MusikZusammenarbeit mit der ‚Legende‘: Rosalía half Bono beim Spanisch für U2-Song

Rosalia - Seville, Spain 2026 - Avalon BangShowbiz
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Rosalia - Seville, Spain 2026 - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 09.10.2026, 14:00 Uhr

Rosalía hat Bono bei seinen spanischen Textzeilen für einen neuen U2-Song geholfen, einen Song, zu dem ausgerechnet sie selbst den Sänger inspiriert hatte.
Für die katalanische Musikerin war die ungewöhnliche Zusammenarbeit mit dem U2-Frontmann eine besondere Ehre. Bono wandte sich während der Arbeit an ‚The Mirror Maker (Rosalía)‘ an die Sängerin. Der Titel soll auf dem kommenden U2-Album ‚Carnaval de Luz‘ erscheinen und ist von Rosalía inspiriert.

„Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er hat mir eine Nachricht geschickt und mir erzählt, dass er dieses neue Projekt und diesen Song namens ‚The Mirror Maker‘ hat“, erzählte die 34-Jährige bei einem Auftritt in ‚The Tonight Show Starring Jimmy Fallon‘. Bono bat sie dabei offenbar auch um Hilfe bei einigen spanischen Passagen. Ganz korrekt waren seine ersten Versuche allerdings nicht – sehr zur Belustigung Rosalías. Der U2-Sänger habe teilweise schlicht eigene Wörter erfunden. Ihre Reaktion darauf fiel entspannt aus: „Ich weiß nicht, aber fühl dich frei, deine eigene Sprache zu erfinden.“ Dass sie auf diese Weise an einem Song des 66-jährigen Musikers mitwirken konnte, bedeutete Rosalía viel. „Bono ist eine Legende“, schwärmte sie. „Es ist unglaublich.“

Bono selbst hatte kürzlich verraten, dass er zunächst sogar Hemmungen hatte, die Sängerin zu kontaktieren. Er wollte sie um Erlaubnis bitten, ihren Namen im Songtitel zu verwenden, fürchtete aber, dabei „wie ein Stalker“ zu wirken. Den Kontakt stellte schließlich seine Freundin Penélope Cruz her. Im Titelinterview mit ‚Rolling Stone UK‘ erinnerte sich Bono daran, dass er Cruz zunächst um Rat gebeten habe: „Was soll ich machen?“ Ihre Antwort sei denkbar unkompliziert gewesen: „Ruf sie einfach an.“ Bono hatte trotzdem Bedenken. „Ich sehe aus wie ein Stalker“, habe er Cruz entgegnet.

Dass Rosalía inzwischen noch bekannter geworden ist, bevor U2 den Song überhaupt veröffentlichen konnten, bezeichnete der Musiker zwar als „ein bisschen peinlich“, wirklich stören scheint es ihn aber nicht. „Martin Luther King kannte schließlich auch jeder“, scherzte er. Und Rosalía habe ausgesprochen positiv auf das Projekt reagiert. „Sie hat mich wirklich ermutigt und mich sehr zum Lachen gebracht“, erzählte Bono. Trotzdem sei er erstaunlich nervös, wenn es darum gehe, ihr das fertige Ergebnis zu präsentieren. „Ich versuche gerade erst, den Mut aufzubringen, ihr den endgültigen Mix zu schicken.“

Die Faszination des U2-Sängers für Rosalía geht dabei weit über ihre Musik hinaus. Bono sprach davon, dass bestimmte Künstler „durch den Spiegel gehen und sehen wollen, was sich auf der anderen Seite befindet“. Zu den Künstlerinnen, bei denen er dieses Gefühl bereits früher hatte, gehört Patti Smith. „Patti Smith war für mich eine davon, als ich aufwuchs“, erklärte Bono. Solche Künstler gebe es zwar einige, aber noch immer nicht genug. „Rosalía gehört definitiv dazu.“

Besonders beeindrucke ihn die Art, wie sie sich mit größeren Fragen auseinandersetze. Bono beschrieb dies als die Vorstellung, dass Menschen aus „Körper, Seele und Geist“ bestünden. Rosalía nähere sich solchen Themen mit „großem Mut und selbstironischem Humor“. Für ihn steckt dahinter mehr als das unmittelbar Sichtbare: „Es gibt nicht nur Physik, sondern auch Metaphysik.“

‚The Mirror Maker (Rosalía)‘ ist nicht die einzige besondere Zusammenarbeit auf U2s kommendem Album ‚Carnaval de Luz‘. Darauf soll sich auch ‚Torn‘ befinden – der letzte Song, den die verstorbene Dolly Parton aufgenommen hat.