Johnny Depp: Spekulationen um Schauspiel-Comeback in diesem Film?

Paul VerhobenPaul Verhoben | 29.05.2022, 10:06 Uhr
Tim Burtons Beetlejuice von 1988
Tim Burtons Beetlejuice von 1988: In der Mitte Michel Keaton

IMAGO / Everett Collection

Es wird gemunkelt, dass Johnny Depp nach den zermürbenden Verhandlungen vor Gericht sein Schauspiel-Comeback in "Beetlejuice 2" feiern könnte. Woher kommen die Spekulationen?

Fans haben die sozialen Medien mit dieser Behauptung geflutet, nachdem sie bemerkt hatten, dass der Name des Schauspielers auf einem Besetzungs-Sheet zu sehen ist, das man finden kann, wenn man bei Google nach dem Film sucht, der 2025 herauskommen soll.

Rückkehr der Stars von 1988

Neben Johnny Depp (58) stehen Michael Keaton (70) und Winona Ryder (50), die beide Spekulationen zufolge ihre Rollen aus dem Original des Comedy-Klassikers von Regisseur Tim Burton (bekannt für durchgeknallte Stoffe) aus dem Jahr 1988 wieder aufnehmen werden, auf der Liste. Die Gerüchte machten die Runde, bevor die Jury in Johnny Depps Verleumdungsfall gegen Ex-Frau Amber Heard (36) über die gegenseitigen Vorwürfe beriet.

Der Originalfilm von 1988 dreht sich um ein totes Ehepaar – gespielt von Alec Baldwin (64) und Geena Davis (66) – das als selten dusselige Geister wiederbelebt wird, die darauf versessen sind, eine nervige Familie aus ihrem Traumhaus zu verjagen. (Den Trailer dazu gibt es weiter unten).




Fans wollen Johnny Depp in „Beetleejuice“ sehen

Fans äußerten nun lautstark den Wünsch, Depp in dem Nachfolger zu sehen – besonders nach den zermürbenden Wochen vor Gericht, um zu beweisen, dass er kein häuslicher Gewalttäter ist. Ein Fan beispielsweise sagt in den sozialen Medien: „Ich bin begeistert zu sehen, dass Johnny Depp zur Besetzung von ‚Beetlejuice 2‘ hinzugefügt wurde.“ Ein anderer findet: „Ich freue mich für Johnny!“ Und setzte noch einen drauf mit der Behauptung: „Robert Downey Jr. will Johnny für den nächsten ‚Sherlock Holmes‘!“

Andere Filmfans wiederum bezweifeln das Gerücht, wobei ein Skeptiker sagte: „Ihr Leute habt also eine Google-Suche nach ‚Beetlejuice 2‘ gemacht, gesehen, wie sein Name aufgetaucht ist, und denkt, dass das bedeutet, dass er darin gecastet wurde? LMAO! Ich kann verstehen, warum ihr zu ihm steht.“

„Es geht hier um den guten Namen eines Mannes. Und mehr noch, es geht um das Leben dieses Mannes, das Leben, das er verloren hat, als er eines furchtbaren Verbrechens angeschuldigt wurde.“
(Depps Anwältin Camille Vasque vor Gericht)

Winona Ryder stellte sich vor Johnny Depp

Winona Ryder, die Lydia Deetz in „Beetlejuice“ spielte und ab Juli 1990 drei Jahre lang mit Depp verlobt war, hat ihren Ex während des öffentlich ausgetragenen Rosenkriegs verteidigt. Sie sagte, ihre Erfahrung mit dem Schauspieler sei „völlig anders“ als die Anschuldigungen, die Amber Heard lautstark erhoben habe.

Johnny Depp vor Gericht
Johnny Depp vor Gericht

IMAGO / NurPhoto

Ryder sagte im Juli 2020 vor Gericht: „Ich kenne ihn wirklich und ehrlich gesagt nur als einen wirklich guten Mann – einen unglaublich liebevollen, extrem fürsorglichen Kerl, der mich und die Menschen, die er liebt, so sehr beschützt hat und ich fühlte mich sehr, sehr sicher mit ihm. Ich möchte niemanden als Lügner bezeichnen, aber aus meiner Erfahrung mit Johnny ist es unmöglich zu glauben, dass solche schrecklichen Anschuldigungen wahr sind.“

Johnny Depp und Amber Heard: Das waren die Schlussplädoyers

Ryder, die auch neben Depp in ‚Edward mit den Scherenhänden‘ zu sehen war, sagte außerdem zu dem Filmprojekt, sie sei „hoffnungsvoll“, dass „Beetlejuice 2“ gedreht werden wird. Sie bestätigte am Dienstag (24. Mai) in einem Interview mit „US Today“, dass sie zur Besetzung gehören werde, indem sie erklärte: „Ich bin dabei! Ich bin definitiv aufgeregt und ich bin wirklich hoffnungsvoll, dass es passieren wird. Der einzige Weg, wie wir es tun würden, wäre, wenn alles perfekt wäre und wir alle Leute hätten.“

Johnny Depp: Opfer von Cancel Culture?

Der 58-Jährige sieht sich als Opfer der sogenannten Cancel Culture. Damit werden Anstrengungen umschrieben, Personen sozial auszuschließen, deren Aussagen oder Handlungen als diskriminierend oder beleidigend angesehen werden.

Depp, der übrigens unter Coulrophobie, der Angst vor Clowns, leidet, verlor deshalb zuletzt bedeutende Filmrollen. So durfte er seine Rolle als Gellert Grindelwald in “Phantastsiche Tierwesen 3” nicht fortsetzen. Auch soll er den Job als Captain Jack Sparrow in den „Fluch der Karibik“-Filmen nicht mehr bekommen seiner bekanntesten und beliebtesten Rolle überhaupt.

Allerdings starteten Fans eine Petition auf change.org mit dem Titel „Wir wollen Johnny Depp zurück als Captain Jack Sparrow“. Bisher haben fast 860.000 unterschrieben. (Bang/K&T)