MusikDeep Purple verschieben Europatournee wegen gesundheitlicher Probleme von Frontmann Ian Gillan

Ian Gillan - October 2024 - Avalon - Deep Purple Berlin Concert
Deep Purple waren gezwungen, die verbleibenden Termine des europäischen Abschnitts ihrer ‚Splat!‘-Welttournee zu verschieben, nachdem Frontmann Ian Gillan dringend medizinisch behandelt werden musste.
Die legendäre Rockband sagte ihr Konzert am 31. Oktober in der QI Arena in Leipzig sowie den für den 1. November geplanten Auftritt in der Sporthalle in Hamburg ab. Der 81-jährige Sänger informierte seine Fans am Montag (2. November 2026) über seinen Gesundheitszustand und erklärte, dass ihm seine Ärzte davon abgeraten hätten, die Tournee fortzusetzen.
In einer Erklärung in den sozialen Medien bedankte sich Gillan zunächst für die zahlreichen Genesungswünsche und die Unterstützung seiner Fans. Während des Aufenthalts der Band in Leipzig habe er ein medizinisches Problem erlitten, das dringend im Krankenhaus behandelt werden musste. Ursprünglich habe er gehofft, rechtzeitig wieder auftreten zu können. „Ich hatte gehofft, dass ich von den Ärzten grünes Licht bekommen würde, um zumindest noch bis zum Ende der Tournee durchzuhalten“, erklärte der Musiker.
Allerdings hätten die behandelnden Ärzte deutlich gemacht, dass eine Fortsetzung der Konzerte mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden wäre. Deshalb habe die Band gemeinsam mit dem Management beschlossen, die verbleibenden Auftritte in Europa und Großbritannien bis auf Weiteres zu verschieben. „Es tut mir sehr leid, wenn dadurch Unannehmlichkeiten entstehen“, schrieb Gillan und betonte, dass die Entscheidung im Interesse aller Beteiligten getroffen worden sei. Abschließend bedankte er sich für das Verständnis der Fans. Welche Erkrankung den durch ‚Perfect Strangers‘ bekannten Sänger zu der Pause gezwungen hatte, verriet er nicht.
Im Sommer hatten Deep Purple eine Wiedervereinigung mit Ritchie Blackmore gefeiert. Der Gitarrist gab später zu, dass dies möglicherweise das „letzte Mal“ gewesen sein könnte, dass er seine ehemaligen Bandkollegen gesehen habe. Der 81-jährige Musiker, der die Gruppe 1968 mitgegründet hatte und seit 33 Jahren nicht mehr gemeinsam mit ihr aufgetreten war, schloss sich den Rocklegenden am 12. August bei einem Konzert in Wantagh im US-Bundesstaat New York an. Gemeinsam spielten sie den Klassiker ‚Smoke on the Water‘.
Gegenüber dem Magazin ‚Guitar Player‘ erinnerte sich Blackmore an den emotionalen Auftritt. Er sei ziemlich kurzfristig auf die Bühne gegangen und habe sofort mit dem Spielen beginnen müssen, ohne sich vorher aufwärmen zu können. Allerdings sei es ihm ohnehin nicht darum gegangen, musikalisch perfekt zu sein. Viel wichtiger sei es gewesen, alte Freunde wiederzusehen, denen er seit Jahrzehnten nicht mehr begegnet war. „Ich glaube, uns wurde bewusst, dass es vielleicht das letzte Mal sein könnte, dass wir uns sehen“, erklärte er.
Ritchie hatte Deep Purple erstmals 1975 verlassen, um anschließend die Rockgruppe Rainbow zu gründen, die unter anderem durch ‚Since You’ve Been Gone‘ bekannt wurde. Von 1984 bis 1993 gehörte er erneut Deep Purple an, bevor er die Band ein zweites Mal mitten während einer Welttournee verließ. Sein jüngster gemeinsamer Auftritt war die erste Wiedervereinigung mit der Gruppe seit diesem Ausstieg. Die Idee dazu sei ihm ganz spontan am Morgen des Konzerts gekommen. Blackmore habe sich überlegt, dass es für die Fans eine schöne Überraschung wäre, wenn er für einen einzigen Song auf die Bühne zurückkehren würde. Gleichzeitig habe er damit zeigen wollen, dass zwischen ihm und seinen ehemaligen Bandkollegen keine Feindseligkeiten mehr bestünden. „Damit könnten wir zeigen, dass wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel gehen und einander nicht hassen“, erklärte er.
Seine Frau Candice habe daraufhin den Kontakt zu Ian Gillan hergestellt. Blackmore habe den Sänger gefragt, ob er bei ‚Smoke on the Water‘ mitspielen dürfe. Gillans Antwort sei ausgesprochen positiv ausgefallen. „Das hat mich zum Lächeln gebracht“, habe der Frontmann ihm gesagt. Anschließend habe er die Idee mit den übrigen Bandmitgliedern besprochen, die ebenfalls zugestimmt hätten.







