Kultband der 1980er: „A-ha – The Movie“ startet im Kino

Kultband der 1980er: "A-ha – The Movie" startet im Kino
Kultband der 1980er: "A-ha – The Movie" startet im Kino

© Salzgeber

16.09.2021 19:36 Uhr

a-ha haben die Achtziger geprägt wie nur wenige weitere Bands. Fast 40 Jahre nach ihrer Gründung füllt die legendäre Popgruppe aus Oslo und einstigen Teenie-Idole noch immer die Hallen der Welt mit ihrer melancholisch-epischen Musik.

Nie zuvor gezeigtes Archivmaterial

„a-ha – The Movie“ erzählt die Geschichte von drei jungen Männern aus Norwegen und ihrem Traum, internationale Stars zu werden. Als „Take On Me“ 1985 Nummer 1 in den USA wird, scheinen die Freunde am Ziel. Doch der unfassbare Erfolg strapaziert ihre Beziehung. Irgendwann sind sie nicht mal mehr in der Lage, sich im selben Raum aufzuhalten. Freunde? Fehlanzeige! Nur auf der Bühne sind sie wie früher vereint – in der Leidenschaft für ihre Musik.

Mit einem einzigartigen Zugang zur Band und nie zuvor gesehenem Archivmaterial erzählt „a-ha – The Movie“ von einem sagenhaften Aufstieg, von zeitlos-großartiger Musik, der dunklen Seite des Erfolgs und dem ewigen Ringen um Freundschaft.

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Mehrjähriges Projekt

Der norwegische Regisseur und Produzent Thomas Robsahm sagte über seinen Film: „Seitdem ich mit zehn Jahren ‚Let It Be‘ über die Beatles gesehen hatte, wollte ich einen Film über eine Band machen, die eine Platte macht. Beinah hätte ich ein solches Projekt in den frühen 90ern bekommen, aber das hat nicht funktioniert. Nachdem ich ‚Some Kind Of Monster‘ über Metallica gesehen hatte, dachte ich wieder daran, und damals hatte ich gerade eine Filmpremiere hinter mir, bei der Morten und Magne anwesend waren.“

Robsahm weiter: „Viele Jahre später, es war 2009, war Magne bei der Premiere eines Films anwesend, den ich produziert hatte, und er machte mir große Komplimente für die Musik, die ich für den Film geschrieben hatte (uns war während der Postproduktion das Geld ausgegangen, deshalb musste ich es selber machen). Ein paar Monate später fragte ich ihn, ob ich die Aufnahmen für ein neues a-ha-Album filmen dürfe. Er war dafür, aber es gab ein Problem: Sie trennten sich gerade … Natürlich kamen sie nach fünf Jahren wieder zusammen, und wir begannen 2016 mit den Dreharbeiten. Aber sie haben noch immer kein neues Album aufgenommen, deshalb wurde der Film anders, als ich es mir vorgestellt hatte.“

Aslaug Holm ist Kamerafrau und Ko-Regisseurin (Foto unten) des Streifens und eine der einflussreichsten Dokumentarfilmer Norwegens.

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Das sind a-ha

A-ha wurde 1982 in Oslo gegründet. Die Gruppe besteht aus Pål Waaktaar-Savoy (Gitarren, Keyboards), Magne Furuholmen (Keyboard, Gitarren) und Morten Harket (Gesang). Ihren größten Erfolg erlebte a-ha 1985 mit ihrem Debut-Album „Hunting High and Low“. Das Album erreichte in ihrem Heimatland Norwegen Platz 1 der Hitliste, in UK Platz 2, und Platz 1 der US-amerikanischen Billboard Charts.

Drei Single-Auskopplungen kamen ebenfalls auf Platz 1: „Take On Me“, „The Sun Always Shines on TV“ und „Hunting High and Low“. Für das Album wurde die Band für den Grammy als Beste Neue Künstler nominiert. Das grafisch animierte Video zu „Take On Me“ gilt als eines der originellsten Musikvideos aller Zeiten und war damals revolutionär. 1986 wurde es bei den MTVVideo Awards für acht Preise nominiert, von denen es sechs gewann, einschließlich den Preises für des Beste Video des Jahres.

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Comeback Ende der 1990er

In den Folgejahren veröffentlichte die Band die Alben „Scoundrel Days“ (1986), „Stay On These Roads“ (1988) und „East of the Sun, West of the Moon“ (1990) mit Hits wie „I’ve Been Losing You“, „Cry Wolf“, „Manhattan Skyline“, „The Living Daylights“, „Stay On These Roads“ und „Crying In the Rain“. Als ihr fünftes Studio-Album „Memorial Beach“ (1993) nicht den kommerziellen Erfolg der vorherigen Alben erreichte, legte die Band 1994 eine Pause ein.

Nach einem Auftritt beim Konzert zur Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahr 1998 nahmen a-ha ihr sechstes Album auf, „Minor Earth Major Sky“ (2002), das in Norwegen und Deutschland die Hitparaden eroberte. Es folgten „Lifelines“ (2002), „Analogue“ (2005), das in UK eine silberne Schallplatte bekam, und „Foot of the Mountain“ (2009), das ebenfalls eine silberne Schallplatte in UK bekam und es in vielen europäischen Ländern in die Top 5 der Charts schaffte. 2009 teilte die Band mit, dass sie sich nach der Tournee zu „Ending on a High Note“ im Jahr 2010 auflösen werde. Ihre Fans kamen auf sechs Kontinenten zusammen, um die letzten Auftritte der Tour zu erleben.

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A-ha stehen im Guinness Buch der Rekorde

Ende 2014 meldete a-ha offiziell seine Teilnahme an Rock in Rio 2015 an, um das dreißigjährige Bestehen sowohl der Band als auch des Festivals zu feiern. 2015 verkündete a-ha ihre Wiedervereinigung, und ihr zehntes Studio-Album „Cast in Steel“ erschien im September. Es folgte eine große Tournee. A-ha steht im Guinness Buch der Rekorde als Rockband mit dem größten Publikum bei einem Einzelkonzert: während Rock in Rio zogen sie knapp 200.000 Menschen ins Maracanã-Stadion. Ihr Label Rhino Entertainment gibt an, sie hätten 55 Millionen Schallplatten verkauft, aber andere Quellen versichern, dass sie mehr als 100 Millionen Platten verkauft haben (Albums und Singles zusammengenommen). (Salzgeber)