ABBA-Spektakel „Voyage“ wird „fabelhaft, emotional, mitreißend und großartig“

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 15.11.2021, 20:00 Uhr
ABBA-Spektakel "Voyage" wird "fabelhaft, emotional, mitreißend und großartig"
ABBA-Spektakel "Voyage" wird "fabelhaft, emotional, mitreißend und großartig"

© Industrial Light Magic

Viel ist noch nicht bekannt über die ABBA-Avatarkonzerte. Nun gaben die Produzenten der Mega-Show ein paar Einblicke.

ABBA-Fans warten schon gespannt auf den 27. Mai 2022. Da startet nämlich die Show „Voyage“ in London, ein technisch aufwändiges Spektakel, bei dem Avatare von Agnetha Fältskog (71),  Anni-Frid Lyngstad (75), Björn Ulvaeus (76) und Benny Andersson (74) die Hits der Band performen.

Das klingt gleichermaßen futuristisch wie unterhaltsam — aber allzu viel haben ABBA ansonsten noch nicht darüber verraten. In einem Interview gaben jetzt die Produzenten der Show ein paar Einblicke.

Keine Hologramm-Show!

Auf eines legt Regisseur Baillie Walsh, zuständig für die kommenden Liveshows mit Liv.-Band und 360Grad-Leinwand, großen Wert:  „Voyage“ ist KEINE  Hologrammshow — sondern etwas viel Spannenderes.

„Wir machen keine dreidimensionalen Hologramme!“

Und weiter: „Ich glaube nicht, dass irgendwelche Hologramm-Shows erfolgreich gewesen sind. Nach fünf Minuten finde ich sie nicht mehr so interessant“, erklärte er mit Vehemenz gegenüber „Dazed Digital“.

Stattdessen verbrachte man fünf Jahre damit, akribisch genaue Avatare der vier Bandmitglieder zu erschaffen.  Details zu den sogenannten ABBAtaren werden bislang geheimgehalten — das sei laut Walsh auch gar nicht so wichtig. Dafür gibt es vom Regisseur ein großes Versprechen: Man versuche, eine „fabelhaft, emotional, mitreißend und großartige“ Show zu erschaffen.

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Aufwändige Arbeiten

Für die ABBAtare mutieren die Mitglieder der Band – heute alle Mitte 70 – in ihre jüngeren Ichs. Dafür schlüpften die Musiker in „Mocap“-Anzüge und performten über einen Zeitraum von fünf Wochen alle ihre Songs. Dabei wurden sie von 160 Kameras aufgezeichnet, die alle Gesten, Bewegungen, Gesichtsausdrücke und Eigenheiten einfingen — und so originalgetreue Avatare kreierten.

Ludvig Andersson

Überrascht vom Hype

Früher galten ABBA vielerorts als eine Art „guilty pleasure“ — heute ist die Band beliebter denn je.  Das überraschte auch Ludvig Andersson – seines Zeichens Co-Produzent von „Voyage“ und jüngster Sohn von ABBA-Mitglied Benny Andersson. „Wir wussten, dass die Welt sie mochte. Aber die Reaktion, die sie bekamen, war außergewöhnlich, besonders aus der Sicht, dass sie so überschwänglich positiv war“.

Übrigens ist die große Reunion dieser Show zu verdanken — denn bei den Arbeiten daran fand die Band wieder gefallen aneinander.  „Ich würde nicht sagen, dass wir die Architekten dieser Reunion waren“, erklärt Ludvig Andersson (39) – und schob dann doch hinterher: „Aber wir waren die Architekten dieser Reunion“.

Details zu „Voyage“

„Voyage“ findet ab 27. Mai 2022 in der eigens errichteten ABBA Arena im Queen Elizabeth Olympic Park in London statt. Auch wenn Agnetha, Anni-Frid, Björn und Ulvaeus nur digital anwesend sein werden — die Musik kommt durchaus von echten Menschen. Unterstützt werden die Avatare von einer 10-köpfigen Live-Band. Die Shows finden immer Montag, Donnerstag und Freitag um 19:45 (London-Zeit) statt, Samstag und Sonntag gibt es um 15 Uhr weitere Vorstellungen.