MusikKneecap über Undercover-Polizei, verbotene Songs und Belfast-Politik

Kneecap - Apple Music
Kneecap sagen: Undercover-Polizei, verbotene Songs und Belfast-Politik prägten ihren Aufstieg.
Die Hip-Hop-Gruppe Kneecap hat Einblicke in das Chaos, die Politik und Verfolgungsjagden mit verdeckten Ermittlern gegeben, die ihre frühen Jahre geprägt haben.
Sie erklärten, dass ihre Durchbruchssongs in einem „vernebelten Dachboden“ in West-Belfast entstanden und von Anfang an von Kontroversen begleitet waren. Im Gespräch bei Apple Musics ‚Origin Stories‘ sagte das Trio, ihr gesamter Sound sei in der Hawthorn Street entstanden, wo zwei Mitglieder fast ein Jahrzehnt lebten. Kneecap – bestehend aus Mo Chara, Móglaí Bap und DJ Próvaí – sagte: „Das ist eine sehr bedeutende Straße… weil ich und Móglaí dort etwa acht oder neun Jahre gelebt haben. In der Hausnummer 51 dort oben an der Ecke haben wir ‚C.E.A.R.T.A.‘ aufgenommen. Dort haben wir viele unserer ersten Tracks geschrieben – in einem ziemlich vernebelten Dachboden.“
Sie gaben zu, dass Rap auf Irisch nie als Karriere gedacht war: „Auf dem Papier ist es ein ziemlich schlechtes Geschäftsmodell, wenn man Geld verdienen will, in einer Sprache zu rappen, die nur etwa 80.000 Menschen täglich sprechen. Also haben wir nie gedacht, dass das eine Karriere wird.“ Das Aufwachsen in West-Belfast bedeutete, dass Politik allgegenwärtig war: „Es ist ein Ort mit viel Geschichte… sehr geprägt von der Arbeiterklasse. Viele Menschen sind hier in Armut aufgewachsen. Aber genau das bringt auch die besten Menschen hervor. Politik ist überall … das ist einfach das normale Gesprächsthema im Pub.“
Die Gruppe entstand, nachdem sie ein eigenes Festival für die irische Sprache ins Leben gerufen hatten. Sie wollten eine neue Identität junger Menschen repräsentieren, die Irisch sprechen, und alte Wörter neu beleben: „Warum sollten wir ins Englische wechseln, nur um ein bestimmtes Wort zu sagen? Warum können wir nicht unsere eigenen Wörter haben?“ Ihr politisches Bewusstsein verstärkte sich während der Debatte um das irische Sprachgesetz 2017. „Alles, was wir wollten, mussten wir selbst aufbauen. Paul Givan hat Fördergelder gestrichen, also haben wir sofort eine Art Protest organisiert – und der Ort war brechend voll.“






