MusikUntersuchung bestätigt Todesursache von Motörhead-Gitarrist Phil Campbell

Phil Campbell - camp bestival 2019 - Avalon BangShowbiz
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Phil Campbell - camp bestival 2019 - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 02.10.2026, 18:00 Uhr

Motörhead-Gitarrist Phil Campbell ist an Multiorganversagen infolge von Komplikationen nach mehreren Operationen gestorben.
Das wurde bei einer gerichtlichen Untersuchung seines Todes bekannt. Der Musiker starb am 13. März im Alter von 64 Jahren im Krankenhaus, nachdem er sich einem schweren chirurgischen Eingriff unterzogen hatte. Vor dem St Pancras Coroner’s Court wurde am Freitag (2. Oktober) mitgeteilt, dass Campbell nach mehreren Operationen Komplikationen erlitten hatte und sein Tod nach Einschätzung des Gerichtsmediziners nicht hätte verhindert werden können.

Anfang des Jahres war der Musiker in das Royal Free Hospital in London eingeliefert worden, wo er sich zwei Lebertransplantationen unterzog. Die zweite Transplantation war erfolgreich, anschließend traten jedoch weitere gesundheitliche Probleme auf. Der ‚Ace of Spades‘-Musiker musste sich daraufhin einer Darmoperation unterziehen und wurde auf die Intensivstation verlegt. Dort verschlechterte sich sein Zustand rapide. Gerichtsmediziner Dr. Richard Brittain stellte schließlich Multiorganversagen als Todesursache fest. Es gebe aus seiner Sicht „nichts, was darauf hindeutet, dass sein Tod hätte verhindert werden können“. Campbell sei an bekannten Komplikationen notwendiger chirurgischer Eingriffe gestorben. Bei der Untersuchung wurde außerdem bekannt, dass Campbell, der früher übermäßig Alkohol konsumiert hatte, zum Zeitpunkt seines Todes seit sieben Jahren abstinent gewesen war. Zudem war er wegen Hepatitis C behandelt worden.

Seine Familie hatte den Tod im März über Campbells Band Phil Campbell and the B****** Sons bekannt gegeben, die der Gitarrist gemeinsam mit seinen drei Söhnen gegründet hatte. In der Erklärung hieß es, Campbell sei nach einem „langen und mutigen Kampf“ auf der Intensivstation friedlich gestorben. Seine Angehörigen beschrieben ihn als hingebungsvollen Ehemann, wunderbaren Vater und liebevollen Großvater, der innerhalb der Familie den Spitznamen „Bampi“ getragen habe. „Sein Vermächtnis, seine Musik und die Erinnerungen, die er mit so vielen Menschen geschaffen hat, werden für immer weiterleben“, hieß es weiter.

Auch Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee würdigte seinen langjährigen Bandkollegen auf Instagram. Campbell sei „der lustigste Mensch“ gewesen, den er je gekannt habe, und zugleich der beste Rockgitarrist, mit dem er gespielt habe. Sein Gespür für Rockmusik sei außergewöhnlich gewesen. Gemeinsam hätten sie zwölf Studioalben geschrieben, und Campbell habe ihn mit seinem Talent immer wieder überrascht. Noch stärker als den Musiker werde er jedoch den Menschen vermissen, erklärte Dee. Seine Gedanken seien bei Campbells Familie, für die er jederzeit da sein werde. Zum Abschied schrieb er: „Schlaf gut, mein Freund und Rock-Soldat.“ Außerdem bat er Campbell augenzwinkernd, Lemmy Kilmister sowie die früheren Motörhead-Mitglieder Michael ‚Wurzel‘ Burston, Phil ‚Philthy Animal‘ Taylor und ‚Fast‘ Eddie Clarke von ihm zu grüßen.

Campbell wurde 1961 im walisischen Pontypridd geboren und begann bereits im Alter von zehn Jahren, Gitarre zu spielen. Ende der 1970er-Jahre gehörte er fünf Jahre lang der Heavy-Metal-Band Persian Risk an, bevor Lemmy Kilmister ihn 1984 nach dem Ausstieg von Brian Robertson zu Motörhead holte. Der Gitarrist blieb 31 Jahre lang Mitglied der Band, bis sich Motörhead nach Lemmys Tod 2015 auflösten. Mit der Gruppe nahm Campbell 16 Studioalben auf und war unter anderem an Songs wie ‚Deaf Forever‘ und ‚Born to Raise Hell‘ beteiligt. Nach dem Ende von Motörhead veröffentlichte er 2019 sein erstes Soloalbum ‚Old Lions Still Roar‘ und brachte mit Phil Campbell and the B****** Sons drei weitere Alben heraus.