StarsHartes Pflaster Ballermann: So denken die Stars der Szene

Mia Julia - 16.03.17 - Hamburg - Geisler-Fotopress
Hartes Pflaster Ballermann: So denken die Stars der Szene.
Für viele Urlauber ist der Ballermann auf Mallorca der Inbegriff von Party, ausgelassener Stimmung und Sommerhits.
Doch hinter den Kulissen sieht die Realität oft deutlich anders aus. Zahlreiche Künstler der Szene sprechen inzwischen offen über den enormen Druck, der mit dem Leben zwischen Bierkönig, Megapark und ständigem Feiern verbunden ist. Wer am Ballermann erfolgreich sein will, muss vor allem eines mitbringen: Durchhaltevermögen. Während die Fans die Künstler oft nur für wenige Minuten auf der Bühne erleben, besteht der Alltag vieler Stars aus engen Zeitplänen, Reisen und Auftritten bis tief in die Nacht. Die Konkurrenz ist groß, denn jedes Jahr drängen neue Künstler auf die Bühnen der Playa de Palma. Gleichzeitig kämpfen etablierte Namen darum, ihre Position zu behaupten. Die Mallorca-Szene zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Bereichen des deutschsprachigen Partyschlagers.
„Viele Künstler berichten, dass der öffentliche Eindruck häufig täuscht. Von außen wirke alles wie eine einzige große Party, tatsächlich sei der Job jedoch harte Arbeit. Wer dauerhaft bestehen wolle, müsse professionell auftreten, zuverlässig sein und ständig neue Hits liefern. Gerade während der Saison seien freie Tage selten. „Ich lief auf Hochtouren. Hatte Angst, den Anschluss zu verlieren“, verriet beispielsweise Schlagersternchen Mia Julia im Interview mit ‚Bild‘.
Hinzu kommt der Erwartungsdruck des Publikums. Die Fans möchten ihre Lieblingsstars stets gut gelaunt erleben, unabhängig davon, wie es ihnen persönlich geht. Einige Künstler schildern deshalb, dass sie lernen mussten, auf ihre Gesundheit zu achten und bewusster mit ihren Kräften umzugehen. In den vergangenen Jahren haben mehrere bekannte Mallorca-Stars ihre Auftritte reduziert, um mehr Zeit für Familie und Erholung zu haben.
Ikke Hüftgold kämpft aktuell außerdem mit den technologischen Neuerungen wie KI, die auch den Ballermann zunehmend beeinflussen, beispielsweise durch mit künstlicher Intelligenz geschaffene Songs. „Wir bekommen am Tag bis zu 20 Songs zugeschickt. Da ist ganz viel Schrott dabei. […] Wer noch nicht etabliert ist, für den kommt es in den nächsten Jahren knüppelhart“, so Ikke im Interview. Fest steht also, dass die Mallorca-Elite sich auch zukünftig warm anziehen muss.






