FilmJohn Malkovich wollte von Tom Cruise gespielt werden

John Malkovich at A24's "Opus" Los Angeles Premiere - Warner Bros
John Malkovich wollte von Tom Cruise gespielt werden.
John Malkovich hätte gerne gesehen, dass Tom Cruise oder Sean Penn ihn in ‚Being John Malkovich‘ spielen.
Der heute 72-jährige Schauspieler spielte in der Fantasy-Komödie von Regisseur Spike Jonze aus dem Jahr 1999 eine fiktionalisierte Version seiner selbst. In dem Film entdeckt Craig Schwartz (John Cusack) ein Portal in Malkovichs Gehirn. Ursprünglich wollte Malkovich jedoch lieber hinter den Kulissen mitwirken und die Rolle von jemand anderem spielen lassen.
Drehbuchautor Charlie Kaufman war damit allerdings nicht einverstanden. Im Gespräch mit dem Magazin ‚Culture der Sunday Times‘ sagte Malkovich: „Ich war ein großer Fan von William Hurt. Tom Cruise hatte gerade ‚Risky Business‘ gemacht, und ich mochte ihn darin sehr. Sean Penn ebenfalls. Es hätte jeder sein können, aber Charlie war anderer Meinung.“ Einen „sinnvollen Beitrag“ habe er dennoch geleistet: Er schlug Charlie Sheen für die Rolle seines besten Freundes vor, nachdem Kevin Bacon das Projekt abgelehnt hatte. Sheen befand sich damals nach einer Kokain-Überdosis in einer Entzugsklinik. Malkovich sagte: „Ich glaube, das war der einzige wirklich nützliche Beitrag, den ich geleistet habe, denn er ist sehr lustig. Ich hatte nie persönlichen Kontakt zu ihm. Aber ich war froh, dass der Film den Menschen geholfen hat, über das hinwegzukommen, was auch immer er getan hatte oder wofür er angeblich büßen musste.“
John Malkovich weigerte sich zudem, persönliche Ansichten für das Drehbuch beizusteuern. Auf die Frage nach einer Szene, in der seine Filmfigur einen „fußverwöhnenden Baumwollteppich“ bestellen möchte und sich für die Farbe einer Badematte entscheiden muss, antwortete er auf die Frage, ob er dazu selbst eine Meinung gehabt hätte: „Ja, aber ich würde nicht darüber sprechen.“
Der Schauspieler aus ‚Liaisons Dangereuses‘ arbeitet gerne an Projekten, von denen er glaubt, dass sie eine „urkomische“ Erfahrung bieten werden. Während die Zusammenarbeit mit Bernardo Bertolucci bei ‚Himmel über der Wüste‘ diesem Anspruch entsprach, sei dies bei Woody Allen und ‚Schatten und Nebel‘ nicht der Fall gewesen. Er sagte: „Man denkt, wenn man in einem Woody-Allen-Film mitspielt, lacht man den ganzen Tag. Das tut man nicht, denn er ist ein zutiefst ernsthafter Mensch.“







