Berühmte Schauspieler, die sich für Casinospiele begeistern

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AvatarSebastian Wagner | 25.08.2026, 10:01 Uhr | ANZEIGE

Hollywood und das Kartenspiel haben eine lange gemeinsame Geschichte. Sie beginnt bei Wanderbühnen und Westernkulissen und führt bis in die Turniersäle von Las Vegas, wo Oscar-Nominierte neben Berufsspielern sitzen und dieselben Chips schieben.

Einige Stars kamen über eine Filmrolle zum Spiel und blieben dabei. Andere spielten längst, bevor eine Kamera sie dabei erwischte. Was sie verbindet, ist der Reiz einer Disziplin, in der Rang und Bekanntheit am Tisch keine Rolle spielen.

Das Spielfeld hat sich seither verschoben. Turniere werden gestreamt, Cash Games laufen vor laufender Kamera, und ein Großteil der Branche hat sich ins Netz verlagert. Wer wissen möchte, mit welchen Aktionen Anbieter dort heute um Aufmerksamkeit werben, findet Übersichten zu aktuellen Freispielangeboten unter https://automatenspielex.com/online-casino-bonus/freispiele. Die Prominenz spielt trotzdem weiterhin dort, wo Publikum und Preisgeld zusammenkommen, nämlich an den großen Turniertischen.

Die bekanntesten Spielerinnen und Spieler aus Hollywood

Fünf Namen tauchen in den Ergebnislisten der großen Turnierserien immer wieder auf. Ihre Bilanzen reichen vom Goldarmband bis zur symbolischen Platzierung, ihr Zugang zum Spiel unterscheidet sich deutlich.

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Jennifer Tilly und das Goldarmband von 2005

Jennifer Tilly wurde 1995 für ihre Rolle in Woody Allens „Bullets Over Broadway“ für den Oscar nominiert. Zehn Jahre später stand ihr Name in einer anderen Bestenliste.

Bei der World Series of Poker 2005 gewann sie das Ladies No-Limit Hold’em Event und setzte sich gegen ein Feld von 601 Spielerinnen durch. Das von PokerNews ausgewiesene Preisgeld von 158.335 Dollar ist bis heute ihr größter Turniererfolg, das Goldarmband machte sie zur ersten Prominenten mit einem WSOP-Titel.

Zum Spiel kam sie über den Film. Die Glücksspielkomödie „Let It Ride“ von 1989 brachte sie erstmals mit der Materie in Berührung, kurz darauf saß sie in einer festen Heimrunde mit Freunden. Aus dem Zeitvertreib wurde eine zweite Laufbahn.

Ihre Turniergewinne summieren sich derselben Statistik zufolge auf mehr als eine Million Dollar. 2022 wurde die Schauspielerin in die Women in Poker Hall of Fame aufgenommen. In Fernsehrunden gilt sie als unberechenbare Spielerin, die ihre Gegner mit ungewöhnlichen Entscheidungen aus dem Konzept bringt.

Im selben Jahr wie das Goldarmband gewann Tilly das Ladies Invitational der World Poker Tour. Den Schwerpunkt ihrer Spielpraxis bilden allerdings Cash Games, die seit knapp zwei Jahrzehnten regelmäßig im Fernsehen und in Livestreams übertragen werden. Dort spielt sie um Beträge, die viele ihrer Turnierergebnisse überschreiten.

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Ben Affleck und der Turniersieg im Commerce Casino

Im Juni 2004 gewann Ben Affleck die California State Poker Championship. Das Turnier im Commerce Casino südlich von Los Angeles verlangte ein Buy-in von 10.000 Dollar und zählte 90 Teilnehmer.

Der Schauspieler setzte sich gegen das gesamte Feld durch und kassierte nach dem Bericht der Casino City Times 356.400 Dollar. Dazu kam ein Startplatz bei der World Poker Tour Championship im Wert von 25.000 Dollar. Stan Goldstein belegte den zweiten Platz.

Der Sieg machte Affleck zum ersten Filmstar, der ein großes offenes Pokerturnier gewann. Vorbereitet hatte er sich über Monate mit professioneller Anleitung, unter anderem durch mehrfache WSOP-Champions aus dem Umfeld der kalifornischen Turnierszene.

James Woods, der Dauergast der World Series

Kaum ein Schauspieler taucht in den Ergebnislisten der World Series of Poker so regelmäßig auf wie James Woods. Der zweifach für den Oscar nominierte Darsteller spielt seit 2006 in Las Vegas mit.

Sein bestes Jahr war 2017 mit vier Geldplatzierungen, darunter ein 34. Rang im Super Seniors Event. Die PokerGO Tour beziffert seine Bilanz auf rund 130.000 Dollar aus 21 bezahlten Platzierungen bei der Turnierserie.

Woods behandelt das Spiel als Handwerk. Er studiert Gegner, arbeitet an seiner Strategie und meldet sich Jahr für Jahr neu an, auch ohne die Aussicht auf einen großen Titel.

Shannon Elizabeth zwischen Filmset und Turnierserie

Shannon Elizabeth wurde durch „American Pie“ bekannt und spielt seit 2005 ernsthaft Poker. Im selben Jahr nahm sie erstmals an der World Series teil.

2007 erreichte sie beim NBC Heads-Up Poker Championship den dritten Platz und gewann 125.000 Dollar. Drei Jahre später wurde sie Zweite beim Charity-Event Ante Up for Africa und nahm 79.776 Dollar mit, die zu großen Teilen in ihre Tierschutzstiftung flossen.
Ray Romano, Kevin Hart und die Gelegenheitsspieler

Nicht jeder Prominente jagt Preisgelder. Ray Romano, bekannt aus „Alle lieben Raymond“, gehört seit Jahren zum festen Inventar der World Series und hat dort gut 18.000 Dollar gewonnen. Die Summe ist bescheiden, seine Präsenz in den Übertragungen dafür umso größer.

Kevin Hart tritt regelmäßig bei Prominentenpartien und High-Roller-Events an, seine offiziellen Turniergewinne liegen unter 5.000 Dollar. Der Komiker nutzt den Tisch als Bühne, was in Livestreams für Reichweite sorgt und den Veranstaltern reichlich Material liefert.

Wie „Rounders“ zwei Stars an den echten Tisch brachte

Der Pokerfilm „Rounders“ kam im September 1998 in die Kinos. Wenige Monate vorher hatte die Familie Binion die beiden Hauptdarsteller eingeladen, am Main Event der World Series of Poker teilzunehmen.

Matt Damon meldete sich als Teilnehmer Nummer 165 an, Edward Norton folgte direkt dahinter auf Position 166. Das Feld umfasste 350 Spieler, das Buy-in lag bei 10.000 Dollar.

Nach rund sechs Stunden am ersten Spieltag bekam Damon ein Paar Könige. „I look down at my hand about six hours in and I saw a pair of kings“, erinnerte er sich später. Er ging mit seinem gesamten Stack mit, sein Gegner hielt zwei Asse. Am anderen Ende des Tisches saß, wie PokerNews die Szene später rekonstruierte, Doyle Brunson, zweifacher Weltmeister und eine der prägenden Figuren des Spiels.

„I hate to do it to you, Matty“, soll Brunson beim Aufdecken gesagt haben. Damon nahm die Niederlage mit Humor und erklärte anschließend, er sei nun immerhin der beste Spieler seiner wöchentlichen Heimrunde. Norton schied am selben Tag aus, sein Full House verlor gegen vier Zehner.

Edward Norton blieb dem Spiel nach „Rounders“ ebenfalls verbunden und trat später bei Benefizturnieren an. Beide Darsteller haben den Film über die Jahre immer wieder als Auslöser ihrer Begeisterung für das Kartenspiel bezeichnet.

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Die Verbindung von Turnierpoker und Wohltätigkeit ist in der Branche verbreitet. Zahlreiche Prominente treten bei Benefizturnieren an, deren Erlöse an Stiftungen gehen.

Ante Up for Africa und die Benefizturniere der Branche

Das bekannteste Format dieser Art geht auf den Schauspieler Don Cheadle zurück. Gemeinsam mit der Pokerprofi Annie Duke und dem Unternehmer Norman Epstein rief er 2006 Ante Up for Africa ins Leben, um Geld für Hilfsprojekte in Darfur und im Sudan zu sammeln.

Gespielt wurde überwiegend am Rand der World Series of Poker im Rio in Las Vegas. Zu den Teilnehmern zählten Matt Damon, Brad Garrett, Montel Williams, David Alan Grier, der Boxweltmeister Evander Holyfield und Shannon Elizabeth. Nach Angaben der Organisatoren kamen über die Jahre mehrere Millionen Dollar zusammen.

Solche Turniere haben das Bild des Prominenten am Pokertisch geprägt. Sie liefern Bilder für die Klatschspalten, Geld für Stiftungen und den Stars eine Gelegenheit, ein Hobby öffentlich auszuleben, ohne dass es nach reinem Zeitvertreib aussieht.

Die größten Turniererfolge von Schauspielern im Überblick

Fünf Ergebnisse ragen aus den Statistiken der vergangenen zwei Jahrzehnte heraus.

1. Ben Affleck, California State Poker Championship 2004. Sieg im 10.000-Dollar-Event des Commerce Casino, 356.400 Dollar Preisgeld.

2. Jennifer Tilly, World Series of Poker 2005. Goldarmband im Ladies Event, 158.335 Dollar gegen 601 Teilnehmerinnen.

3. Shannon Elizabeth, NBC Heads-Up Poker Championship 2007. Dritter Platz und 125.000 Dollar.

4. Jennifer Tilly, Bellagio Cup 2010. Sieg im 5.000-Dollar-Event gegen ein offenes Feld, 124.455 Dollar.

5. James Woods, World Series of Poker seit 2006. Rund 130.000 Dollar aus 21 Geldrängen und damit die beständigste Bilanz der Runde.

Filme, die das Spiel im Kino groß gemacht haben

Ohne die Leinwand hätte das Kartenspiel nie den Status erreicht, den es heute hat. Diese fünf Produktionen prägten das Bild einer ganzen Branche.

1. „Rounders“ von 1998. Der Film über einen Jurastudenten in den Untergrundclubs von New York gilt als Auslöser des Pokerbooms der frühen 2000er Jahre.

2. „Casino Royale“ von 2006. James Bond wechselt vom Baccarat zum Texas Hold’em und bringt das Spiel in die größte Filmreihe der Welt.

3. „Ocean’s Eleven“ von 2001. Der Raubzug durch drei Casinos in Las Vegas machte den Handlungsort selbst zum Star.

4. „Rain Man“ von 1988. Die Blackjack-Sequenz im Caesars Palace zählt zu den meistzitierten Casinoszenen der Filmgeschichte.

5. „Let It Ride“ von 1989. Die Rennbahnkomödie mit Richard Dreyfuss brachte Jennifer Tilly überhaupt erst mit dem Thema in Kontakt.

Wenn Profis im Film auftreten und Stars im Turnier

Der Austausch läuft in beide Richtungen. Für „Rounders“ holten die Produzenten mehrere Berufsspieler vor die Kamera, darunter Johnny Chan, der sich selbst spielte und dem Filmhelden in einer Schlüsselszene gegenübersitzt. Der zweifache Weltmeister brauchte dafür keine Rolle, seine Anwesenheit genügte.

Umgekehrt tauchen Schauspieler in den Turnierfeldern auf, ohne Sonderbehandlung zu bekommen. Wer sich einkauft, sitzt neben Profis, die seit Jahrzehnten von diesem Spiel leben. Prominenz verschafft am Tisch keinen Vorteil, was den Reiz für viele Darsteller ausmacht.

Fernsehsender haben dieses Aufeinandertreffen früh entdeckt. Formate wie das NBC Heads-Up Championship oder Prominentenrunden im Rahmenprogramm der World Series setzen gezielt auf die Mischung aus bekannten Gesichtern und Fachpublikum. Für die Sender ist es günstige Unterhaltung, für die Branche kostenlose Werbung.

Warum das Kartenspiel und das Filmgeschäft zusammenpassen

Beide Welten arbeiten mit denselben Zutaten. Ein Schauspieler kontrolliert Mimik, Stimme und Körperhaltung, ein Pokerspieler tut nichts anderes. Wer eine Rolle glaubhaft verkörpert, bringt für den Tisch bereits das mit, was Profis mühsam trainieren.

Dazu kommt der Rhythmus des Berufs. Dreharbeiten bestehen aus langen Wartezeiten zwischen kurzen Einsätzen. Kartenspiele füllen genau diese Lücken, was erklärt, warum sich Pokerrunden an Filmsets seit Jahrzehnten halten.

Der dritte Faktor ist die Bühne. Turniere werden übertragen, kommentiert und in Serien geschnitten. Für Menschen, die vom Auftritt leben, ist ein Tisch mit Kameras kein fremdes Terrain.

Jennifer Tilly hat diese Doppelrolle am weitesten getrieben. Sie stand zuletzt wieder für Filmproduktionen vor der Kamera und kündigte im Rahmen der Countdown-Sendung der World Series ihre Ziele für die Ausgabe 2026 an, die vom 26. Mai bis zum 15. Juli in Las Vegas ausgetragen wird.