StarsMatthew McConaughey las zwei Tage lang seine schlimmsten Kritiken in der Wüste

Matthew McConaughey -  Lost Bus screening August 2025 - Avalon BangShowbiz
Matthew McConaughey - Lost Bus screening August 2025 - Avalon BangShowbiz

Matthew McConaughey - Lost Bus screening August 2025 - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 15.10.2026, 14:00 Uhr

Matthew McConaughey las zwei Tage lang seine schlimmsten Kritiken in der Wüste.

Matthew McConaughey hat sich einer ungewöhnlichen Herausforderung gestellt.
Der 56-jährige Schauspieler zog sich für eine Auszeit in die Wüste zurück und nahm einen dicken Band mit negativen Kritiken aus rund 20 Jahren Karriere mit. Zwei Tage lang las er die Verrisse und gewann dabei überraschende Erkenntnisse darüber, welche Urteile er ernst nehmen sollte und welche nicht. Im Podcast ‚Build or Break‘ erzählte der Oscarpreisträger von dem Selbstversuch. „Ich bin für eine Woche in die Wüste gefahren und hatte all diese Kritiken in einem dicken Buch dabei. Ich habe sie wirklich alle gelesen, genauer gesagt die negativen, nicht die positiven“, berichtete er. Zwei Tage habe er sich ausschließlich mit den Texten beschäftigt. Eine durchaus anstrengende Erfahrung, wie er einräumte.

Schon beim Lesen der ersten Sätze habe er bei manchen Rezensionen erkannt, dass es den Verfassern offenbar nicht um eine sachliche Bewertung ging. „Da dachte ich sofort: Diese Person hat es auf mich abgesehen“, erinnerte sich McConaughey. Teilweise habe es keine Rolle gespielt, ob die Kritiker den jeweiligen Film überhaupt gesehen hätten. Sie hätten ihn schlicht nicht gemocht und deshalb eine schlechte Besprechung geschrieben. Doch nicht alle negativen Urteile empfand McConaughey als ungerecht. Einige Kritiken hätten ihm vielmehr geholfen, seine schauspielerischen Entscheidungen zu hinterfragen. „Bei anderen dachte ich: Diese Person hat einen Punkt. Sie mag meine Arbeit eigentlich, aber ich habe mit meiner Darstellung offenbar nicht das erreicht, was ich erreichen wollte. Wo lag mein Fehler bei dieser Entscheidung?“, erklärte er.

Solche Rückmeldungen seien wertvoll, weil sie sich konkret mit der Leistung auseinandersetzten. Ein guter Kritiker könne durchaus loben, was gelungen sei, und zugleich auf Schwächen hinweisen. Für McConaughey stellte sich deshalb die entscheidende Frage: „Was kann ich daraus lernen?“ Der aus ‚Der Mandant‘ bekannte Schauspieler kam zu dem Schluss, dass es sowohl Menschen gebe, die grundsätzlich negativ über ihn schreiben wollten, als auch Kritiker, deren Einwände ihm tatsächlich weiterhelfen könnten. Manche urteilten aus einer persönlichen Abneigung heraus, andere lieferten eine fundierte Auseinandersetzung mit seiner Arbeit.

Die Erfahrung knüpfte an einen wichtigen Wendepunkt in seiner Karriere an. Nach einer Pause hatte McConaughey den Wechsel von romantischen Komödien zu anspruchsvolleren Dramen gewagt. Die Beschäftigung mit den Verrissen half ihm dabei, zwischen berechtigter Kritik und oberflächlichem Urteil zu unterscheiden. Zugleich hinterfragte er, wie Hollywood mit Erfolg umgeht. Vor seinem Durchbruch seien Anerkennung und Zuneigung für ihn eng mit seiner tatsächlichen Leistung verbunden gewesen. Nach erfolgreichen Kinowochenenden hätten ihn plötzlich alle gefeiert und mit Komplimenten überschüttet. „Ich dachte: Moment mal, wie heißt du eigentlich? Ich habe in meinem Leben nur vier Menschen gesagt, dass ich sie liebe, und plötzlich sagen es alle zu mir“, erzählte er. Da habe er sich gefragt, ob Hollywood wirklich so großartig sei – oder ob sich die Menschen dort einfach vom Erfolg anziehen ließen.