„Last Christmas“: 30 Fakten zum grössten Weihnachtsklassiker

Isabell KilianIsabell Kilian | 25.12.2021, 19:00 Uhr
„Last Christmas“: 30 Fakten zum grössten Weihnachtsklassiker
„Last Christmas“: 30 Fakten zum grössten Weihnachtsklassiker

Wham!/Youtube

„Last Christmas“ gehört einfach zur Weihnachtszeit, ob wir wollen oder nicht! Doch selbst nach 36 Jahren weihnachtlicher Dauerschleife gibt es so einiges rund um den Klassiker, das ihr mit Sicherheit noch nicht wusstet!

Man liebt oder man hasst ihn: Wham’s „Last Christmas“. Zu welcher Sorte auch immer ihr gehört – wir haben hier 30 interessante, lustige und wissenswerte Fakten, die für jeden unterhaltsam sind!

1. Nie Platz 1 in Deutschland

Der Klassiker der weihnachtlichen Musikgeschichte war nicht sofort auf Platz 1 der Charts. Erstmals erschienen ist „Last Christmas“ 1984 als B-Seite zur Hit-Single „Everything She Wants“ des Duos Wham. Doch seit 1996 taucht der Song ohne Unterbrechung immer und immer wieder in den deutschen Dezember-Charts auf. Auf den ersten Platz kam er hierzulande dabei nie – bis jetzt. In dieser Woche war es nach 37 Jahren endlich soweit!

2. Spätzünder „Last Christmas“

Auch im Vereinigten Königreich schaffte es „Last Christmas“ erst am 1. Januar diesen Jahres auf Platz 1! Also ganze 36 Jahre nach seinem erstmaligen Einzug in die UK-Charts. Demnach eher ein Spätzünder, statt Dauerbrenner.

3. Letzte Ostern?

Angeblich wäre unser alljährlicher Weihnachtssong fast zum Kult-Ostersong geworden: Die ursprüngliche Version von Georg Michael hieß in der Tat „Last Easter“. Als jedoch die Plattenfirma Sony im Jahr 1984 noch auf der Suche nach einem Weihnachtssong gewesen ist, schrieb der Sänger den Text einfach kurzerhand um.

4. Letzte Mal bartlos

Richtig unnütze aber witzige Info: Das Musikvideo zu „Last Christmas” ist eines der letzten, in dem man George Michael ohne Bart sieht. Unmittelbar danach ließ er seinen 5-Tage-Bart stehen, so wie man ihn nun kennt.

5. 673 Millionen Mal angeklickt

…so oft wurde das Musikvideo bei Youtube bislang abgespielt. Dabei bedenke man, dass es „erst“ vor 16 Jahren hochgeladen wurde. Wie hoch wäre wohl die Zahl, wenn es bereits 1984 Youtube gegeben hätte.

6. Großzügig!

Wham! spendeten alle Einnahmen des Songs der äthiopischen Hungerhilfe – das war damals wohl ein echtes Weihnachtsgeschenk!

7. Alles nur geklaut?

Wham! wurde wegen „Last Christmas“ sogar verklagt, weil einige Songwriter der Meinung gewesen waren, er würde zu sehr dem Hit „Can’t Smile Without You“ von Manilow ähneln. Der Fall wurde geklärt, Wham! schlielich Recht gegeben. Das vom Duo gezahlte Geld wurde an die Wohltätigkeitsorganisation Band-Aid gespendet.

8. Multitalent George Michael

„Last Christmas“ wurde zwar unter dem Bandnamen Wham! veröffentlich aber von George Michael (starb Weihnachten 2016) allein geschrieben und produziert. Aber nicht nur das, er wurde auch eigenhändig und komplett von ihm aufgenommen. Der Sänger spielte alle Instrumente in einer einzigen Session ein – Chapeau!

9. Von Freunden zu Musik-Kollegen

Den Song spielte George Michael Bandkollegen Andrew Ridgeley zum ersten Mal bei seinen Eltern vor. Die beiden war enge Schulfreunde, wenngleich die Freundschaft später in die Brüche ging. Ridgeley erzählte mal in einem Interview, er sei mit George Michaels Eltern zum Essen gewesen und hätte mit ihm anschließend im alten Kinderzimmer gemeinsam musiziert.

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10. Hier wurde gedreht

Gedreht wurde das Musikvideo zu „Last Christmas“ in der Gemeinde Saas-Fee in den Schweizer Alpen – ganz in der Nähe von Zermatt. Der Wintersportort liegt in der Nähe zur italienischen Grenze im Kanton Wallis. Das Chalet, in dem die Innenaufnahmen stattfanden, ist inzwischen ein Ort für Versammlungen und Veranstaltungen – siehe Video unten!

11. Wieder und wieder und wieder!

Unser Lieblingsfakt: Am 23. Dezember 2015 sperrte sich „Antenne Kärnten“-Moderator Joe Kohlhofer zwei Stunden in seinem Radio-Studio ein und verschloss die Tür von innen mit einer Holzlatte. Anschließend spielte er „Last Christmas“ 24 Mal hintereinander! Warum? Er war der Meinung, die Leute waren noch nicht genug in Weihnachtsstimmung. Großartige Aktion, wenngleich wohl eher en geplanter PR-Gag, um den Sender in die Schlagzeilen zu bringen.

12. Wham! gegen Mariah Carey

2010 stieß „Last Christmas“ in Bulgarien Mariah Careys „All I Want For Christmas“ vom Thron. Er wurde in jenem Jahr dort zum nervigsten Weihnachtssong gewählt!

13. Stets für ein Cover gut

„Last Christmas“ wurde unzählige Male gecovert, unter anderem von Mathias Reim, Taylor Swift, Gwen Stefani, The BossHoss, Caught In The Act, Whigfield, Ariana Grande, Savage Garden, Atomic Kitten, Nicole, Ricky Martin und auch Helene Fischer.
Ans Original kommt aber einfach niemand ran. Inzwischen gibt sogar ein Cover, das ausschließlich aus Tönen besteht, die von Diskettenlaufwerken erzeugt werden.

14. Gewinnbringender Erbe

Die Erben von George Michael wird das jedenfalls nicht stören. Die Rechte an dem Klassiker sollen nämlich jedes Jahr rund zehn Millionen Dollar einbringen.

15. Ridgeley genervt von Michael?

Wie erwähnt soll die Freundschaft zwischen den beiden Musikern ins Wanken gekommen sein. Ob der Erfolg daran Schuld hat, bleibt wohl ein Geheimnis. Doch schon zur Zeit des Video-Drehs lebten beide Künstler im Fünf-Sterne-Hotel Walliserhof, in dem Ridgeley ein Zimmer gebucht haben soll, das möglichst weit entfernt von George Michael lag.

16. Das ist die Frau aus dem Video

Wer wissen will, wer jene Frau, ist der George Michael „im vergangenenen Jahr sein Herz schenkte“ kann einfach mal einen Blick auf den Instagram-Account von Kathy Hill werfen. Zum Zeitpunkt des Dreh’s war sie Model und 28 Jahre alt.

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17. „Last Christmas“ auf jedem Sender

Angeblich soll der Song in der Vorweihnachtszeit schon einmal bis zu 500 Radioeinsätze an nur einem Tag gezählt haben.

18. Junges Talent

Als Georg Michael „Last Christmas“ schrieb, war er als Komponist selbst gerade einmal 21 Jahre alt!

19. Freundin ausgespannt?

Es geht außerdem das Gerücht um, dass Ridgeley seinem Band-Kollegen einst die Freundin ausgespannt haben soll. Den Schmerz soll Michael – der sich später als schwul outete – dann in diesem Song verarbeitet haben.

20. Besser spät als nie

Das Verhältnis zwischen beiden ist nach wie vor unklar. Glaubt man aber Wikipedia, so habe George Michael lange alleine an den Tantiemen zu „Last Christmas“ verdient. Weihnachten 2008 berichtete aber das Magazin „Neon“, dass der Musiker ihm die Rechte an dem Song geschenkt haben solle.

21. Alljährliche Challenge

Seit Dezember 2016 gibt es auf Facebook die Seite namens Whamageddon. Die Betreiber rufen jedes Jahr zu der Challenge auf, es unter allen Umständen zu vermeiden, das originale „Last Christmas“ zwischen dem 1. und dem 24. Dezember zu hören. Wer es nicht schafft, kann im Anschluss sein Profilbild mit einem Rahmen verzieren, auf dem „Whamageddon (Jahr) Fallen“ geschrieben steht. Wer es geschafft hat, darf sich als „Survivor“ bezeichnen.

22. Das kostete der Dreh

Der Videodreh kostete 60.000 Pfund, also in etwa 70.700 Euro.

23. Ford will’s wissen

Der Automobilhersteller Ford gab 2017 eine repräsentative Umfrage in Auftrag, die herausfand, dass sich 50 Prozent der Autofahrer über das Lied „furchtbar aufregen” – 30 Prozent hingegen wollen in der Adventszeit nicht auf den Song verzichten.

24. Partnerinnen im Backround

Die Partnerinnen von George Michael und Andrew Ridgeley waren die Background-Sängerinnen Helen „Pepsi“ DeMacque und Shirley „Shirlie“ Holliman. Diese taten sich später als Duo Pepsi & Shirlie zusammen und schafften es mit dem Song „Heartache“ in den britischen Singlecharts sogar auf Platz 2.

25. Gondelfahrt ein Fake

Die Gondel, mit der die Freunde im Video hoch auf den Berg zu ihrer Hütte fahren, gab es zwar – in Wirklichkeit haben sie allerdings nur rund 10 bis 15 Meter mit ihr zurückgelegt. Dann waren die Aufnahmen im Kasten und die Gondel fuhr rückwärts zurück. Das Video wurde übrigens vor zwei Jahren in 4K geramastert und bei Youtube ausgetauscht.

26. Unvorbereitetes Team

Zum Videodreh waren weder Band noch Team klar, wie kalt es in dem Schweizer Bergdorf wirklich sein würde. Ohne winterfeste Kleidung schlugen sie damals in dem Örtchen auf. Für die gesamte Crew mussten deswegen erstmal winterfeste Stiefel gekauft werden.

27. Kurz vorm Abbruch

George Michael hätte die Dreharbeiten zum Musikvideo beinah frühzeitig abgebrochen, da die Brosche aus dem Musikvideo ein Erbstück seiner Oma und plötzlich verschwunden war. Nach langem Suchen fand sie sich aber wieder an – draußen im Schnee.

28. „Last Christmas“ als Inspirationsquelle

„Last Christmas“ war auch Inspiration für den gleichnamigen britische-Us-amerikanischen Spielfilm aus dem Jahr 2019 von Paul Feig mit Emilia Clarke, Henry Golding, Michelle Yeoh und Emma Thompson. Der Grundstein für den Film wurde gelegt, als Filmproduzent David Livingstone mit Emma Thompson über seine Vorliebe für den Wham-Song sprach. In der Folge kamen die beiden auf die Idee, einen Film zu produzieren.

29. Ohrwurm durch und durch

Der Erfolg des Songs liegt wohl in dem gewaltigen Ohrwurm-Potenzial begründet: Sowohl Text als auch Melodie bestehen zum größtenteils aus Wiederholungen und sind damit sehr einprägsam. Witzigerweise war das genau der Minuspunkt der Musikkritiker der Achtziger.

30. Zum Leid der Mitarbeiter im Handel

Letzter skurriler Fakt: Die Gewerkschaft Verdi hatte 2018 und 2019 Warnungen für das Kult-Lied herausgegeben, weil die Dauerbeschallung in der Weihnachtszeit eine Gefahr für die Gesundheit der Mitarbeiter im Handel sein solle. Möglichen Folgen wären Stress, hoher Blutdruck und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Marketing-Experten zufolge müssten Angestellte bei Rewe oder Penny in der Weihnachtszeit bis zu fünf Mal pro Stunde „Last Christmas“ hören.