FilmJames Gunn wollte ‚Clayface‘ ursprünglich gar nicht ins DC-Universum aufnehmen

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James Gunn hatte ursprünglich nicht geplant, den Batman-Gegenspieler Clayface so früh in sein neues DC-Filmuniversum einzubauen.
Doch das Drehbuch überzeugte den 59-jährigen Filmemacher und Co-Chef der ‚DC Studios‘ so sehr, dass er seine Pläne änderte. Im Gespräch mit ‚Extra‘ erklärte Gunn, dass die Geschichte zunächst überhaupt nicht zu den vorgesehenen Projekten gehört habe. „Es war nichts, womit wir ursprünglich gerechnet hatten, als wir das Universum aufgebaut haben“, sagte er. Die Handlung sei jedoch derart bewegend, ungewöhnlich und emotional gewesen, dass man die Gelegenheit nicht verstreichen lassen wollte. „Die Geschichte war so gut, so bewegend und so einzigartig, dass wir wussten, dass wir sie unbedingt umsetzen mussten“, erklärte Gunn.
Im Mittelpunkt des Films steht der Hollywoodstar Matt Hagen, gespielt von Tom Rhys Harries. Nachdem Hagen auf schreckliche Weise entstellt wurde, unterzieht er sich einer hochmodernen Behandlung, um sein früheres Aussehen zurückzuerlangen. Doch der Eingriff hat schwerwiegende Folgen. Statt sein altes Leben zurückzubekommen, verliert Hagen zunehmend den Bezug zur Realität.
Für die Hauptrolle wurden zahlreiche Schauspieler in Betracht gezogen. Doch Harries, der unter anderem durch die Serie ‚White Lines‘ bekannt wurde, setzte sich nach Angaben Gunns deutlich von seinen Mitbewerbern ab. Sowohl Gunn als auch Matt Reeves seien sofort von dem britischen Darsteller überzeugt gewesen. „Viele Leute haben für diese Rolle vorgesprochen, aber sowohl Matt Reeves als auch ich waren sofort von Tom begeistert“, erklärte Gunn. Harries verfüge über eine besondere Mischung aus schauspielerischem Können und Ausstrahlung, die man bei jungen Darstellern nur selten finde. „Er ist ein großartiger Schauspieler. Er sieht gut aus und ist einfach unglaublich charismatisch“, schwärmte Gunn.
Obwohl der Film zahlreiche Horrorelemente enthält, betrachtet Harries die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel. Für ihn ist ‚Clayface‘ im Kern weniger ein klassischer Horrorfilm als vielmehr eine tragische Liebesgeschichte. Schon das ursprüngliche Drehbuch habe ihn begeistert. Die Verbindung zur Welt von Batman und DC habe der Geschichte anschließend noch eine zusätzliche Dimension verliehen. „Es gibt jede Menge schleimige Masse, Eingeweide und blutige Szenen, aber ich glaube, im Kern ist der Film ein Liebesfilm“, erklärte Harries. Seiner Ansicht nach versteht die Hauptfigur selbst lange Zeit nicht, in welcher Art von Geschichte sie sich tatsächlich befindet. „Ich glaube, Matt denkt, dass er sich in einem anderen Film befindet als dem, in dem er tatsächlich steckt“, sagte der Schauspieler. Die drastischen Horrorelemente sollten deshalb nicht bloß um ihrer selbst willen eingesetzt werden. Sie seien nur dann wirklich wirkungsvoll, wenn das Publikum zuvor eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufgebaut habe.
Die ursprüngliche Filmidee stammt von Horrorregisseur Mike Flanagan, der auch am Drehbuch mitarbeitete. Eigentlich hätte er die Geschichte über einen der bekanntesten Gegenspieler Batmans gern selbst verfilmt. Doch seine Verpflichtungen für den nächsten ‚Exorcist‘-Film und die Fernsehserie ‚Carrie‘ machten dies unmöglich. Gegenüber ‚Entertainment Weekly‘ erklärte Flanagan, dass sich die Projekte zeitlich nicht miteinander vereinbaren ließen. „Zwischen ‚Carrie‘ und ‚The Exorcist‘ gab es einfach keine Möglichkeit“, sagte er. Dabei habe er die Regie bei ‚Clayface‘ wirklich gern übernommen. Als er die Geschichte entwickelte, sei er allerdings davon ausgegangen, dass sie erst deutlich später innerhalb des neuen DC-Universums umgesetzt würde. „Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so früh auf diese Figur konzentrieren würden“, erklärte Flanagan. Die Verantwortlichen wollten den Film jedoch möglichst schnell in Produktion bringen. Da Flanagan auf absehbare Zeit ausgelastet war, musste eine andere Lösung gefunden werden.







