Stars‚Zu viel ausprobiert‘: RTL-Boss zieht Bilanz zum Stefan-Raab-Comeback

Stefan Raab - AUG 2013
RTL-Chef Stephan Schmitter äußert sich zum TV-Comeback von Stefan Raab.
RTL-Chef Stephan Schmitter hat die Zusammenarbeit mit Stefan Raab seit dessen TV-Rückkehr 2024 bewertet.
Dabei räumte er ein, dass der Sender beim Start nicht alles richtig gemacht habe. Zugleich verwies der CEO auf Formate, die inzwischen erfolgreich mit dem Entertainer funktionieren. Raabs Comeback bei RTL war zunächst mit großen Erwartungen verbunden. Besonders der Boxkampf gegen Regina Halmich im September 2024 erwies sich als Erfolg: Mehr als acht Millionen Zuschauer verfolgten das Event. Schmitter bezeichnete es im Gespräch mit ‚Der Standard‘ als „eines der erfolgreichsten TV-Events der letzten zehn Jahre“.
Anschließend habe der Sender allerdings schnell mit einem regelmäßigen Format weitergemacht. „Wir sind ja damals, als wir den Vertrag dann unterschrieben haben, sehr schnell gestartet“, erklärte Schmitter. Man habe Raab „sofort“ in eine 90-minütige Live-Show am Mittwochabend gesetzt, die zudem zwei unterschiedliche Elemente miteinander verband. Gemeint war ‚Du gewinnst hier nicht die Million‘, eine Mischung aus Quiz und Late-Night. Nach rund 30 Ausgaben wurde das Format wegen der fehlenden Publikumsresonanz beendet.
Schmitter bezeichnete die damalige Entscheidung rückblickend als „uralten Fehler beim Fernsehen“. Sein Fazit: „Hybride Sendungen haben noch nie funktioniert. Wir haben es trotzdem gemacht und wollten so ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand.“ Auch weitere Raab-Formate konnten nicht dauerhaft überzeugen. „Wir haben zu viel ausprobiert, die Erwartungshaltung hochgedreht und dann haben sich natürlich alle draufgestürzt. Dann kriegst du halt links und rechts ein paar Watschen“, so der Senderchef. Aus den Erfahrungen habe RTL inzwischen Konsequenzen gezogen.
Dennoch sieht Schmitter die Entwicklung nicht ausschließlich negativ. Er verwies unter anderem auf Raabs Auftritte bei der ‚Jetski-WM‘ sowie auf die Sendung ‚Wer weiß wie wann was war?‘ mit Barbara Schöneberger, die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. „Da haben wir jetzt viel gelernt“, erklärte Schmitter.







