cano. Die Influencerin wurde als mexikanische Kim Kardashian gehandelt. Und dafür brauchte sie natürlich den passenden Po. Eigentlich hatte sie den bereits. Aber plötzlich sollte er noch größer und straffer sein. Dafür flog die 30-Jährige bis nach Kolumbien. Doch Joselyn sollte den Wunsch nach einem größeren Po mit ihrem Leben bezahlen. Die Influencerin starb während ihrer Schönheitsoperation. Ihre 12,9 Millionen Follower sind immer noch geschockt über ihren sinnlosen und traurigen Tod.

(TSK)