Glanz, Glamour und geheime Laster: Wie die VIP-Welt hinter verschlossenen Türen wirklich entspannt

Foto: fatma jarghon / unsplash.com

AvatarSebastian Wagner | 15.01.2026, 11:08 Uhr | ANZEIGE

Wir sehen sie auf den roten Teppichen dieser Welt, gehüllt in Haute Couture, das Lächeln perfekt einstudiert, die Haut makellos ausgeleuchtet vom Blitzlichtgewitter der Paparazzi. Die Welt der Reichen und Schönen wirkt nach außen hin wie ein einziges, nie endendes Märchen aus Champagner-Partys, Luxusjachten und Preisverleihungen. Doch Hand aufs Herz: Haben wir uns nicht alle schon einmal gefragt, was passiert, wenn die Kameras aus sind? Wenn die Bodyguards die schweren Eisentore der Villen schließen und der VIP-Status für ein paar Stunden an der Garderobe abgegeben wird?

Die Wahrheit ist oft weniger glamourös, aber dafür umso menschlicher. Denn der Druck, der auf den Schultern der A-Prominenz lastet, ist immens. Ständige Beobachtung, die Angst vor dem nächsten Shitstorm und der Zwang zur ewigen Jugend fordern ihren Tribut. Genau deshalb ist das Thema „Abschalten“ in Hollywood und den europäischen Metropolen der Stars wichtiger denn je. Und dabei zeigen sich oft überraschende Parallelen zu uns „Normalos“.

Zwischen Gala-Dinner und Couch-Potato

Es ist ein offenes Geheimnis in der Branche, dass die wildesten Partys oft gar nicht mehr in den Clubs stattfinden, sondern im digitalen Raum oder im ganz privaten Kreis. Wenn der Smoking zwickt und die High Heels die Füße malträtieren, sehnen sich auch die größten Ikonen nach simpler Unterhaltung. In den kurzen Pausen zwischen Drehterminen oder während der Wartezeit in der VIP-Lounge am Flughafen greifen viele Stars schlichtweg zum Smartphone.

Es muss nicht immer das teure Casino in Monte Carlo sein. In der heutigen Zeit holen sich auch Prominente den Nervenkitzel oft ganz diskret aufs Handy. Da wird in der Limousine schnell mal eine Runde gespielt, um den Kopf freizubekommen. Plattformen wie Wunderino bieten genau diese schnelle Flucht aus dem oft so strikt durchgetakteten Alltag. Es ist die Anonymität des Bildschirms, die hier zählt – keine Blicke, keine Tuschelei, einfach nur das Spiel.

Dabei geht es oft gar nicht um die großen Einsätze, die man bei den Gagen vermuten würde, sondern um den Spaß an der bunten Abwechslung. Bunte Farben, schnelle Runden und visuelle Effekte stehen hoch im Kurs. Man munkelt, dass so manches Sternchen, das eben noch ernst in die Kamera blickte, fünf Minuten später begeistert eine sweet bonanza demo ausprobiert, einfach um sich von den süßen Grafiken berieseln zu lassen und den Stresspegel zu senken. Es ist diese kleine Prise Unbeschwertheit, die in einem Leben voller Regieanweisungen oft fehlt.

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Der Trend zum „JOMO“ (Joy of Missing Out)

Nachdem wir diesen kleinen Ausflug in die digitale Freizeitgestaltung abgehakt haben, lohnt sich ein Blick auf die größeren Lifestyle-Trends der Szene. Während früher das „FOMO“ (Fear of Missing Out) regierte und man auf jeder Hochzeit tanzen musste, zelebrieren die Stars heute das „JOMO“ – die Freude am Verpassen.

Privatsphäre ist das ultimative Statussymbol geworden. Wer es sich leisten kann, kauft sich keine noch größere Yacht, sondern eine Insel, auf der Drohnen verboten sind. Es geht darum, unsichtbar zu werden. Insider berichten immer wieder von sogenannten „Blackout-Dinner-Partys“. Das Konzept? Handys werden am Eingang abgegeben (ja, auch die der Superstars), und jeder, der über den Abend spricht, riskiert eine Konventionalstrafe, die so hoch ist wie ein Einfamilienhaus. Hier, in diesem geschützten Kokon, fallen die Masken. Da wird die Designerrobe gegen den Jogginganzug getauscht, und statt Kaviar gibt es Pizza aus dem Karton.

Diese Sehnsucht nach Normalität treibt mitunter seltsame Blüten. Es gibt Berichte über Prominente, die sich verkleiden – mit Perücken, falschen Bärten und „Fatsuits“ – nur um einmal unerkannt durch einen Supermarkt schlendern zu können. Das Banale wird zum Exotischen. Für jemanden, der sich den Kaffee sonst von drei Assistenten bringen lässt, ist das eigenhändige Aussuchen einer Müslipackung offenbar das höchste der Gefühle.

Die Entourage: Freunde oder Angestellte?

Ein weiterer spannender Aspekt, der in der Klatschpresse oft nur am Rande erwähnt wird, ist die soziale Blase, in der die Stars leben. Wer sind die Menschen, mit denen sie wirklich entspannen? Oft ist es schwer zu unterscheiden, wo die Freundschaft aufhört und das Arbeitsverhältnis beginnt.

Die „Entourage“ ist Schutzschild und Gefängnis zugleich. Stylisten, PR-Manager, Personal Trainer und Köche sind oft die einzigen konstanten Bezugspersonen. Das führt zu einer interessanten Dynamik: Die Stars müssen oft gar nicht „erwachsen“ werden, weil ihnen jede Entscheidung abgenommen wird. Entspannung bedeutet für sie oft einfach, die Kontrolle komplett abzugeben.

Doch das birgt Gefahren. Die Isolation im Elfenbeinturm kann einsam machen. Man hört immer wieder von den „Yes-Men“ – Ja-Sagern, die den Prominenten nach dem Mund reden, um ihren Platz im inneren Zirkel nicht zu verlieren. Echte Kritik? Fehlanzeige. Das erklärt vielleicht auch so manchen modischen Fauxpas oder bizarren Social-Media-Post, über den wir uns dann am nächsten Morgen wundern. Wenn niemand da ist, der sagt: „Das ist eine schlechte Idee“, dann passieren eben genau diese herrlich skurrilen Momente, die wir als Zuschauer so lieben.

Wellness als Religion

Wenn nicht gespielt oder sich versteckt wird, dann wird optimiert. Der Körper ist das Kapital, und die Entspannung wird oft zur harten Arbeit. „Self-Care“ ist in Hollywood kein Hobby, sondern eine Religion. Und wir reden hier nicht von einer einfachen Gurkenmaske.

Die Trends, die aus den Villenvierteln zu uns herüberschwappen, werden immer extremer. Da gibt es Kryokammern, in denen die Stars bei minus 110 Grad frieren, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Da gibt es Klangschalen-Therapien, die so viel kosten wie ein Kleinwagen, und spirituelle Gurus, die eingeflogen werden, um die Chakren der Villa zu reinigen.

Es scheint fast so, als ob die Stars verlernt hätten, einfach nur nichts zu tun. Jede Minute der Freizeit muss einen Zweck erfüllen: Entgiftung, Verjüngung, Erleuchtung. Manchmal möchte man diesen gehetzten Seelen zurufen: Legt euch doch einfach mal in die Sonne und esst ein Eis! Aber das passt wohl nicht in den Ernährungsplan des Personal Trainers.

Der goldene Käfig

Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis: Wir beneiden die Stars und Sternchen um ihren Reichtum, ihre Schönheit und ihren Ruhm. Wir verschlingen die News über ihre Eskapaden und träumen uns in ihre Welt. Doch wenn man hinter den Vorhang blickt, sieht man Menschen, die oft verzweifelt nach einer Nische der Ruhe suchen.

Ob sie nun beim digitalen Zocken kurz abtauchen, sich auf einsamen Inseln verbarrikadieren oder in der Eistonne meditieren – sie alle suchen das Gleiche wie wir: einen Moment der Stille in einer lauten Welt. Und vielleicht ist das der größte Trost für uns alle: Unter der Schicht aus Make-up und Millionen sind sie auch nur Menschen, die manchmal einfach nur abschalten wollen.