Musik‚Gefährlich und toxisch‘: Madison Beer kritisiert Erfolgsdruck in der Musikbranche

Madison Beer - Feb 2024 - Grammy Awards - Crypto.com Arena - LA - Getty BangShowbiz
Madison Beer - Feb 2024 - Grammy Awards - Crypto.com Arena - LA - Getty BangShowbiz

Madison Beer - Feb 2024 - Grammy Awards - Crypto.com Arena - LA - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 05.02.2026, 14:00 Uhr

Madison Beer hat den enormen Erfolgsdruck in der Musikindustrie scharf kritisiert und davor gewarnt, künstlerische Leistungen ausschließlich an Chartplatzierungen zu messen.
Die 26-jährige Sängerin veröffentlichte kürzlich ihr drittes Studioalbum ‚Locket‘, das in den US-Charts auf Platz zehn einstieg – für sie ein großer Erfolg, der jedoch von manchen Beobachtern als unzureichend bewertet wurde.

Im Gespräch mit ‚The Hollywood Reporter‘ erklärte Beer, sie sei „sehr geehrt“, ein Top-10-Album erreicht zu haben. Gleichzeitig betonte sie, dass Chartplatzierungen für sie kein Maßstab für den künstlerischen Wert eines Albums seien. „Ein Top-10-Album war immer ein Traum für mich. Ich fühle mich unglaublich geehrt, und ich finde es wirklich cool“, sagte sie. „Aber es definiert für mich nicht, was ein gutes Album ist oder nicht. Es definiert auch nicht meinen Selbstwert.“

Die Sängerin kritisierte insbesondere die Erwartung, dass Projekte nur dann als erfolgreich gelten, wenn sie Platz eins erreichen. „Mich als nicht gut genug oder nicht erfolgreich genug zu bezeichnen, nur weil ich nicht auf Platz eins bin, ist wirklich gefährlich und toxisch – für alle Beteiligten“, erklärte sie. Diese Denkweise sende eine problematische Botschaft: „Das suggeriert Menschen in allen Branchen, dass sie ein Versager sind, wenn sie nicht ganz oben stehen. Das ist Unsinn.“

Beer betonte, dass sie bewusst nicht nach maximalem Ruhm strebe. „Ich bin sehr glücklich mit dem, wo ich gerade stehe. Was ist, wenn ich gar nicht so berühmt sein will wie manche andere? Vielleicht ist das eine persönliche Entscheidung. Vielleicht wäre es mir zu überwältigend“, sagte sie. Sie wolle stattdessen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Karriere und Privatleben fördern: „Ich hoffe, ich kann zeigen, dass man nicht alles für die Karriere opfern muss, um wertvoll zu sein.“

Bei der Arbeit an ‚Locket‘ habe sie sich künstlerisch stark gefordert. In einem Interview mit ‚Rolling Stone‘ erinnerte sie sich an eine besonders anspruchsvolle Gesangsaufnahme: „Es gab einen Song, bei dem ich dachte, ich würde eine Woche lang nicht sprechen können. Aber genau dieses Gefühl, mich selbst herauszufordern und zu sehen, wozu ich fähig bin, hat mir gefallen.“