StarsJanosch ist tot: Schöpfer der Tigerente stirbt mit 95 Jahren

Kuenstler Janosch - Avalon
Trauer um Janosch: Der bekannte Kinderbuchautor ist auf Teneriffa verstorben.
Der deutsche Kinderbuchautor und Illustrator Janosch ist im Alter von 95 Jahren gestorben.
Mit Figuren wie Tiger, Bär und der Tigerente begeisterte er Generationen von Kindern. Am Dienstag (3. November) starb der Künstler auf Teneriffa. Das teilte sein Tübinger Verleger Bernhard Feil der Deutschen Presse-Agentur mit.
Hinter dem Künstlernamen Janosch verbarg sich Horst Eckert, der am 11. März 1931 in Oberschlesien geboren wurde. Seine Werke erreichten ein Millionenpublikum und wurden in rund 40 Sprachen übersetzt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählt ‚Oh, wie schön ist Panama‘, mit dem ihm 1978 der große Durchbruch gelang. Die Geschichte von Tiger und Bär auf der Suche nach ihrem Traumland entwickelte sich zu einem Klassiker der Kinderliteratur.
Seine Geschichten waren von Wärme, Freundschaft und einem besonderen Sinn für Humor geprägt. Dabei stand Janoschs eigenes Aufwachsen unter schwierigen Vorzeichen. Er verbrachte einen Großteil seiner Kindheit im heutigen Polen und erlebte familiäre Gewalt, Armut und die Alkoholsucht seines Vaters. Diese Erfahrungen hinterließen Spuren und flossen später auch in seine literarische Arbeit ein. In seinem Roman ‚Cholonek oder der liebe Gott aus Lehm‘ setzte sich Janosch mit seiner Herkunft und den belastenden Erlebnissen seiner frühen Jahre auseinander. Gegenüber der ‚Süddeutschen Zeitung‘ offenbarte der Schriftsteller einmal: „Die ersten Jahre meines Lebens waren die totale Zerstörung meiner Person.“
Neben seinen Illustrationen und Erzählungen schrieb Janosch auch Theaterstücke und arbeitete als Maler. Auch seine Kolumnen rund um die Figur Wondrak im ‚ZEITmagazin‘ fanden ein großes Publikum. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1979 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis für ‚Oh, wie schön ist Panama‘, 1993 folgte das Bundesverdienstkreuz.
In den 1980er-Jahren zog sich der Künstler nach Teneriffa zurück, wo er weitgehend abseits der Öffentlichkeit lebte. Zusammen mit seiner Frau Ines Eckert gründete Janosch die Stiftung Canarina, die sich für den Artenschutz auf den Kanarischen Inseln einsetzt. Interviews gab er zuletzt nur noch selten. An seinem 95. Geburtstag im März 2026 verzichtete der Autor auf eine große Feier. „Er will seine Ruhe haben“, zitierte die Nachrichtenagentur AFP damals die Janosch-Gesellschaft.







