Die Suchbegriffe des JahresGoogle Jahresrückblick 2022: Nach Putin wurde besonders häufig gesucht

2022 haben deutsche Internetnutzer Google zahlreiche Fragen rund um Wladimir Putin gestellt. (wue/spot)
2022 haben deutsche Internetnutzer Google zahlreiche Fragen rund um Wladimir Putin gestellt. (wue/spot)

imago images/SNA

SpotOn NewsSpotOn News | 07.12.2022, 06:00 Uhr

2022 wurde wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine besonders häufig nach Wladimir Putin gegoogelt. Das sind die Suchbegriffe des Jahres.

Google blickt im Dezember abermals auf das vergangene Jahr zurück. Die veröffentlichten Listen zeigen, dass in Deutschland insbesondere die Invasion russischer Truppen in die Ukraine zu vielen Suchanfragen geführt hat. So belegt der russische Präsident Wladimir Putin (70) den ersten Platz in der Tabelle der Persönlichkeiten, zu denen das Suchinteresse 2022 im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gestiegen ist.

Die weiteren Persönlichkeiten in den Top Ten

Bei den Persönlichkeiten folgen nach Putin Hollywood-Star Johnny Depp (59) und seine Ex-Frau Amber Heard (36) auf den Rängen zwei und drei. Depp hatte Heard wegen Verleumdung in den USA verklagt, der Prozess wurde zu einem Medienspektakel. Boris Becker (55), der wegen Insolvenzverschleppung in Großbritannien zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, landet auf der Vier – vor seinem ehemaligen Tennisschützling Novak Djokovic (35). Der Impfverweigerer hatte Anfang des Jahres unter anderem nicht bei den Australian Open antreten dürfen.

Das Aufsehen um Fynn Kliemann (34) nach einem Beitrag in Jan Böhmermanns (41) Sendung „ZDF Magazin Royale“ bringt dem Influencer Platz sechs. Will Smith (54) positioniert sich, nachdem er bei den Oscars den Komiker Chris Rock (57) auf der Bühne geohrfeigt hat, auf Rang acht. Die restlichen Plätze belegen drei Kandidatinnen und Kandidaten aus dem diesjährigen Dschungelcamp: Tina Ruland (56) liegt auf der Sieben, der Designer Harald Glööckler (57) auf Rang neun und Rulands Schauspielkollegin Anouschka Renzi (58) holt sich die Zehn.

Putin führt derweil auch die Liste der Politikerinnen und Politiker an, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) die Fünf belegt und Kiews Bürgermeister sowie Ex-Boxer Vitali Klitschko (51) die Zehn. Daneben besonders häufig gesucht: Anne Spiegel (41, zwei), Gerhard Schröder (78, drei), Sanna Marin (37, vier), Christian Lindner (43, sechs), Ricarda Lang (28, sieben), Rishi Sunak (42, acht) sowie Emmanuel Macron (44, neun).

Von der Ukraine bis zur WM in Katar

Erstmals seit Beginn zählt die Corona-Pandemie nicht mehr zu den gefragtesten Themen des Jahres. Bei den allgemeinen Suchbegriffen im Google Jahresrückblick 2022 liegt entsprechend „Ukraine“ auf Rang eins, Putin landet hier auf Rang fünf. Die Plätze zwei und drei belegen „WM 2022“ sowie „Olympia 2022“, gefolgt von „Queen“, der Anfang September verstorbenen Königin Elizabeth II. (1926-2022), auf der Vier. Die Top Ten der Suchbegriffe vervollständigen „Affenpocken“ (sechs), „Frauen-EM“ (sieben), „Nations League“ (acht), „Jeffrey Dahmer“ (neun) – wohl aufgrund der angesagten Netflix-Serie „Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer“ – und „Warnung vor Sturmböen“ (zehn).

Auch bei den für Nutzerinnen und Nutzern interessantesten Schlagzeilen des Jahres liegt „Ukraine“ vorne, gefolgt von „Affenpocken“ auf der Zwei und dem „9-Euro-Ticket“ auf Rang drei. Dahinter liegen „Hitzewarnung“ (vier) sowie die Diskussion um das umstrittene Lied „Layla“ von DJ Robin und Schürze auf Platz fünf. Die ebenso vieldiskutierte Oscar-Ohrfeige von Will Smith landet auf der sechs vor „Taiwan“ (sieben), „Energiepauschale“ (acht), „Katar“ (neun) und „Bürgergeld“ (zehn).

Bei den unterschiedlichen W-Fragen finden sich zwar auch Themen rund um Corona, Persönlichkeiten, Sport und weitere Interessensgebiete, aber auch hier stehen Putin und der Ukraine-Krieg oftmals im Mittelpunkt mit Fragen wie: „Wie alt ist Putin?“, „Warum greift Russland die Ukraine an?“, „Wie viele Soldaten hat Russland?“ oder „Was möchte Putin?“.

Der Google Jahresrückblick 2022 bildet in den unterschiedlichen Kategorien jeweils einen besonders starken Anstieg beim Suchinteresse im Vergleich zum Vorjahr ab.